Fed Cup Nach Görges-Absage droht erneut die Relegation

Tennisspielerin Julia Görges will nach ihren jüngsten Erfolgen weiter angreifen. Nach den Australian Open wird sie deshalb eine Pause einlegen und verzichtet auf die erste Runde im Fed Cup.

Julia Görges
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Julia Görges


Nach Angelique Kerber hat auch Julia Görges ihre Teilnahme an der ersten Fed-Cup-Runde in Weißrussland abgesagt. "Wir bedauern das ein Stück weit, aber die Entscheidung ist nachvollziehbar und verständlich", sagte ein Sprecher des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Görges, derzeit Deutschland erfolgreichste Spielerin, habe am Vormittag den neuen Fed-Cup-Kapitän Jens Gerlach informiert. Zuerst hatte das Portal tennisnet.com darüber berichtet. Görges begründete ihre Entscheidung mit der kurzen Regenerationszeit nach den Australian Open.

Das deutsche Team muss damit in der ersten Runde des Fed Cups am 10. und 11. Februar in Minsk ohne seine beiden besten Spielerinnen auskommen. Görges ist derzeit Zwölfte der Weltrangliste und gilt bei den Australian Open als Geheimfavoritin, die einstige Nummer eins Kerber liegt in der Weltrangliste zehn Plätze dahinter. Die beiden 29-Jährigen sind erfolgreich in die Saison gestartet. Görges gewann zuletzt das Turnier in Auckland. In der Weltrangliste folgen auf das Duo derzeit Tatjana Maria (46.) und Carina Witthöft (48.), die einst im Fed Cup gesetzte Andrea Petkovic ist dagegen auf Platz 101 abgerutscht.

Die Weißrussinnen mit ihren Top-Spielerinnen Aliaksandra Sasnovich und Aryna Sabalenka erreichten 2017 das Fed-Cup-Finale, verloren dort allerdings gegen die USA. Sie gehen nun favorisiert in die Partie gegen die DTB-Damen. Deutschland schaffte im vergangenen Jahr in der Relegation gegen die Ukraine den Klassenverbleib, nun droht erneut eine Zitterpartie.

krä/dpa



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jean-baptiste-perrier 10.01.2018
1. Vollstes Verständnis!
Sowohl Kerber als auch Görges haben mit 29, bald 30 ihre Pflicht in der Vergangenheit mehr als erfüllt. Da sollen jetzt mal Witthöft und Maria ran. Für das Talent Witthöft könnte der Fed Cup für die mentale Reifung ein geeignetes Mittel sein. Tatjana Maria (reist mit Kind und Mann um die Tennis-Welt) hat es sich durch ihre guten Leistungen verdient im Fed Cup Deutschland zu repräsentieren und mal etwas mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Kerber und Görges sollen sich auf ihre Karriere konzentrieren. Wenn sich beide in den Top Ten etablieren könnten, wäre dem deutschen Tennis mehr geholfen als mit kurzfristigen Fed Cup "Erfolgen". Eine Andrea Petkovic sollte als Stimmungskanone beim Fed Cup dabei sein auch wenn sie selbst gar nicht spielt. Langfristig sehe ich Petko sowieso als erste Anwärterin auf die Thronfolge von Barbara Rittner. Vielleicht holt man auch mal das frühere fünfte Rad am Wagen zurück ins Team. Es müsste dem deutschen Tennis mit vereinten Kräften doch gelingen auch eine Sabine Lisicki (27) wieder in die Spur zu bringen!? Die hat ja noch ein paar mehr Jahre vor sich im Tennis. Talent allgemein für Top 30 - in Wimbledon eher Top Ten - hat sie doch. Gerade bei Sabine sieht man wie sehr Erfolg im Tennis vom Kopf abhängt (siehe Wimbledon Finale 2013).
spon_2739840 10.01.2018
2.
Die Absagen der beiden Damen finde ich unterirdisch. In allen anderen Sportarten außer Tennis ist es eine Ehre, die deutschen Farben zu vertreten. Was bilden sich die Tennis Halb- bzw. Viertelstars eigentlich ein, wobei ich die vielen abgesagten Männer in der Vergangenheit einschließe? Sie gefährden Ihre Karriere, wenn sie 2 Spiele in der Nationalmannschaft spielen? Sind das Leistungssportler oder Weicheier? Und die Chefin hat Verständnis? Hat sie ihre Aufgabe nicht richtig verstanden? Was ist diese Frau Kerber für eine Sportlerin. Welch ein Geheul nach den Australien Open! Was für ein unprofessionelles Besäufnis und ausschweifendes Gefeier danach und dann welches Bild des Jammers zum Cup in Leipzig. Der Tennisbund sollte solche Verweigerer lebenslang ausschließen und ihnen jegliche Unterstützung entziehen. K.Schmidt
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