Mixed Zone: Katar will Olympia 2024, Karabatic-Bruder wechselt Verein

Auf dem Weg zur Sportgroßmacht möchte Katar auch die Olympischen Sommerspiele 2024 austragen. Der unter Manipulationsverdacht stehende Handballer Luka Karabatic verlässt Montpellier HB. Außerdem: Der albanische Gewichtheber Hysen Paluka wurde wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt.

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Handballer Karabatic: Neuer Verein nach Manipulationsvorwürfen

Hamburg - Der Wüstenstaat Katar bewirbt sich um die Olympischen Sommerspiele 2024. Das hat Scheich Saoud bin Abdulrahman al-Thani, zugleich Generalsekretär des Nationalen Olympischen Komitees des Emirats am Persischen Golf, bestätigt. "Wir haben es zweimal versucht, und wir machen weiter, nachdem wir für 2020 abgelehnt wurden", sagte al-Thani: "Es ist Teil unserer Vision, Katar zu einem Zentrum des Sports zu machen." Das Emirat, das trotz großer Widerstände den Zuschlag für die Fußball-WM 2022 erhalten hatte, war bei der Bewerbung um Olympia 2020 zusammen mit Baku (Aserbaidschan) in der Vorauswahl des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gescheitert. In Katar finden in den kommenden Jahren zahlreiche sportliche Großveranstaltungen statt, so 2014 die Kurzbahn-WM der Schwimmer, ein Jahr später die Handball-WM. "Wir bereiten Bewerbungen für weitere Meisterschaften vor", sagte al-Thani.

Der in eine Manipulations-Affäre verwickelte französische Handball-Profi Luka Karabatic verlässt Rekordmeister Montpellier AHB und wechselt zum Liga-Vorletzten Aix-en-Provence. Der vier Jahre jüngere Bruder des ehemaligen Welthandballers Nikola Karabatic unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2014. Der 24-Jährige soll am Freitag auf einer Pressekonferenz in Aix-en-Provence vorgestellt werden. Gegen die Karabatic-Brüder läuft ein Strafverfahren wegen Betrugs. Mehrere Handballer um den zweimaligen Weltmeister und Olympiasieger Nikola Karabatic stehen im Verdacht, vergangene Saison das Liga-Spiel bei Cesson-Rennes (28:31) am 12. Mai manipuliert zu haben.

Der albanische Gewichtheber Hysen Paluka ist als erster Dopingsünder der Olympischen Sommerspiele 2012 offiziell für zwei Jahre gesperrt worden. Der 19-Jährige war in London positiv auf das anabole Steroid Stanozolol getestet und daraufhin von den Spielen ausgeschlossen worden. Nun darf er erst ab dem 28. Juli 2014 wieder Wettkämpfe bestreiten.

Hartnäckige Beschwerden im rechten Unterarm zwingen Motorrad-Pilot Stefan Bradl nach Angaben der Fachzeitschrift "speedweek" in der Winterpause zu einer Operation. Die Rennfahrerkrankheit "arm pump" mache dem Moto2-Weltmeister von 2011 in seiner ersten MotoGP-Saison demnach erheblich zu schaffen. "Alle Anzeichen und meine Beschreibungen deuten auf eine Operation hin", sagte Bradl nach einer Untersuchung in Barcelona. "Arm pump" ist eine typische Krankheit bei Motorrad-Piloten. Ursache ist laut Bradl "heftiges Bremsen und Gas geben". Dabei kommt es zu einer Überlastung der Armmuskulatur.

Schwimmstar Paul Biedermann hat einen seiner vier Weltrekorde verloren. Bei den französischen Kurzbahn-Meisterschaften in Angers schwamm Doppel-Olympiasieger Yannick Agnel über 400-Meter-Freistil 3:32,25 Minuten und blieb damit deutlich unter der alten Bestmarke Biedermanns (3:32,77), die dieser 2009 beim Weltcup in Berlin noch in der Ära der High-Tech-Anzüge aufgestellt hatte. Biedermann bleiben noch die Weltrekorde über 200 und 400 Meter auf der langen sowie über 200 Meter auf der kurzen Bahn. Agnel tritt in Angers noch über 100, 200 und 400 Meter Freistil an.

Golfprofi Alex Cejka muss beim Turnier der European Tour in Hongkong um den Cut bangen. Er benötigte am Donnerstag auf dem Par-70-Kurs im Hongkong Golfclub zum Auftakt 72 Schläge und rangiert damit nur auf dem geteilten 75. Platz. In Führung liegt der Spanier Javier Colom nach einer 64er Runde vor seinem Landsmann Miguel Angel Jimènez und dem Australier Andrew Dodt (beide 65 Schläge).

Martin Kaymer ist indes ein guter Auftakt bei der SA Open Championship in Südafrika gelungen. Der 27-Jährige spielte mit einer 70er Runde zwei Schläge unter Par. Damit liegt Kaymer auf dem geteilten 27. Platz und hat sechs Schläge Rückstand auf den Führenden Merrick Bremner aus Südafrika.

Deutschlands Volleyball-Bundestrainer Vital Heynen will vorübergehend auch einen Proficlub betreuen. Wie der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) mitteilte, soll der Belgier ab sofort für die kommenden vier Monate den türkischen Verein Ziraat Bankasi Ankara coachen. Damit würde er es Frauen-Bundestrainer Giovanni Guidetti gleichtun, der Vakifbank Istanbul betreut. Vom 20. bis 29. September findet in Dänemark und Polen die Volleyball-EM statt. Deutschland trifft in der starken Vorrunden-Gruppe D im polnischen Gdynia auf Olympiasieger Russland, den Olympia-Vierten Bulgarien und die aufstrebenden Tschechen.

Der EHC München hat sich in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vorübergehend die Dienste von NHL-Stürmer Paul Stastny gesichert. Der 26-Jährige könne voraussichtlich schon am Freitag im Auswärtsspiel bei den Hannover Scorpions auflaufen, teilten die Münchner mit. "Die Verpflichtung von Paul Stastny ist ein weiterer Traum, der für uns in Erfüllung geht", sagte EHC-Manager Christian Winkler. Erst vor kurzem hatten die Münchner auch NHL-Profi Blake Wheeler verpflichtet. In der nordamerikanischen Profiliga NHL finden wegen des andauernden Arbeitskampfes derzeit keine Spiele statt.

Schlechte Nachrichten hingegen für den ERC Ingolstadt: Der DEL-Club muss für den Rest der Saison auf Kapitän Tyler Bouck verzichten. Der 32 Jahre alte Stürmer habe sich im Training einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen, teilte der DEL-Club mit.

psk/dpa/sid

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Ryder Cup: Duelle für die Ewigkeit

Sieger der Handball-Champions-League
Jahr Club
2014 SG Flensburg-Handewitt
2013 HSV Hamburg
2012 THW Kiel
2011 FC Barcelona
2010 THW Kiel
2009 BM Ciudad Real
2008 BM Ciudad Real
2007 THW Kiel
2006 BM Ciudad Real
2005 FC Barcelona
2004 RK Celje
2003 HB Montpellier
2002 SC Magdeburg
2001 Portland San Antonio
2000 FC Barcelona
1999 FC Barcelona
1998 FC Barcelona
1997 FC Barcelona
1996 FC Barcelona
1995 Bidasoa Irun
1994 Cantabria Santander
Eishockey-Glossar
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Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.