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Leichtathletik-EM: Deutsche Sprintstaffel läuft zu Silber

Sprinter Reus, Jakubczyk, Knipphals, Kosenkow (v.l.): Silber in Zürich Zur Großansicht
REUTERS

Sprinter Reus, Jakubczyk, Knipphals, Kosenkow (v.l.): Silber in Zürich

Nur die Briten waren schneller: Die deutschen Sprinter haben bei der Leichtathletik-EM in Zürich in der Staffel die Silbermedaille gewonnen. Über viermal 400 Meter haben die DLV-Läufer die erhofften Medaillen hingegen verpasst.

Hamburg - Die deutsche Sprintstaffel der Männer hat bei der Leichtathletik-EM in Zürich die Silbermedaille über viermal 100 Meter gewonnen. Julian Reus, Sven Knipphals, Alexander Kosenkow und Lucas Jakubczyk (38,09 Sekunden) kamen hinter den Briten ins Ziel, die in 37,93 Sekunden Gold holten, Bronze ging an Frankreich (38,47). Die DSV-Sprinter blieben nur sieben Hundertstelsekunden über dem zwei Jahre alten deutschen Rekord.

Auch bei den Frauen ging der Titel an Großbritannien. Die Sprinterinnen setzten sich über viermal 100 Meter mit dem Landesrekord von 42,24 Sekunden vor Frankreich (42,45) und Russland (43,22) durch. Die Niederlande um Doppel-Europameister Dafne Schippers schieden nach einem Wechselfehler aus. Für Gastgeber Schweiz war das Rennen bereits nach zehn Metern beendet, nachdem Startläuferin Mujinga Kambundji den Stab verloren hatte. Die deutsche Staffel hatte sich nach einem Wechselfehler bereits im Vorlauf von den Medaillenhoffnungen verabschieden müssen.

Der Italiener Daniele Meucci ist erstmals Europameister im Marathon. Der 28-Jährige gewann bei den Leichtathletik-Titelkämpfen in Zürich über die 42,195 Kilometer lange Strecke in 2:11:08 Stunden. André Pollmächer kam als einziger deutscher Starter in 2:14:41 auf Rang acht ins Ziel. Silber ging an Yared Shegumo aus Polen (2:12:00), Bronze an den Russen Alexej Reunkow (2:12:15).

"Ich hab gekämpft wie ein Schwein und bin irgendwie durchgekommen. Ich bin so happy, das ist unglaublich", sagte Pollmächer: "Diese Härte und diesen Kampf habe ich trainiert, und ich bin so froh, dass sich das ausgezahlt hat. Rio ist jetzt das große Ziel."

Die deutsche Frauen-Staffel hat die Medaillenränge über viermal 400 Meter verpasst. Esther Cremer, Christiane Klopsch, Lena Schmidt und Ruth Spelmeyer liefen in 3:27,69 Minuten auf Platz sechs. Den Titel sicherte Frankreich mit einem Vorsprung von fünf Hundertstelsekunden vor den Titelverteidigerinnen aus der Ukraine und Großbritannien.

Auch die deutschen Männer haben bei der viermal 400-Meterstaffel die erhoffte Medaille verpasst. Kamghe Gaba, Miguel Rigau, Jonas Plass und Thomas Schneider rannten in 3:01,70 Minuten nur auf Rang sechs. EM-Gold sicherte sich die Staffel Großbritanniens in 2:58,79 Minuten, Silber holte Russland in 2:59,38 vor Polen (2:59,85).

Der Brite Mo Farah hat bereits seinen zweiten Titel bei dieser EM gewonnen. Der Doppel-Olympiasieger setzte sich vier Tage nach seinem 10.000-Meter-Sieg auch über 5000 Meter durch. Damit holte Farah das dritte Gold in Serie auf dieser Distanz. Der deutsche Meister Richard Ringer landete als Vierter einen Achtungserfolg und ließ sogar Arne Gabius hinter sich, der vor zwei Jahren noch Zweiter gewonnen war. Silber holte Hayle Ibrahimow aus Aserbaidschan vor dem Briten Andy Vernon.

Der frühere Weitsprung-Europameister Christian Reif hat die angestrebte Medaille hingegen klar verpasst. Der 29-Jährige kam mit schwachen 7,95 Meter nur auf den achten Platz. Titelverteidiger Sebastian Bayer war bereits in der Qualifikation gescheitert. Gold holte sich britische Olympiasieger Greg Rutherford mit 8,29 Meter vor dem Griechen Louis Tsatoumas (8,15) und Kafétien Gomis aus Frankreich (8,13).

