Kontakt zu Dopingarzt: Ex-Giro-Sieger Scarponi suspendiert

Bei einer Befragung durch den Anti-Doping-Staatsanwalt des Nationalen Olympischen Komitees hat der italienische Radstar Michele Scarponi Kontakte zum umstrittenen Dopingarzt Michele Ferrari zugegeben. Daraufhin suspendierte ihn sein Team Lampre. Scarponi drohen bis zu drei Monate Haft.

Italienischer Radstar Scarponi: "Habe ihn zweimal getroffen und mich Tests unterzogen"Zur Großansicht
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Italienischer Radstar Scarponi: "Habe ihn zweimal getroffen und mich Tests unterzogen"

Hamburg - Der italienische Radstar Michele Scarponi hat Kontakte zum umstrittenen Dopingarzt Michele Ferrari eingeräumt und ist von seinem Lampre-Team daraufhin suspendiert worden. "Ich habe ihn zweimal getroffen und mich Tests unterzogen", sagte der frühere Sieger des Giro d'Italia bei einer Befragung durch Ettore Torri, den Anti-Doping-Staatsanwalt des Nationalen Olympischen Komitees Coni, in Rom.

"Ich habe freiwillig ausgesagt, um meine Position zu klären", sagte der 33-Jährige. Das Team Lampre, für das auch der deutsche Sprinter Danilo Hondo fährt, reagierte mit der vorläufigen Freistellung: "Wegen Vorfällen in einem Zeitraum, in dem Scarponi nicht bei Lampre war und in Erwartung weiterer Entwicklungen hat der Team-Arzt den Fahrer nach dem Verstoß gegen den internen Team-Kodex gesperrt", teilte Teamsprecher Andrea Appiani der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Scarponi könnten nun bis zu drei Monate Haft drohen. Ferrari war 2004 wegen Sportbetrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. 2006 hatte ihn der italienische Radsportverband mit einer lebenslangen Sperre belegt. Der Verband hatte allen italienischen Radprofis verboten, mit Ferrari zu arbeiten.

Scarponi ist in Sachen Doping vorbelastet. 2007 war er wegen seiner Verwicklung in die sogenannten Operacion Puerto für 18 Monate gesperrt worden. Zudem ermittelt die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Cremona gegen den Rundfahr-Spezialisten.

jar/sid

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insgesamt 4 Beiträge
un-Diplomat 06.11.2012
... keine Verbrecher und keineswegs solche Menschen (Sportler), die man einsperren muss. Sie bezahlen ihre Drogen ohne Kriminalität und gefährden nicht die öffentliche Sicherheit. Armstrong und Ullrich waren/sind [...]
Zitat von sysopBei einer Befragung durch den Anti-Doping-Staatsanwalt des Nationalen Olympischen Komitees hat der italienische Radstar Michele Scarponi Kontakte zum umstrittenen Dopingarzt Michele Ferrari zugegeben. Daraufhin suspendierte ihn sein Team Lampre. Scarponi drohen bis zu drei Monate Haft. Kontakt zu Dopingarzt: Ex-Giro-Sieger Scarponi suspendiert - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/sport/sonst/kontakt-zu-dopingarzt-ex-giro-sieger-scarponi-suspendiert-a-865706.html)
... keine Verbrecher und keineswegs solche Menschen (Sportler), die man einsperren muss. Sie bezahlen ihre Drogen ohne Kriminalität und gefährden nicht die öffentliche Sicherheit. Armstrong und Ullrich waren/sind herausragende Sportler und eine Menge von Nichtsportlern (Funktionäre und Sponsoren) haben sich an ihnen bereichert. Schaut mal in die Visagen der Dopingjäger - widerlich. Und lasst die Fußballer in (latenter) Ruhe - die machen es richtig, sie SIND das Doping für gewisses Volk, egal, wie sie sich fit machen/halten. Dopingärzte sind keine Ärzte sonder Chemiker und können niemanden nicht ein mal von einem Husten befreien und gleich gar nicht manche entrüsteten Forenteilnehmer, die sich ohne (z.Bsp.) Viagra nicht in eine Disco getrauen, von ihren Phobien.
abcabab 07.11.2012
EPO, hGH, Insulin, IGF-1, anabole Steroide, Cortisol-Präparate, autologe Bluttransfusionen... Sie haben Recht, Doper sind exzellente Kunden für Ärzte, Apotheker, big Pharma. In Deutschland ist diese Situation sp gewollt, [...]
EPO, hGH, Insulin, IGF-1, anabole Steroide, Cortisol-Präparate, autologe Bluttransfusionen... Sie haben Recht, Doper sind exzellente Kunden für Ärzte, Apotheker, big Pharma. In Deutschland ist diese Situation sp gewollt, ansonsten wäre Doping längst ein Straftatbestand wie in Frankreich.
l.augenstein 07.11.2012
Trotzdem hat Ihr Vorschreiber recht. Doper einzusperren ist doch der Witz schlechthin. Jeder Kriminelle wird schön langsam sanfter und nachsichtiger behandelt als die Doper, die sich lediglich gegenseitig betrogen und ev. [...]
Zitat von abcababEPO, hGH, Insulin, IGF-1, anabole Steroide, Cortisol-Präparate, autologe Bluttransfusionen... Sie haben Recht, Doper sind exzellente Kunden für Ärzte, Apotheker, big Pharma. In Deutschland ist diese Situation sp gewollt, ansonsten wäre Doping längst ein Straftatbestand wie in Frankreich.
Trotzdem hat Ihr Vorschreiber recht. Doper einzusperren ist doch der Witz schlechthin. Jeder Kriminelle wird schön langsam sanfter und nachsichtiger behandelt als die Doper, die sich lediglich gegenseitig betrogen und ev. ihren Körper geschädigt haben.
TLR9 07.11.2012
Michele Scarponi geht wahrscheinlich nicht ins Gefängnis. Das ist Italien! Sie werden noch nicht mal Silvio Berlusconi einsperren, obwohl er vergleichsweise lebenslänglich verdient hätte. In seinem Alter (76) ist das nicht zu [...]
Michele Scarponi geht wahrscheinlich nicht ins Gefängnis. Das ist Italien! Sie werden noch nicht mal Silvio Berlusconi einsperren, obwohl er vergleichsweise lebenslänglich verdient hätte. In seinem Alter (76) ist das nicht zu wenig verlangt.
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  • Dienstag, 06.11.2012 – 21:04 Uhr
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Kampf gegen Doping
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.

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