Hamburg - Der deutsche Eishockey-Profi Jochen Hecht hat seine NHL-Karriere nach 14 Jahren in der nordamerikanischen Profiliga beendet. Nach dem letzten Saisonspiel seines Clubs Buffalo Sabres gab der 35-Jährige den Abschied bekannt. Die Sabres gewannen die Partie gegen die New York Islanders 2:1 am Freitag (Ortszeit), hatten aber schon zuvor die Playoff-Teilnahme verpasst.
"Ich habe im vergangenen Jahr viel durchgemacht", sagte der Ex-Nationalspieler. Hecht hatte wiederholt mit Gehirnerschütterungen und deren Nachwirkungen zu kämpfen. Freunde rieten ihm deshalb, ganz mit dem Sport aufzuhören. "Sie haben gesagt: Du hattest eine tolle Karriere, warum riskierst du das?", so Hecht auf der Homepage der Sabres.
"In den vergangenen Wochen habe ich mit meiner Familie entschieden, dass wir zurück nach Deutschland gehen und dort ein neues Leben beginnen werden." Er wolle dort auch "noch ein wenig spielen", so Hecht. Am Samstag gaben die Adler Mannheim die Verpflichtung des Angreifers bekannt. Schon zuvor war über Hechts Rückkehr zu seinem Heimatclub, für den er zuletzt während des Lockouts im vergangenen Winter gespielt hatte, spekuliert worden. Damals hatte er einen Vertrag mit den Adlern über die Saison 2013/2014, den er nun antreten wird.
Seine Karriere begann Hecht 1994 im Alter von 17 Jahren in Mannheim. Ein Jahr später wurde er vom NHL-Club St. Louis Blues an Position 49 gedraftet, spielte jedoch zunächst weiter für die Adler. Sein NHL-Debüt gab der Angreifer in der Saison 1998/1999 für die Blues, bei denen er bis zum Sommer 2001 blieb. Nach einem Jahr bei den Edmonton Oilers wechselte Hecht zu den Sabres. In Buffalo avancierte er zu einem der erfolgreichsten Spieler der Clubgeschichte, zeitweise war er Kapitän der Mannschaft.
In 833 Spielen in der stärksten Eishockey-Liga der Welt erzielte Hecht 463 Punkte (186 Tore und 277 Assists), in seiner letzten Saison sammelte der Olympia-Teilnehmer von 1998, 2002 und 2010 in 47 Spielen fünf Tore und neun Assists.
max/sid/dpa/AP
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