Schwerer Unfall Radprofis Degenkolb und Walscheid im Krankenhaus

Schlimmer Unfall in Spanien: Nach einem Zusammenstoß mit einem Auto liegen sechs Radprofis im Krankenhaus. Darunter sind auch die deutschen Fahrer Max Walscheid und John Degenkolb, bei dem ein Zeigefinger wiederhergestellt werden muss.

Radprofi Degenkolb: Schwere Verletzungen nach einem Verkehrsunfall
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Radprofi Degenkolb: Schwere Verletzungen nach einem Verkehrsunfall


Bei einem schweren Verkehrsunfall in Spanien sind die deutschen Radprofis John Degenkolb und Max Walscheid sowie vier weitere Fahrer des Rennstalls Giant-Alpecin verletzt worden. Wie das Team mitteilte, mussten Degenkolb, Walscheid, Warren Barguil (Belgien), Chad Haga (USA), Fredrik Ludvigsson (Schweden) und Ramon Sinkeldam (Niederlande) nach einem frontalen Zusammenstoß mit einem Auto in der Region Valencia im Krankenhaus behandelt werden.

"Die involvierten Fahrer wurden in zwei Kliniken gebracht, alle befinden sich in stabilem Zustand", hieß es in dem Statement aus dem Trainingslager. Einer der Fahrer ist laut Nachrichtenagentur AFP schwer verletzt. "Der Radprofi hat schwere funktionelle Verletzungen, die aber keine Lebensgefahr bedeuten", hieß es aus dem Krankenhaus.

Damit könnte Degenkolb gemeint sein. Der Radprofi sprach auf Facebook davon, dass unter Vollnarkose "Wunden an Oberschenkel, Unterarm und Lippe genäht" wurden. In einem Krankenhaus in Valencia soll nun sein "linker Zeigefinger wiederhergestellt werden". Degenkolb schreibt: "Er hing nur noch am letzten Zipfel an meiner Hand." Den Umständen entsprechend gehe es ihm aber gut, er könne sich zudem nur an wenig erinnern.

"Alle im Team sind geschockt", wurde Teamarzt Anko Boelens auf der Team-Homepage zitiert: "Alle sind bei Bewusstsein, stabil und ansprechbar, aber wir warten auf neue Informationen und stehen in Kontakt zu den Klinikärzten, um die weitere Behandlung zu besprechen."

Laut lokalen Berichten soll eine Engländerin den Unfall am Nachmittag verursacht haben, als sie auf der falschen Fahrbahnseite fuhr. Laut Giant-Alpecin fuhr das Fahrer-Sextett Seite an Seite auf der eigenen Fahrbahn.

Marcel Kittel reagierte betroffen auf die Nachrichten von seinem früheren Team: "Schreckliche Nachrichten von meinen alten Teamkollegen aus Spanien. Ich habe Gänsehaut! Ich hoffe wirklich, dass alle Beteiligten ok sind", schrieb der Top-Sprinter bei Twitter.

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
wallaceby 23.01.2016
1. Engländerin...
auf der falschen Seite, für sie also die "richtige" Seite..., unterwegs! Was für ein Pech kann man nur haben, wenn man auf dem europäischen Festland von "Inselmenschen" auf so eine Art fast umgebracht wird. Bitter... Wirklich alles Gute für die verletzten Sportler, kann man da nur sagen!
baumd 23.01.2016
2. Tja
ich würde mal sagen dumm gelaufen. Ich habe selber auf Malle erlebt wie Radfahrer der Meinung waren das ihnen die Welt( Strasse) gehört und nicht nur da, selbst hier in der Stadt benehmen sich die meisten wie die Sau.
widower+2 23.01.2016
3. Handy
Die Dame war wahrscheinlich mit ihrem Smartphone beschäftigt oder hatte vergessen, dass in Spanien Rechtsverkehr herrscht.
bauigel 23.01.2016
4. Schlimm
Ein schlimmer Unfall. Wenn es wirklich eine Fahrerin aus England gewesen ist, kann man dies natürlich nachvollziehen, warum diese auf der falschen Seite gefahren ist. Die Frage ist, warum offensichtlich mit dem Rechtsverkehr nicht ausreichend vertraute Leute aus England unbedingt in Spanien fahren müssen.
Le Commissaire 23.01.2016
5.
Das ist dann leider das Aus für eine (vielversprechende) Teilnahme an den Frühjahrsklassikern. Wäre der Unfall in Deutschland passiert, die Fahrerin hätte nichts zu befürchten. Selbst Lkw-Fahrer die bei rot einen Fußgänger zu Tode gefahren haben, kamen hierzulande mit einer "Strafe" von rund 4.000 EUR davon. Mal sehen, was da jetzt in Spanien rauskommt.
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