IOC Österreichische Skilangläufer nachträglich disqualifiziert

Das IOC hat die beiden Skilangläufer Marc Mayer und Achim Walcher aus Österreich nachträglich von den Winterspielen in Salt Lake City disqualifiziert. Die Funktionäre haben den von Athleten vorgenommen Blutaustausch als Doping bewertet.


Kuala Lumpur - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bleibt unter seinem neuen Präsidenten Jacques Rogge seiner harten Linie gegen Manipulationen im Leistungssport treu. Sein Exekutivkomitee hat am Sonntag in Kuala Lumpur die beiden österreichischen Skilangläufer Marc Mayer und Achim Walcher nachträglich von den Winterspielen in Salt Lake City disqualifiziert. Es bewertete damit den bei den Athleten vorgenommenen Blutaustausch als Doping. IOC-Vizepräsident Thomas Bach bezeichnete den Ausschluss als "konsequente Fortsetzung der Antidoping-Politik".

Der Sportdirektor des österreichischen Skiverbandes Walter Mayer wurde zusammen mit dem deutschen Heilpraktiker Volker Müller von den Winterspielen bis einschließlich 2010 ausgeschlossen. Müller gilt als Initiator der leistungssteigernden Methode, bei der das entnommene Eigenblut ultraviolett bestrahlt und den Sportlern wieder zugeführt worden war. Der Heilpraktiker gehörte über eine Akkreditierung des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) Österreichs zum Team. Das NOK erhielt vom IOC ebenso eine "strenge Verwarnung" wie Peter Baumgartl als Arzt des österreichischen Ski-Verbandes.

Das Vergehen war erst nachträglich durch einen Fund von Blutbeuteln im österreichischen Mannschaftsquartier bekannt geworden. Marc Mayer war über 50 Kilometer 24. und in der 10 Kilometer Verfolgung 51. geworden, Walcher belegte in diesen Wettbewerben die Plätze 45 und 43. Ihre Platzierungen wurden gestrichen.



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