Gedopter Ex-Radsportler Armstrong lehnt Kooperation mit Usada ab

Lance Armstrong wird keine weiteren Details über seine Dopingpraktiken preisgeben. Die von der Usada angestrebte Zusammenarbeit lehnte der Amerikaner ab. Er wolle sich nicht "dämonisieren" lassen, teilte sein Anwalt mit.

Ex-Radsportler Armstrong: Keine Aussagen unter Eid
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Ex-Radsportler Armstrong: Keine Aussagen unter Eid


Hamburg - Lance Armstrong macht weiter das, was er am besten kann: vertuschen. Der gedopte Radsportler will nicht mit der US-Anti-Doping-Agentur Usada zusammenarbeiten. Sein Mandant werde nicht wie verlangt unter Eid vor dem Gremium aussagen, um sein ganzes Wissen über Dopingpraktiken im Radsport offenzulegen, teilte Anwalt Tim Herman mit. Die Armstrong von der Usada gesetzte Frist für eine Zusammenarbeit lief am Mittwoch ab.

Armstrong werde nicht an einem Prozess teilnehmen, der nur dazu diene, "ausgewählte Individuen zu dämonisieren", sagte Herman. Die Usada hatte den Amerikaner, der wegen Dopings alle seine sieben Siege bei der Tour de France verloren hatte, aufgefordert, mit ihr zusammenzuarbeiten. Nur dann könnte er auf eine Reduzierung seiner lebenslangen Sperre hoffen.

Die Usada reagierte mit einer Stellungnahme auf Armstrongs Entscheidung: "Wir werden nun unsere Untersuchungen ohne ihn fortsetzen und mit der Wada und anderen internationalen Behörden zusammenarbeiten."

Nach jahrelangem Schweigen hatte der 41-jährige Armstrong im Januar in der Talkshow von Oprah Winfrey eigenes Doping gestanden, aber keine weiteren Details preisgegeben.

leh/dpa



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stadtanzeiger500 20.02.2013
1. Was
hat die Welt denn erwartet. Das er jetzt plaudert bis der Arzt kommt. Auch wenn er wieder unter Eid aussagen würde..... Er hat die ganzen letzten Jahre gelogen und warum soll sich gerade jetzt etwas ändern. Er hat nichts dazu gelernt. Ich hoffe nur, dass die Sperre auf 5x Lebenslänglich erhöht wird.
bengasi2012 21.02.2013
2.
sagt einfach alles über diesen "SPORTSMANN"
ollux 21.02.2013
3. Lance Armstrong
irgendwie kann man ihn sogar verstehen. Was soll bei dem angerichteten Chaos für ihn noch schlimmer kommen oder in diesem Fall ( Mitarbeit Usada) besser werden. deren Anfrage kommt zur Unzeit. Lance hat besseres zu tun, um sich gegen eine Menge Schadenersatzforderungen und möglicher strafrechtlicher Vorwürfe zu wehren.
kabian 21.02.2013
4. Ich verstehe sie nicht
Zitat von olluxirgendwie kann man ihn sogar verstehen. Was soll bei dem angerichteten Chaos für ihn noch schlimmer kommen oder in diesem Fall ( Mitarbeit Usada) besser werden. deren Anfrage kommt zur Unzeit. Lance hat besseres zu tun, um sich gegen eine Menge Schadenersatzforderungen und möglicher strafrechtlicher Vorwürfe zu wehren.
Erst haut er groß auf den Putz und macht ein "Fernsehgeständniss" aus taktischen Gründen und dann will er nicht kooperieren. In solch einem Fall wäre eine Erzwingungshaft angebracht, um weiteren Schaden für andere Menschen abzuwenden. Ich habe selten einen so egozentrischen Menschen gesehen. Ich hoffe das hart gegen ihn vorgegangen wird.
af17555 21.02.2013
5.
Zitat von kabianErst haut er groß auf den Putz und macht ein "Fernsehgeständniss" aus taktischen Gründen und dann will er nicht kooperieren. In solch einem Fall wäre eine Erzwingungshaft angebracht, um weiteren Schaden für andere Menschen abzuwenden. Ich habe selten einen so egozentrischen Menschen gesehen. Ich hoffe das hart gegen ihn vorgegangen wird.
Recht hat er!! Auch in Amiland muss sich niemand selbst belasten, soviel zu Ihrem Spruch von der Erzwingungshaft.
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