Tennisturnier in Cincinnati: Kerber verliert Finale, Federer schlägt Djokovic

Angelique Kerber hat den Turniersieg in Cincinnati verpasst. Im Endspiel gegen Li Na führte die Deutsche schon deutlich, verlor dann aber neun Spiele in Folge. Bei den Männern feierte Roger Federer einen historischen Erfolg gegen Novak Djokovic.

Tennisspielerin Kerber: Endspielpleite in CincinnatiZur Großansicht
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Tennisspielerin Kerber: Endspielpleite in Cincinnati

Hamburg - Angelique Kerber hat den dritten WTA-Titel ihrer Karriere verspielt. Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin verlor das Finale des Turniers in Cincinnati gegen die Chinesin Li Na trotz deutlicher Führung 6:1, 3:6, 1:6. Für die Fed-Cup-Spielerin war es gut eine Woche vor Start der US Open (27. August bis 9. September) im sechsten Duell mit Li Na die fünfte Niederlage.

Dennoch wird sich Kerber in der Weltrangliste um einen Platz auf Rang sechs verbessern. Damit hat die 24-Jährige weiter gute Chance, das Saisonfinale der besten acht Spielerinnen Ende Oktober in Istanbul zu erreichen. Zudem kassierte sie für ihren Endspieleinzug 192.000 Dollar (etwa 161.000 Euro).

Gegen Li Na gelang Kerber ein fast perfekter erster Satz. Direkt im Anschluss durchbrach sie erneut den Aufschlag der Chinesin, kassierte nach insgesamt neun abgewehrten Breakbällen dann aber direkt das 1:1. Danach wurde Li immer stärker und gewann neun Spiele in Folge. Nach 1:39 Stunden verwandelte die an Nummer neun gesetzte Chinesin ihren ersten Matchball. Es ist erst Kerbers zweite Niederlage im 20. Dreisatzmatch der Saison.

Federer feiert fünften Turniersieg in Cincinnati

Im Finale des Männerturniers besiegte der Weltranglistenerste Roger Federer seinen härtesten Verfolger Novak Djokovic 6:0, 7:6 (9:7). "Ich habe eine Menge Fehler gemacht. Im zweiten Satz hatte ich meine Chancen, aber ich habe sie nicht genutzt. Roger hat verdient gewonnen", sagte Djokovic, der im Tiebreak einen Satzball vergeben hatte.

Für den Schweizer war es der fünfte Erfolg in Cincinnati nach 2005, 2007, 2009 und 2010. Zudem zog Federer mit seinem 21. Masters-Titel nicht nur mit dem derzeit verletzten Rekordhalter Rafael Nadal gleich. Im 28. Vergleich mit Djokovic (nun 17 Siege für Federer) gelang ihm als erstem der beiden Spieler auch ein 6:0-Satzerfolg. "Es war eine großartige Woche für mich", sagte Federer, "selbst wenn man so gut spielt wie ich im Moment, erwartet man nicht, solch große Matches zu gewinnen."

leh/dpa

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  • Montag, 20.08.2012 – 00:07 Uhr
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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.





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