Sportförderung Innenministerium macht DOSB wenig Hoffnung auf mehr Geld

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) braucht nach eigener Einschätzung mehr Geld. Doch das Bundesinnenminsterium bezeichnet eine mögliche Forderung nach neuen Mitteln als "unverständlich". Der DOSB verweist darauf, dass der genaue Bedarf noch gar nicht ermittelt sei.

DOSB-Generaldirektor Vesper: "Diskussionsprozess in vollem Gange"
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DOSB-Generaldirektor Vesper: "Diskussionsprozess in vollem Gange"


Hamburg - Das Bundesinnenministerium (BMI) hat dem deutschen Sport wenig Hoffnung auf mehr Geld gemacht. "Erst Ende August 2013 wurde dem DOSB mitgeteilt, dass eine Erhöhung des Sportbudgets nicht möglich ist. Vielmehr wurde der deutsche Sport aufgefordert, unter Beachtung der Haushaltseckdaten die vorhandenen Fördermittel effizienter einzusetzen", sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Dem sei der Sport bislang nicht nachgekommen. "Vor diesem Hintergrund ist die nunmehr bekannt gewordene Forderung des deutschen Sports nach noch mehr Mitteln unverständlich", hieß es weiter.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, dass der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei einer Abfrage bei seinen Mitgliedsverbänden einen jährlichen Mehrbedarf von 38 Millionen Euro ermittelt habe. Mit welcher konkreten Forderung der Dachverband an das Innenministerium herantreten werde, sei noch unklar.

DOSB-Generaldirektor Michael Vesper teilte dazu auf der Internetseite des Verbandes mit, dass es sich bei der nach den Olympischen Spielen in London im vergangenen Jahr angestoßenen Bedarfsermittlung "zum jetzigen Zeitpunkt keinesfalls um eine Forderung an die Bundesregierung" handele: "Vielmehr ist der sportinterne Diskussionsprozess noch in vollem Gange. Diesen werden wir weiter vorantreiben."

Am Ende der Diskussion werde der DOSB konkret darlegen, was aus seiner Sicht erforderlich sei, "damit der deutsche Sport in seiner ganzen Breite weiter zur Weltspitze zählen kann", sagte Vesper. In diesem Jahr umfasst die vom BMI finanzierte Förderung des Sports etwa 130 Millionen Euro.

"Die Forderungen des deutschen Sports nach mehr Fördermitteln haben fast rituellen Charakter", hieß es in der Stellungnahme des Innenministeriums weiter: "Zunächst ist eine genaue, faktenbasierte Analyse notwendig, bevor man überhaupt über Mittelerhöhungen sprechen kann. Hinzuzufügen ist: Mit an vorderster Priorität steht auch eine bedarfsorientierte Mittelausstattung der Nada (Nationale Anti Doping Agentur, Anm. d. Red.)." Dies, so hieß es weiter, vermisse die Bundesregierung bei den Forderungen des DOSB.

buc/sid



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