Die deutsche Hochsprung-Meisterin Marie-Laurence Jungfleisch ist in Zürich überraschend EM-Fünfte geworden. Die 23-Jährige übersprang erstmals 1,97 Meter und steigerte damit ihre persönliche Bestleistung um zwei Zentimeter. Die Spanierin Ruth Beitia egalisierte die Jahres-Weltbestleistung und verteidigte mit 2,01 Meter ihren Titel erfolgreich vor der russischen Hallen-Weltmeisterin Marija Kutschina (1,99) und der höhengleiche Ana Simic aus Kroatien.

Thomas Röhler und Andreas Hofmann haben die angepeilten Medaillen im Speerwurf klar verfehlt. Der deutsche Meister Röhler erlebte ein kleines Debakel und kam nicht über 70,31 Meter und Platz zwölf hinaus. Hofmann wurde mit 77,42 Meter immerhin Neunter. Gold sicherte sich der Finne Antti Ruuskanen mit 88,01 Meter vor Weltmeister und Titelverteidiger Viteszlav Vesely aus Tschechien (84,79) sowie seinem finnischen Landsmann und Ex-Weltmeister Tero Pitkämäki (84,40).

Leichtathletik-EM 2014: Der Medaillenspiegel
Platz Team Gold Silber Bronze
1 Großbritannien 12 5 6
2 Frankreich 9 8 6
3 Deutschland 4 1 3
4 Russland 3 6 13
5 Niederlande 3 2 1
6 Polen 2 5 5
7 Ukraine 2 5 1
8 Spanien 2 1 3
9 Italien 2 1 0
10 Weißrussland 2 0 0

tpr/dpa/sid

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1. Die
Checkker 17.08.2014
Deutschen einmal mehr voll im Soll. Plätze unter ferner liefen. Schade, dass der Kugelstosserin niemand Bescheid gesagt hat. Wie kann sie nur gewinnen? Unfassbar. Das bringt die ganze Planung durcheinander. Aber die Goldmedaille geht an die Reporter- Würstchen von ARD und ZDF. Wie sie envervierend wieder und immer wieder versucht haben, diese grottenschlechten Leistungen als Erfolg zu verkaufen, dass hatte schon was heroisches. Übertragt demnächst lieber Hallen- Halma. Da kommt mehr bei raus.
2.
insomnium 17.08.2014
Ich glaube, die bisherigen Leistungen des Tages sind voll im Rahmen des Erwartbaren. Man muss halt auch mal realistisch bleiben und kann nicht mehr verlangen als möglich ist. Außerdem: Neben Kugelstoßen jetzt eben auch noch Gold über 3.000 m Hürden und die deutsche Hochspringerin mit neuer persönlicher Bestleistung (auch wenns für eine Medaille wohl nicht reichen wird, empfinde ich es als schönen Erfolg, wenn eine Athletin bei so einem Wettkampf ihre bestmögliche Leistung zeigen kann).
3.
insomnium 17.08.2014
(natürlich meinte ich 3.000 m Hindernis, nicht Hürden)
4. Ddr
hei-nun 17.08.2014
Die Ergebnisse waren im Rahmen des Erwartbaren. Was immer wieder auffällt: Manche Weltrekorde (meistens DDR) liegen weit jenseits aktueller Welt-Möglichkeiten: - 200 Meter (Marita Koch) (0,3 Sekunden) - 400 Meter (Marita Koch) (2 Sekunden) !! - Diskuswerfen der Männer (Schult) (3-4 Meter) - Kugelstoßen Frauen St.... (?) (3-4 Meter) - Diskuswerfen Frauen ... (3-4 Meter) - Weitsprung Frauen ... (20-30 cm) - Siebenkampf Frauen (Joyner) (400 - 500 Punkte) - 100 Frauen (Florence Griffith-Joyner) (0,8 Sekunden !) - usw. ... Aber alles korrekt ! Oder ???
5.
SpOn-Leser354 17.08.2014
Zitat von CheckkerDeutschen einmal mehr voll im Soll. Plätze unter ferner liefen. Schade, dass der Kugelstosserin niemand Bescheid gesagt hat. Wie kann sie nur gewinnen? Unfassbar. Das bringt die ganze Planung durcheinander. Aber die Goldmedaille geht an die Reporter- Würstchen von ARD und ZDF. Wie sie envervierend wieder und immer wieder versucht haben, diese grottenschlechten Leistungen als Erfolg zu verkaufen, dass hatte schon was heroisches. Übertragt demnächst lieber Hallen- Halma. Da kommt mehr bei raus.
@Checkker: Schön, dass Sie eine so große Affinität zum Hallen-Halma haben. Aber offenbar scheint Sie die Leichtathletik doch so stark zu beschäftigen, dass Sie als erster hier mal wieder über die Leistungen der deutschen Athleten ätzen müssen. Was erwarten Sie denn? Gold, Silber, Bronze für Deutschland in jeder Disziplin? Die deutschen Athleten waren bei dieser EM in fast allen Finals vertreten, was in der Breite für die Qualität spricht. Dass leider des häufigeren das berühmte Quäntchen Glück zur Medallie gefehlt hat ist tragisch, schmälert aber nicht die Leistung der Sportler.
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Leichtathletik-EM: Die deutschen Medaillenhoffnungen

