Bewerbungsrückzug IOC-Chef Bach kritisiert Boston scharf

Thomas Bach kann verstehen, warum die USA sich nicht mit Boston um die Olympischen Spiele 2024 bewerben. Die Kampagne der Ostküstenstadt sei chaotisch gewesen, schimpfte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees.

IOC-Präsident Bach: "Jeden Tag ein neues Projekt"
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IOC-Präsident Bach: "Jeden Tag ein neues Projekt"


IOC-Präsident Thomas Bach hat Boston nach dem Rückzug von der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 heftig kritisiert. "Was wir von außen gesehen haben: Da kam jeden Tag ein neues Projekt von Boston, mit neuen Leuten und neuen Ideen", sagte er nach Abschluss der IOC-Exekutivsitzung in Kuala Lumpur bei einer Pressekonferenz.

"Von außen betrachtet wurde es irgendwann sehr unübersichtlich. Irgendwann habe ich aufgehört, es im Detail zu verfolgen", sagte der 61-Jährige. Er könne verstehen, dass das amerikanische Nationale Olympische Komitee (USOC) die Ostküstenstadt aus dem Rennen genommen habe.

Bach erwartet, dass die USA bis zum Bewerbungsschluss am 15. September einen neuen Kandidaten präsentieren. "Die Situation hat sich nicht geändert. Wir haben eine Zusage des USOC für die Kandidatur einer amerikanischen Stadt für 2024", erklärte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). "Wir sind sicher, dass das USOC diese Zusage einhält."

Bostons Olympia-Projekt war aus finanziellen Gründen und aufgrund der geringen Unterstützung der Bürger gescheitert. Favorit für eine US-Kandidatur ist nun Los Angeles, das 1932 und 1984 Schauplatz von Sommerspielen gewesen war. Weitere Bewerber sind Budapest, Hamburg, Rom und Paris, Interesse an einer Kandidatur hat auch Toronto bekundet. Spekuliert wird, dass sich Aserbaidschans Hauptstadt Baku nach der Ausrichtung der Europaspiele noch für Olympia 2024 bewerben könnte.

psk/dpa

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insgesamt 21 Beiträge
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bristolbay 29.07.2015
1. Der große Bach und sein kleiner Geldbeutel
Hoffentlich stimmen die Hamb urger Bürger GEGEN eine Olympiade und zerstören den Traum dieses Übermenschen. Wenn man die Einnahmen des IOC seit Sotchi sieht, mehr als 13 Mrd Euro !!!!, und daneben die Schulden der Olympiastädte nach dem Verschwinden dieser Mafia-Organisation, dann fällt einem die Kinnlade runter. Hamburger, habt Mut und machts wie Boston, sagt NO. Die scharfe Kritik dieses Bonzen könnt ihr aushalten.
hei-nun 29.07.2015
2. Fragen:
Zitat von bristolbayHoffentlich stimmen die Hamb urger Bürger GEGEN eine Olympiade und zerstören den Traum dieses Übermenschen. Wenn man die Einnahmen des IOC seit Sotchi sieht, mehr als 13 Mrd Euro !!!!, und daneben die Schulden der Olympiastädte nach dem Verschwinden dieser Mafia-Organisation, dann fällt einem die Kinnlade runter. Hamburger, habt Mut und machts wie Boston, sagt NO. Die scharfe Kritik dieses Bonzen könnt ihr aushalten.
Wieso gibt es Ihrem Kommentar die Begriffe: großer Bach, Bach als Übermensch, Mafia-Organisation, Bach als Bonze ? Kann es sein, dass Sie Probleme mit Menschen haben, die etwas mehr als Sie selber leisten ? Wissen Sie, was Bach gegen den Gigantismus von Olympia unternommen hat !?
just_ice 29.07.2015
3. Das ist doch eh nur eine Scheindebatte
Der Bach versucht jetzt noch ein paar Kandidaten an Land zu ziehen, damit die Vergabe den Schein eines fairen Wettbewerbs bekommt und nicht so abläuft, wie seine eigene Wahl zum IOC-Präsidenten, wo er schon vorneweg als Sieger feststand, weil Putin und Scheich Al-Sabah das für ihn im Vorfeld erledigt hatten - als Gegenleistung für künftige Sommerspiele in Murmansk und Winterspiele in Bahrain, weil man da im Januar so gut Ski laufen kann. Wer die dicksten Briefumschläge unter die Hoteltüren der stimmberechtigten IOC-Mitglieder hindurchschiebt, erhält wie immer den Zuschlag.
dbrown 29.07.2015
4. Wer ist eigentlich dieser Bach,
daß er sich anmaßt, die Bostoner so an den Pranger zu stellen??? Wenn die Einwohner entscheiden, dieser Mafia-Zirkus soll woanders stattfinden, da außer einem Berg Schulden nicht viel übrig bleibt, dann ist das DEREN Ding und nicht die Sache dieses aufgeblasenen Paten! Ich vertrete dieselbe Meinung wie bristolbay, die Hamburger sollen diesem FIFA-Zwilling eine klare Absage erteilen. Als wenn Blatter nicht reichen würde, nene, hier steigt ein weiterer Stern seines Kalibers empor!
decathlone 29.07.2015
5. Wer zu spät kommt,
der wird seine Mega-Events nur noch an selbstdarstellungssüchtige Dikatoren los... Olympia, Fussball-WM, wer braucht diese Werbeveranstaltungen mit ein bisschen Sport noch? In Ländern, wo die Bürger Mitsprarcherechte haben, zieht die Masche nicht mehr, die Kosten den Veranstaltungsorten aufzubürden und die Werbeeinnahmen selbst einzusacken... Der olympisch Gedanke wird an Coca Cola verhökert und an den meistbietenden Diktator... demnächst in Nordkorea???
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