Speerwerfen Hussong wirft EM-Rekord - und gewinnt Gold

Nach dem Erfolg der deutschen Männer im Speerwerfen hat Christin Hussong nachgelegt: Die 24-Jährige triumphierte in Berlin mit einer Rekordweite. Vor ihr jubelte bereits Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch.

Christin Hussong
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Christin Hussong


Speerwerferin Christin Hussong hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin die dritte deutsche Goldmedaille gewonnen. Die 24-Jährige siegte mit dem EM-Rekord von 67,90 Metern. Es war der achte EM-Titel für eine deutsche Speerwerferin.

Mit ihrer persönlichen Bestleistung von 67,90 Metern im ersten Versuch verwies sie Nikola Ogrodnikova aus Tschechien (61,85 Meter) und die Lettin Liveta Jasiunaite (61,59) auf die Plätze zwei und drei. Für die deutschen Leichtathleten hatten zuvor Speerwerfer Thomas Röhler und Zehnkämpfer Arthur Abele Gold gewonnen.

"Ich wusste, wenn ich super drauf bin, kann ich um eine Medaille mitwerfen. Aber dass es Gold wird, kann ich kaum glauben. Gestern hab ich schon Lust bekommen, auch auf dem Treppchen zu stehen. Dass ich es mache wie Thomas, ist umso schöner", sagte Hussong in der ARD.

Hussong, die mit 67,29 Metern bereits die beste Weite in der Qualifikation abgeliefert hatte, setzte damit die Erfolgsserie deutscher Speerwerferinnen bei Europameisterschaften fort. Zuletzt stand 1969 keine deutsche Athletin auf dem Podest. Vor zwei Jahren hatte Linda Stahl Silber gewonnen, 2010 in Barcelona holte Stahl auch den bisher letzten deutschen EM-Titel.

Marie-Laurence Jungfleisch
CHRISTIAN BRUNA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Marie-Laurence Jungfleisch

Jungfleisch gewinnt EM-Bronze im Hochspringen

Die Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch hatte wenige Minuten zuvor Bronze gewonnen. Die 27-Jährige musste sich im Olympiastadion mit 1,96 Metern nur der als neutrale Athletin startenden Weltmeisterin Marija Lassizkene sowie der zweitplatzierten Bulgarin Mirela Demirewa geschlagen geben, die jeweils 2,00 Meter übersprangen. Für Jungfleisch war es die erste wichtige internationale Medaille.

"Ich bin unheimlich glücklich, endlich mal eine Medaille zu gewinnen, vor allem in Berlin, das ist ein Traum", sagte Jungfleisch in der ARD. Bei den Europameisterschaften in Zürich (2014) und Amsterdam (2016) war sie jeweils noch auf Platz fünf gelandet; bei der WM 2017 in London fehlten ihr als Vierte vier Zentimeter zu Bronze.

jan/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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dynamoraul 10.08.2018
1. unglaublich
die kommentatoren der ard.zopf links rechts oder geflochten und die hose gerichtet.aber das der zweit beste wurf im speer der deutschen immer noch zu gold gereicht hat keiner erweahnt.im drei oder hochsprung noch schlimmer keine ahnung wie so ein wettkampf ablaeuft oder wer ueberhaupt noch dabei ist unterirdisch.ich absolut fuer die oeff.rechttl.aber so macht man sich noch angreifbarer.und die trolls feiern ueber so viel inkompetenz.
hgg66 10.08.2018
2. tolle Leistung
dafür herzlichen Glückwunsch! Aber es ist kein Europarekord, sondern der weiteste Wurf bei einer Europameisterschaft.
tschischdig 10.08.2018
3. Korrektur
Bei der Weite von Christine Hussong handelt es sich nicht um einen Europarekord, sondern "nur" um den Rekord von Europameisterschaften (Championship-Record). So viel Genauigkeit muß sein. Es ändert aber nichts an der herausragenden Leistung von Christine Hussong.
zaunreiter35 11.08.2018
4. Oh Deutschland,
ein einig Land von Werfern und Springern! Meinen Glückwunsch an die Frauen Hussong, Gierisch und Jungfleisch.
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