US-Urteil Armstrong muss Sponsor Millionen zurückzahlen

Lance Armstrong hat einen Rechtsstreit gegen einen ehemaligen Sponsor verloren. Ein Schiedsgericht verurteilte den Ex-Radsportstar, zehn Millionen Dollar Schadensersatz zu zahlen. Armstrong hatte 2013 langjähriges Doping gestanden.

Armstrong: Niederlage vor Schiedsgericht
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Armstrong: Niederlage vor Schiedsgericht


Hamburg - Lance Armstrong muss an einen früheren Sponsor zehn Millionen Dollar Schadensersatz zahlen. Der 43 Jahre alte US-Amerikaner verlor einen Rechtsstreit gegen das Versicherungsunternehmen SCA Promotions. Ein dreiköpfiges Schiedsgericht in Dallas habe sich in einem Urteil vom 4. Februar mit 2:1 Richterstimmen für SCA ausgesprochen, teilten die Anwälte des Unternehmens am Montag mit.

Armstrong hatte 2006 7,5 Millionen Dollar von SCA für seine sieben Siege bei der Tour de France erhalten. 2013 hatte er nach langem Leugnen umfassendes Doping gestanden und alle Tour-Titel verloren.

Ende April 2014 war er mit seiner Klage gegen die Wiedereröffnung eines Berufungsverfahrens zur möglichen Rückerstattung der Sponsoreneinnahmen gescheitert. Das Berufungsgericht erklärte sich für nicht zuständig.

Einen Monat später hatte auch der Oberste Gerichtshof von Texas einen Einspruch Armstrongs abgewiesen. Der gefallene Radstar hatte juristisch versucht, SCA Promotions daran zu hindern, Bonuszahlungen in Höhe von zwölf Millionen Dollar zurückzufordern. Armstrong verwies darauf, dass er sich bereits mit SCA geeinigt habe und diese Übereinkunft bindend sei. Dieser Einschätzung folgte das Gericht allerdings nicht.

cte/dpa



insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
zauselfritz 17.02.2015
1. Gute Nachricht
Jetzt sollen sich bitte auch die anderen Sponsoren ihr Geld wiederholen. Es ist dabei egal ob die mutmaßlich in Kauf genommen haben, dass er im grossen Stil betrügt - dieser notorische Lügner und Kontrollfreak hat nichts weniger als die Privatinsolvenz verdient!
MarkusH. 17.02.2015
2.
schon traurig, vor allem für dn zweiten Sieger. jahrlang die Siegerehrung verwehrt geblieben? Ausser das war/ist auch so ein Cheater
spon-1280943165745 17.02.2015
3. Recht so!!!
Wer betrügt - und Doping ist Betrug - muss die Beträge die er ergaunert hat zurück zahlen.
rollerfan 17.02.2015
4.
Nike soll mir dann bitte auch Geld zurückerstatten, da ich aufgrund des Armstrong Sponsoring eine ihrer Radhosen kaufte. Der Schaden ist ja nicht bei den Sponsoren entstanden, sondern bei den Konsumenten.
markus_wienken 17.02.2015
5.
Zitat von rollerfanNike soll mir dann bitte auch Geld zurückerstatten, da ich aufgrund des Armstrong Sponsoring eine ihrer Radhosen kaufte. Der Schaden ist ja nicht bei den Sponsoren entstanden, sondern bei den Konsumenten.
Ich vermute mal stark, dass das Verbot des Gebrauchs von Dopingmitteln Vertragsbestandteil zwischen Armstrong und dem Sponsor war. Wenn Sie beim Kauf Ihrer Radhose einen ähnlichen Vertragsbestandteil vorweisen können, so werden Sie vor Gericht sicherlich gute Karten haben.
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