Jahrelanges Doping: Katusha suspendiert Sportchef Zabel

Geständiger Dopingsünder Zabel: Aus bei Katusha Zur Großansicht
AP/dpa

Geständiger Dopingsünder Zabel: Aus bei Katusha

Erik Zabel verliert nach seiner Dopingbeichte den nächsten Job: Der russische Rennstall Katusha hat die Zusammenarbeit mit dem früheren Sprintstar beendet. Zuvor hatten bereits die Hamburger Cyclassics den Vertrag mit Zabel aufgekündigt.

Hamburg - Erik Zabels Dopinggeständnis zieht weitere Konsequenzen nach sich. Der russische Radrennstall Katusha hat den früheren Sprinter als Sportlichen Leiter suspendiert. "Die Enthüllungen beziehen sich auf Zabels Karriere als aktiver Rennfahrer von 1996 bis 2003 und stehen in keinem Zusammenhang mit dem Team Katusha. Trotzdem hat das Team-Management entschieden, Erik Zabel zu suspendieren", teilte der Rennstall mit.

Zabel war bei den Russen insbesondere für die Sprinter zuständig. Sein Vertrag wäre Ende des Jahres ausgelaufen. Am Montag hatte sich Zabel bereits mit den Veranstaltern des Hamburger World-Tour-Rennen Cyclassics auf ein Ende seiner Tätigkeit als Sportdirektor geeinigt. Der frühere Telekom-Star trat auch aus dem Beirat des Weltverbands UCI aus. Zudem prüft der TV-Sender ARD, der eine Sponsoring-Vereinbarung mit Zabel während dessen Zeit bei Telekom hatte, rechtliche Schritte.

Mittlerweile hat auch die Nationale Anti-Doping Agentur (Nada) Zabel und den ebenfalls erneut ins Visier geratenen Jan Ullrich kontaktiert. Wir gehen auf die Sportler zu und suchen den Kontakt. Wir begrüßen natürlich das Geständnis von Herrn Zabel. Wir warten jetzt die Gespräche ab. Wichtig ist für uns, ob wir daraus Sachen für unsere Arbeit rausziehen können", sagte Nada-Sprecherin Eva Bunthoff.

Zabel hatte in einem Interview der "Süddeutsche Zeitung" jahrelanges Doping eingestanden, nachdem er bei seinem ersten Geständnis 2007 noch ausgesagt hatte, nur 1996 für eine Woche Epo genommen zu haben.

psk/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 34 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Auch wenns....
fatherted98 30.07.2013
...Zabel wahrscheinlich finanziell nicht viel ausmachen wird...gut so...raus mit dem Krokodilstränen-Lügenbeutel...ich kann mich noch gut an seinen damaligen Auftritt erinnern (Nur einmal gedopt...heul....war filmreif)...es kotzt einem richtig an im Nachhinein...diese Leute haben vor allem ihre vielen Fans betrogen und belogen...und schämen sich nicht mal dafür sondern klopfen sich heute noch auf die Schulter...nach dem Motto "die ham wir aber schön verarscht"....Zabel dürfte keinen Job mehr in und um den Radsport bekommen...hoffentlich geht er pleite..aber das steht wohl nicht zu beführchten.
2.
Spinnenflicker 30.07.2013
Zitat von sysopErik Zabel verliert nach seiner Doping-Beichte den nächsten Job: Der russische Rennstall Katusha hat die Zusammenarbeit mit dem früheren Sprintstar beendet. Zuvor hatten bereits die Hamburger Cyclassics den Vertrag mit Zabel aufgekündigt. Katusha suspendiert Sportchef Zabel - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/katusha-suspendiert-sportchef-zabel-a-913837.html)
Das ist so heuchlerisch!! Alle haben sich drangehängt, weil sie mitverdienen wollten. Es ist einfach lächerlich zu glauben, jemand, der bei der TdF Siege einfährt, sei nicht gedopt. Jetzt, wo es publik gemacht wird, da kreischen alle los und schlagen auf die "Täter" ein. Sie sollten auch das verdiente Geld dann wieder hergeben.
3. ... alles richtig gemacht ...
SchwesterPolyester 30.07.2013
...er hat doch als Profi alles richtig gemacht ... in seiner Zeit als Telekom-Profi hat Erik Zabel z.B. im Jahr 2001 Verträge in Höhe von rund 5 Millionen Mark per anno erhalten und sicherlich in den anderen Jahren auch nicht wenig verdient ... nach Beendigung seiner Profikarriere, (somit Geschäftsmann, der durch Sport möglichst hohe Einnahmen erzielt), tritt er als mehrfacher Multimillionär ab ... auf die ganzen 'Jobs', die ohnehin nur repräsentativen Charakter ist der Mann nicht angewiesen, das Einzige was ihn als Geschäftsmann vielleicht ärgern wird, ist das sein verlogene Visage nicht mehr für Werbung taugt, es sei denn, man möchte als Werbepartner ein ganz schlechtes Image haben!
4.
lkm67 30.07.2013
Zitat von fatherted98...Zabel wahrscheinlich finanziell nicht viel ausmachen wird...gut so...raus mit dem Krokodilstränen-Lügenbeutel...ich kann mich noch gut an seinen damaligen Auftritt erinnern (Nur einmal gedopt...heul....war filmreif)...es kotzt einem richtig an im Nachhinein...diese Leute haben vor allem ihre vielen Fans betrogen und belogen...und schämen sich nicht mal dafür sondern klopfen sich heute noch auf die Schulter...nach dem Motto "die ham wir aber schön verarscht"....Zabel dürfte keinen Job mehr in und um den Radsport bekommen...hoffentlich geht er pleite..aber das steht wohl nicht zu beführchten.
Sagen sie, haben sie ein Sadismus Problem? Was bringt es ihnen wenn jemand anderes Pleite geht? Ich sehe seit Jahren keine Tour de France mehr, weil ohnehin niemand dort mehr sauber ist. Mich also konnte niemand betrügen, wohl aber überraschen. Niemand fährt dort vorne bei dem Tempo mit ohne unterstützende Mittel zu nehmen. Tut er das doch, so überrascht es mich.
5. Heuchlerisch
lukasjohann 30.07.2013
Da muss sich niemand mehr wundern, dass Jan Ulrich und Kollegen ihre Dopingsünden nicht gestehen. Wo jeder weiß, dass die Top-Radler aus den 90-er und 00-er Jahre konsequent mit Epo, Eigenblut, Testosteron, Insulin.. gedopt haben, hätte man ihnen entweder nie verantwortungsvolle Jobs im Radrennsport übertragen sollen, oder man steht nun weiterhin dazu diese gedopten "Ex-Sportler" zu beschäftigen. Als wenn Rolf Aldag & Co. nun noch Anreize zur Hilfe bei der Aufklärung des Dopingsystems in den Rennställen sehen. Der Umgang mit gedopten aktiven und ehemaligen Radrennfahrern wird immer lächerlicher..
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Erik Zabel
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 34 Kommentare
Fotostrecke
100. Tour de France: Die große "Tortour" durch Frankreich

Die Tour-Zweiten hinter Armstrong
Jahr Zweitplatzierter (Land)
2005 Ivan Basso (Italien)
2004 Andreas Klöden (Deutschland)
2003 Jan Ullrich (Deutschland)
2002 Joseba Beloki (Spanien)
2001 Jan Ullrich (Deutschland)
2000 Jan Ullrich (Deutschland)
1999 Alex Zülle (Schweiz)
Fotostrecke
Groteske Geständnisse: Die besten Dopingerklärungen