Mixed Zone: Keine Strafe für Vettel, Tischtennis-Damen im Viertelfinale

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel scheint noch einmal davon zu kommen: Für seinen "Stinkefinger" gegen Narain Karthikeyan wird er wohl nicht bestraft. Die deutschen Tischtennis-Damen sind ins WM-Viertelfinale eingezogen. Und: Gewichtheber Matthias Steiner ist bereit für sein Comeback.

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Forme-1-Pilot Vettel: "Stinkefinger" ohne Konsequenzen

Hamburg - Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel muss nach seinem "Stinkefinger" gegen den indischen Formel-1-Fahrer Narain Karthikeyan während des Rennens in Malaysia wohl keine Strafe fürchten. Weil es sich bei der Bewertung des Vorfalls um eine Tatsachenentscheidung der Rennkommision vor Ort gehandelt habe, sei eine nachträgliche Sanktionierung durch den Automobil-Weltverbandes (Fia) nicht möglich. Das hat ein Sprecher der Fia dem "Kölner Express" gesagt. Eigentlich verbietet das sportliche Reglement "jegliche Belästigung von anderen Lizenzinhabern."

Die Mitschnitte der Onboard-Kamera und die Interviews, in denen Vettel Karthikeyan als "Gurke" bezeichnete und ihm den "Stinkefinger" zeigte, hat sich die Fia laut des Sprechers angesehen. Dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister war in Kuala Lumpur beim Überrunden des Inders von dessen Rennwagen der linke Hinterreifen aufgeschlitzt worden. Karthikeyan schimpfte derweil über den Deutschen. "Von einem professionellen Sportler erwartet man, dass er nicht so eine Heulsuse ist", sagte er der indischen Zeitung "Hindustan Times".

Die deutschen Tischtennis-Damen sind bei der Team-WM in Dortmund ins Viertelfinale eingezogen und damit der Qualifikation für den olympischen Team-Wettbewerb ein großes Stück näher gekommen. Die Auswahl von Bundestrainerin Jie Schöpp bezwang im Achtelfinale Nordkorea 3:1. Mit einem Überraschungserfolg in der Runde der letzten Acht gegen Titelverteidiger Singapur am Freitag (19.00 Uhr) hätte das Team um Top-12-Siegerin Jiaduo Wu sogar die Bronzemedaille sicher. Die deutschen Herren um Rekord-Europameister Timo Boll greifen nach einem Tag Pause am Freitag (16.00 Uhr) wieder ins Geschehen ein, wenn die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) auf Portugal oder Vize-Europameister Schweden trifft.

Rechtzeitig vor den Olympischen Sommerspielen in London gibt Gewichtheber Matthias Steiner sein Comeback. Der Goldmedaillengewinner von Athen wird bereits vom 9. bis 15. April bei der Europameisterschaft in Antalya wieder an den Start gehen. Nach seiner schweren Verletzung ist Steiner noch nicht wieder auf seinem höchsten Leistungsniveau, will aber in der Türkei die Olympianorm knacken. Die liegt bei 399 Kilogramm im Schwergewicht, bei seinem Olympiasieg vor vier Jahren hatte er 461 Kilo geschafft. Im September hatte Steiner einen Sehnenanriss im Oberschenkel erlitten.

Maria Scharapowa ist die erste Finalistin beim WTA-Tennisturnier in Miami. Die an Nummer zwei gesetzte Russin gewann im Halbfinale das Duell der ehemaligen Weltranglisten-Ersten gegen die Dänin Caroline Wozniacki 4:6, 6:2, 6:4. Für Scharapowa war es im sechsten Vergleich mit Wozniacki der vierte Erfolg. Die Zweite der Weltrangliste steht zum vierten Mal im Endspiel von Miami. 2005, 2006 und 2011 hatte Scharapowa jedoch jeweils das Finale verloren. Ihre Endspiel-Gegnerin bei der mit 4,83 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung ermitteln die Französin Marion Bartoli und Agnieszka Radwanska aus Polen.

Eishockey-Nationaltorhüter Dennis Endras ist mit Titelverteidiger IFK Helsinki bereits in der ersten Playoff-Runde der finnischen Meisterschaft ausgeschieden. Der ehemalige Augsburger konnte das 0:2 beim Lokalrivalen Jokerit nicht verhindern. Es war die vierte Niederlage im vierten Viertelfinal-Duell seines Teams. Endras war im Dezember zu IFK nach Finnland gewechselt, nachdem er sich in der nordamerikanischen Profiliga NHL nicht durchsetzen hatte können. Die Zukunft des 26-Jährigen nach Ende dieser Saison ist noch offen.

Die italienischen Rennradfahrer Alessandro Ballan und Damiano Cunego werden sich nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mantua wohl in einem Dopingprozess vor Gericht verantworten müssen. 32 Sportprofis, Managern und Medizinern wird Eigenblutdoping im Jahr 2009 vorgeworden. Darunter befinden sich auch der dänische Radfahrer Michael Rasmussen und Fußballer Matteo Zambroni. Als Beweise wollen die Ermittler Fotos und Videoaufnahmen vorlegen.

Die kanadischen Eistanz-Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir sind zum zweiten Mal Weltmeister. Die jungen Ausnahme-Athleten besiegten in Nizza ihre US-amerikanischen Trainingskameraden Meryl Davis und Charlie White und kassierten ein Preisgeld von 67.500 US-Dollar (51 383 Euro). Bronze ging an die Lokalmatadoren Nathalie Pechalat/Fabian Bourzat (Frankreich). Die dreimaligen deutschen Meister Nelli Zhiganshina/Alexander Gazsi bestätigten den elften Platz aus dem Vorjahr.

psk/sid/dpa

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Eishockey-Glossar
Ein Torwart, zwei Verteidiger und drei Angreifer stehen zeitgleich auf dem Eis. Die Stürmer sind in einen Center, der die Bullys spielt, und zwei Flügelstürmer aufgeteilt - eine sogenannte Reihe. Jede Mannschaft verfügt über je drei bis vier Sturm- und Verteidigungsreihen, die abwechselnd zwischen etwa 30 und 60 Sekunden auf dem Eis stehen.

Gängig ist dabei, dass einzelne Reihen besondere Aufgaben haben und daher in speziellen Situationen eingesetzt werden. So sollen die ersten beiden Reihen vorwiegend die Tore schießen und spielen deshalb auch in Überzahl. Die dritte, oft als "checking line" bezeichnet, ist dagegen eher defensiv orientiert und soll die Top-Reihen des Gegners ausschalten. Eine ähnliche Aufgabe hat Reihe vier, die oft auch deshalb aufs Eis geschickt wird, um den Top-Spielern eine Verschnaufpause zu ermöglichen.