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Spektakuläre Sportler-Disqualifikationen: Verrannt, verhauen, verschwommen
Das deutsche EM-Team
Männer:

Laufdisziplinen: Julian Reus, Lucas Jakubczyk, Sven Knipphals (100 Meter); Robin Erewa, Aleixo Platini Menga, Julian Reus (200 Meter); Kamghe Gaba (400 Meter); Dennis Krüger (800 Meter); Timo Benitz, Homiyu Tesfaye, Florian Orth (800 Meter); Arne Gabius, Richard Ringer (1500 Meter); Arne Gabius (10.000 Meter); Matthias Bühler, Gregor Traber, Erik Balnuweit (110 Meter Hürden); Felix Franz, Varg Königsmark (400 Meter Hürden); Steffen Uliczka, Martin Grau (3000 Meter Hindernis); Julian Reus, Lucas Jakubczyk, Sven Knipphals, Alexander Kosenkow, Christian Blum, Patrick Domogala (4x100 Meter); Kamghe Gaba, Thomas Schneider, Miguel Rigau, David Gollnow, Jonas Plass (4x400 Meter); André Pollmächer (Marathon); Christopher Linke, Hagen Pohle, Nils-Christopher Gloger (20 Kilometer Gehen); Carl Dohmann (50 Kilometer Gehen)

Weitsprung: Christian Reif, Sebastian Bayer, Julian Howard

Stabhochsprung: Tobias Scherbarth, Karsten Dilla

Kugelstoß: David Storl

Diskuswurf: Robert Harting, Martin Wierig, Daniel Jasinski

Speerwurf: Thomas Röhler, Andreas Hofmann

Zehnkampf: Kai Kazmirek, Rico Freimuth, Arthur Abele
Frauen

Laufdisziplinen: Verena Sailer, Tatjana Pinto, Rebekka Haase (100 Meter); Esther Cremer (400 Meter); Diana Sujew (1500 Meter); Maren Kock (5000 Meter); Sabrina Mockenhaupt (10.000 Meter); Nadine Hildebrand, Cindy Roleder, Fransziska Hofmann (100 Meter Hürden); Christiane Klopsch (400 Meter Hürden); Antje Möldner-Schmidt, Gesa Felicitas Krause, Jana Sussmann (3000 Meter Hindernis); Verena Sailer, Tatjana Pinto, Nadine Gonska, Inna Weit (4x100 Meter); Esther Cremer, Ruth Sophia Spelmeyer, Lena Schmidt, Lara Hoffmann, Janin Lindenberg (4x400 Meter); Sabrina Mockenhaupt, Katharina Heinig, Mona Stockhecke (Marathon)

Hochsprung: Marie-Laurence Jungfleisch

Weitsprunng: Malaika Mihambo, Sosthene Moguenara, Melanie Bauschke

Dreisprung: Kristin Gierisch, Katja Demut, Jenny Elbe

Stabhochsprung: Lisa Ryzih, Carolin Hingst, Katharina Bauer

Kugelstoß: Christina Schwanitz, Lena Urbaniak

Hammerwurf: Betty Heidler, Kathrin Klaas, Carolin Paesler

Diskuswurf: Shanice Craft, Julia Fischer, Anna Rüh

Speerwurf: Linda Stahl, Katharina Molitor, Christin Hussong

Siebenkampf: Lilli Schwarzkopf, Claudia Rath, Carolin Schäfer


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