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Wettbetrug: Italienischer Tennisprofi unter Manipulationsverdacht

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DPA

Neuer Betrugsverdacht im Tennis

Der Tennissport kommt nicht zur Ruhe: Auf die spektakuläre Dopingbeichte von Marija Scharapowa folgen nun neuerliche Manipulationsvorwürfe. Ein junger Italiener geriet ins Visier der Ermittler.

Der italienische Tennisprofi Marco Cecchinato wird der Spielmanipulation verdächtigt. Laut Medienberichten untersucht der nationale Verband FIT einen möglichen Fall von Wettbetrug aus dem Oktober 2015, in den der 89. der Weltrangliste verwickelt sein soll.

Bei einem Challenger-Turnier in Marokko hatte Cecchinato als Nummer vier der Setzliste zunächst seine ersten beiden Matches gewonnen. Im Viertelfinale unterlag der 23-Jährige dann deutlich dem Polen Kamil Majchrzak (1:6, 4:6), aktuell die Nummer 300 der Welt. Ungewöhnliche Wettbewegungen am Spieltag weckten anschließend den Verdacht der Verbandsfunktionäre. Cecchinato steht noch am Anfang seiner Karriere, erst in der vergangenen Woche hatte er sein Debüt in Italiens Daviscup-Team gegeben.

Wettbetrug im Tennissport ist spätestens seit Januar wieder ein großes Thema. Die BBC und die amerikanische Onlineplattform "BuzzFeed News" hatten berichtet, dass in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 16 Spieler aus den Top 50 - darunter auch ein Grand-Slam-Sieger im Doppel - in Manipulationen verstrickt sein sollen.

lst/sid

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.

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