Leichtathlet Herms Tod durch entzündeten Herzmuskel

Ermittlungen abgeschlossen: Laut Obduktionsergebnis ist der 800-Meter-Läufer René Herms an einer Herzmuskelentzündung gestorben. Der Tod des Athleten hatte zuvor für einige Rätsel gesorgt. Ein Virus soll die Erkrankung ausgelöst haben.


Hamburg - Der deutsche Mittelstreckenläufer und frühere Meister über 800 Meter, René Herms, ist an den Folgen einer durch Viren verursachten Herzmuskelentzündung gestorben. Das ergab die Obduktion des Sportlers. Die Staatsanwaltschaft Dresden teilte das Ergebnis der Untersuchung am Freitag mit.

Läufer Herms (bei Olympia 2004): Plötzliches Herzversagen
DDP

Läufer Herms (bei Olympia 2004): Plötzliches Herzversagen

"Infolge dieser Entzündung ist es zu einem plötzlichen Herzversagen gekommen", hieß es in einer Mitteilung. Damit würden die Ermittlungen in diesem Fall abgeschlossen.

Herms' frühere Managerin Kerstin Pohlers berichtete am Freitag, der Läufer sei wegen der "beidseitigen, virusbedingten Herzmuskelentzündung" den "Sekundentod" gestorben. Das habe die Staatsanwaltschaft Herms' Witwe Steffi mitgeteilt.

Hinweise auf Doping habe es nicht gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Christian Avenarius am Freitag. "René Herms ist eines natürlichen Todes gestorben", hieß es in der knappen Pressemitteilung.

Die Rechtsmediziner hätten Herms' Witwe laut Pohlers erklärt, dass die Herzmuskelentzündung durch eine Herpes-Infektion ausgelöst worden sei, die aber schon länger zurückgelegen habe. Ursache dafür könnten die Röteln oder eine Gürtelrose gewesen sein.

Der 26-jährige Herms, der auch an Olympischen Spielen teilnahm und zuletzt für die LG Braunschweig startete, war am 10. Januar in seiner Wohnung in Lohmen bei Pirna tot aufgefunden worden. Er litt zuvor an einem grippalen Infekt und hatte deshalb eine Trainingspause eingelegt.

Die Beerdigung soll am Montag stattfinden.

all/dpa/sid



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