Leichtathletik Sprinter Gatlin schon wieder unter Dopingverdacht

100-Meter-Weltmeister Justin Gatlin hat offenbar nichts gelernt: Der bereits einmal überführte US-Sprinter ist erneut unter Dopingverdacht geraten. Sein Trainer soll sich als Doping-Kurier angeboten haben.

Justin Gatlin nach seinem WM-Sieg im Sommer
DPA

Justin Gatlin nach seinem WM-Sieg im Sommer


Sprint-Weltmeister Justin Gatlin (USA) ist offenbar in einen neuen Dopingskandal verwickelt. Nach Undercover-Recherchen der englischen Tageszeitung "The Telegraph" haben sowohl die US-Anti-Doping-Agentur Usada als auch die unabhängige Integritätskommission (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF Ermittlungen gegen den bereits zweimal verurteilten Dopingsünder sowie dessen Trainer und einen Berater aufgenommen.

Laut Bericht soll unter anderem Gatlins Coach Dennis Mitchell, selbst Staffel-Olympiasieger, den Reportern angeboten haben, illegale Substanzen wie Testosteron und Wachstumshormone zu besorgen. Der Berater, Robert Wagner, soll zudem behauptet haben, dass Gatlin selbst leistungssteigernde Mittel angewendet habe - der 35-Jährige bestreitet dies.

IAAF-Präsident Sebastian Coe zeigte sich im "Telegraph" äußerst besorgt über die Enthüllungen. "Diese Vorwürfe sind extrem schwerwiegend, und ich weiß, dass die AIU im Rahmen ihres Auftrages ermitteln wird", sagte der Brite.

In einer Stellungnahme am Abend ließ Gatlins Lager mitteilen, dass er die Zusammenarbeit mit Mitchell beendet habe. Zudem verwies der Athen-Olympiasieger auf seine sauberen Dopingtests der vergangenen fünf Jahre.

Gatlin war bereits 2006 des Dopings überführt und gesperrt worden. Sein Weltrekord über 100 Meter wurde ihm aberkannt.

aha/sid



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