Tennis in Cincinnati: Kerber schlägt überraschend Serena Williams

19 Partien hatte Serena Williams zuletzt in Folge gewonnen, in Wimbledon und bei Olympia triumphiert. Jetzt hat Angelique Kerber die Amerikanerin in Cincinnati überraschend besiegt - und damit kurz vor den US Open ihre starke Form bewiesen.

Tennisspielerin Kerber: Sieg gegen die Weltranglistenvierte Serena WilliamsZur Großansicht
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Tennisspielerin Kerber: Sieg gegen die Weltranglistenvierte Serena Williams

Hamburg - Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin Angelique Kerber hat beim WTA-Turnier in Cincinnati für eine Überraschung gesorgt. Die 24-Jährige besiegte im Viertelfinale Serena Williams 6:4, 6:4. Die US-Amerikanerin hatte zuletzt eine imposante Siegesserie hingelegt und 19 Partien in Folge gewonnen. Dadurch hatte die 30-Jährige auch in Wimbledon und bei den Olympischen Sommerspielen triumphiert.

"Ich hatte nichts zu verlieren und wollte mein bestes Tennis spielen", sagte Kerber. Das Hartplatz-Turnier in Cincinnati ist mit über zwei Millionen Dollar dotiert und gilt als letzter wichtiger Test vor den US Open (27. August bis 9. September).

Kerber präsentierte sich von Beginn an in starker Form und nahm Williams gleich deren erstes Aufschlagspiel zu Null ab. Auch im zweiten Durchgang gelang der Weltranglistensiebten ein frühes Break. Nach 1:17 Stunden verwandelte sie ihren dritten Matchball mit einem Ass. Dabei hatte sich kurz zuvor noch Nerven gezeigt und den ersten Matchball mit einem Doppelfehler abgegeben. "Ich war am Ende nervös. Beim letzten Punkte habe ich mich nur auf den Aufschlag konzentriert", sagte Kerber.

Williams mit ungewohnt hoher Fehlerquote

Allerdings erwischte Williams einen schwachen Tag und schlug deutlich mehr vermeidbare Fehler als Kerber. Auch der Aufschlag der 30-Jährigen war ungewohnt schwach, Williams brachte nur 48 Prozent (Kerber 66 Prozent) ihrer ersten Aufschläge ins Feld. Zudem ließ die Amerikanerin alle ihre vier Breakchancen ungenutzt, die Deutsche hingegen verwertete ihre beiden Möglichkeiten souverän.

Durch den ersten Sieg im zweiten Vergleich mit der Weltranglistenvierten Williams zog die Deutsche ins Halbfinale ein. Dort trifft die Fed-Cup-Spielerin auf die Tschechin Petra Kvitova. In der anderen Hälfte des Tableaus erreichte Wildcard-Inhaberin Venus Williams das Halbfinale. Sie trifft auf die Polin Agnieszka Radwanska oder Na Li aus China.

leh/sid/dpa

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früher oder später wird sie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen.
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  • Freitag, 17.08.2012 – 23:34 Uhr
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.





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