Kanu-WM Vier Titel und ein Weltrekord

Die Kanu-Weltmeisterschaft in Racice war für die deutschen Athleten mit vier Titeln und sechs Medaillen die erfolgreichste seit zehn Jahren. Ein Weltrekord weckt besondere Vorfreude auf Tokio 2020.

Canadier-Vierer 1000 Meter
DPA

Canadier-Vierer 1000 Meter


Goldene Zeiten für die deutschen Rennsportkanuten: Bei der Weltmeisterschaft in Tschechien war das deutsche Team so erfolgreich wie seit zehn Jahren nicht mehr. Vier Titel und insgesamt sechs Medaillen unterstreichen die Dominanz der deutschen Kanuten dabei eindrucksvoll. Am Ende paddelten sie sich sogar zu einem neuen Weltrekord.

Den Schlusspunkt setzte der deutsche Kajak-Vierer der Männer, der sich über die 500 Meter den WM-Titel sicherte. Bei den Wettbewerben im tschechischen Racice ließ die Crew mit den 1000-Meter-Olympiasiegern Max Rendschmidt und Tom Liebscher sowie Ronald Rauhe und Max Lemke Spanien und Tschechien hinter sich. Mit einer Zeit von 1:17,734 Minuten stellte das Team dabei einen neuen Weltrekord auf. Damit wächst die Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Tokio 2020, wenn diese Disziplin erstmals im Wettbewerbsprogramm enthalten sein wird.

Die deutschen Damen hatten in der gleichen Disziplin vorgelegt und holten sich Silber. Sabrina Hering, Franziska Weber, Steffi Kriegerstein und Tina Dietze mussten sich lediglich dem ungarischen Vierer geschlagen geben. Auf Rang drei landeten die Neuseeländerinnen.

"Eine WM der positiven Überraschungen"

Bereits zuvor war der deutsche Canadier-Zweier über 1000 Meter mit Yul Oeltze und Peter Kretschmer erfolgreich und holte Gold. Oeltze und Kretschmer hatten sich im Vorfeld überraschend im teaminternen Duell um den WM-Startplatz gegen die Olympiasieger Sebastian Brendel und Jan Vandrey durchgesetzt.

Doch Brendel wird es verschmerzen können, denn er war am Sonntag erneut erfolgreich. Der dreimalige Olympiasieger holte mit dem Canadier-Vierer überraschend sein zweites WM-Gold in Racice. Mit seiner Crew um Conrad Robin Scheibner, Stefan Kiraj und Jan Vandrey war er über die 1000 Meter nicht zu bezwingen.

Die erste Medaille am Sonntag für die Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes hatte der deutsche Kajak-Vierer mit Bronze gewonnen. "Das war eine WM der positiven Überraschungen. Mit so einem guten Abschneiden haben wir nicht gerechnet, wir können stolz auf die Mannschaft sein", sagte Verbandspräsident Thomas Konietzko.

tip/dpa/sid



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