Tennisturnier in Madrid Nastases Rolle bei Siegerehrung kritisiert

Eigentlich ist er derzeit Persona non grata im Tennis: Aber bei der Siegerehrung in Madrid tauchte Ilie Nastase dann doch wieder auf. Zum Ärger des Tennisverbands WTA.

Ilie Nastase mit Madrid-Siegerin Simona Halep
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Ilie Nastase mit Madrid-Siegerin Simona Halep


In ungewöhnlich offener Form hat die Frauen-Tennis-Organisation WTA die Teilnahme von Ex-Star Ilie Nastase an der Siegerehrung beim Turnier in Madrid kritisiert. Der vorläufig suspendierte Chef des rumänischen Fed-Cup-Teams überreichte der rumänischen Siegerin Simona Halep den Pokal. WTA-Chef Steve Simon erklärte daraufhin, dies habe die Siegerehrung überschattet: "Für ihn war heute auf dem Court kein Platz." Es sei unverantwortlich und inakzeptabel von den Veranstaltern gewesen, ihm eine offizielle Rolle zu geben.

Nastase war im April bei der Fed-Cup-Partie zwischen Rumänien und Großbritannien wegen unsportlichen Verhaltens die Akkreditierung entzogen worden. Für Aufruhr hatte er unter anderem mit Pöbeleien gegen die britische Top-Spielerin Johanna Konta gesorgt, die weinend den Platz verließ. Zudem soll er sich diskriminierend über das ungeborene Kind der schwangeren Grand-Slam-Rekordsiegerin Serena Williams geäußert haben, die ihm deswegen Rassismus und Sexismus vorwarf. Halep nannte Nastases Verhalten nach der Begegnung des Nationen-Wettbewerbs falsch.

Die einstige Finalistin der French Open hatte ihren Vorjahrestriumph in Madrid mit einem 7:5, 6:7 (5:7), 6:2-Sieg gegen die Französin Kristina Mladenovic wiederholt. Für die anstehenden French Open in Paris (28. Mai bis 11. Juni) erhielt Nastase vor den Veranstaltern des Grand-Slam-Turniers keine Akkreditierung.

aha/dpa



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