Leichtathletik-EM Kugelstoßerin Kleinert gewinnt Gold

Mit 19,18 Metern zu Gold: Im letzten Jahr ihrer Sportlerkarriere hat Kugelstoßerin Nadine Kleinert den Europameistertitel gewonnen. Josephine Terlecki und Christina Schwanitz verpassten nur knapp die Medaillenplätze. Im Speerwurf gewann Christina Obergföll die Silbermedaille.

Kugelstoßerin Kleinert: Mit 19,18 Metern zu EM-Gold
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Kugelstoßerin Kleinert: Mit 19,18 Metern zu EM-Gold


Hamburg - Die 36 Jahre alte Kugelstoßerin Nadine Kleinert ist erstmals Kugelstoß-Europameisterin geworden. Die dreifache Vize-Weltmeisterin gewann in Helsinki mit 19,18 Metern. Silber holte die Russin Irina Tarasowa mit 18,91 Metern, Bronze ging an die Italienerin Chiara Rosa mit 18,47 Metern.

"Darauf musste ich lange warten. Aber vielleicht klappt es acht Jahre nach Athen ja auch in London wieder mit einer Medaille", freute sich Kleinert in Hinblick auf die nahenden Olympischen Spiele in London. Kleinert wird nach dieser Saison ihre Karriere beenden. Vor Freude weinte sie, nachdem sie die Siegesweite im dritten Durchgang gestoßen hatte.

Kleinerts Teamkollegin Josephine Terlecki wurde Vierte (18,33 Meter), Christina Schwanitz Fünfte (18,25). Titelverteidigerin Nadeschda Ostaptschuk (Weißrussland) hatte auf einen Start verzichtet.

Am Abend konnte sich dann noch Christina Obergföll im Speerwurf über die Silbermedaille freuen. Allerdings wäre fast noch mehr drin gewesen: Vira Rebryk aus der Ukraine übertrumpfte aber die bis zum vierten Versuch mit 65,12 Meter führende Obergföll und sicherte sich mit 66,86 Metern Gold. Bronze holte Titelverteidigerin Linda Stahl (63,69). Katharina Molitor landete nach 60,99 Metern auf Platz fünf.

Bei den Männern hat der Russe Juri Borsakowski den Titel über 800 Meter gewonnen. In 1:48,61 Minuten setzte sich der Olympiasieger von 2004 gegen Andreas Bube aus Dänemark (1:48,69 Minuten) und den Franzosen Pierre Ambroise Bosse (1:48,83) durch. Für die deutschen Läufer Sebastian Keiner und Sören Ludolph war bereits im Halbfinale Endstation.

Über 3000 Meter Hindernis ist Titelverteidiger Mahiedine Mekhissi-Benabbad aus Frankreich seiner Favoritenrolle gerecht geworden. In 8:33,23 Minuten gewann er vor Tarik Langat Akdag aus der Türkei, der 8:35,24 Minuten schnell lief. Dritter wurde der Spanier Victor Garcia in 8:35,87 Minuten. Steffen Uliczka erreichte als Zehnter in 8:41,53 Minuten das Ziel.

Neue Europameisterin über 400 Meter Hürden ist die Russin Irina Dawidowa. In der Weltjahresbestleistung von 53,77 Sekunden gewann sie vor Denisa Rosolova aus Tschechien in 54,24 Sekunden. EM-Bronze ging an die Ukrainerin Anna Jaroschtschuk, die in 54,35 Sekunden ins Ziel kam. Tina Kron hatte den Vorlauf nicht überstanden.

luk/dpa/sid

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