Leichtathletik in Berlin Sprintstaffel rennt zu Bronze, Sechs-Meter-Show im Stabhochsprung

Großer Abschlusstag der Leichtathletik-EM: Die deutsche Sprintstaffel der Frauen gewann Bronze. Die Männerstaffel hatte dagegen Verletzungspech. Der Stabhochsprungwettbewerb begeisterte das Publikum.

Gina Lückenkemper und Lisa-Marie Kwayie
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Gina Lückenkemper und Lisa-Marie Kwayie


Gina Lückenkemper hat Wort gehalten. Nach Silber im Einzel über 100 Meter hat die 21-Jährige mit der deutschen 4x100-m-Staffel der Frauen Bronze und damit wie angekündigt ihre zweite Medaille gewonnen. Am Abschlusstag der Leichtathletik-EM in Berlin musste sich das DLV-Quartett mit Lückenkemper, Lisa-Marie Kwayie, Tatjana Pinto und Rebekka Haase in 42,23 Sekunden nur Großbritannien (41,88/Jahresweltbestzeit) und den Niederlanden (42,15) geschlagen geben.

Nach einem spektakulären Sturz beim letzten Wechsel war zuvor die deutsche Männerstaffel über 4 x 100 Meter im Halbfinale ausgeschieden. Schlussläufer Lucas Jakubczyk strauchelte nach der Stabübergabe und stürzte auf die Bahn. Auch Staffelkollege Julian Reus, der auf Position drei lief, kam zu Fall. Beide mussten behandelt werden. Reus konnte mit Hilfe von Sanitätern den Innenraum auf eigenen Füßen verlassen, Jakubczyk blieb lange liegen, bevor er ins Publikum winkend davonhumpelte.

Der erst 18 Jahre alte Schwede Armand Duplantis ist neuer Europameister im Stabhochsprung. Der Teenager gewann in einem hochklassigen Wettkampf mit U20-Weltrekord von 6,05 m Gold. Silber ging an Timur Morgunow. Der Athlet aus Russland übersprang 6,00 m. Weltrekordler Renaud Lavillenie aus Frankreich holte mit 5,95 Bronze.

Hammerwerferin Kathrin Klaas hat sich mit einem achtbaren Ergebnis von der großen internationalen Bühne verabschiedet. Die 34-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt erreichte mit einer persönlichen Saisonbestleistung von 71,50 Metern den siebten Rang. Die Polin Anita Wlodarczyk sicherte sich mit einem EM-Rekord von 78,94 Metern ihren vierten Europemeistertitel in Serie. Die Französin Alexandra Tavernier holte mit 74,78 Metern Silber. Der dritte Platz ging an Joanna Fiodorow aus Polen, die 74,00 Meter warf.

aha/dpa/sid



insgesamt 4 Beiträge
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widower+2 12.08.2018
1. Und
wer jetzt noch behauptet (wie kürzlich hier zu lesen), dass die Leichtathletik langweilig wäre, hat Sport nie geliebt oder nur passiv an der Playstation erlebt.
multi_io 13.08.2018
2. Duplantis
Mondo Duplantis kannte ich bisher hauptsächlich von diesem bemerkenswerten Homevideo: https://www.youtube.com/watch?v=Gmm9lY6KqJ0 Ein Youtube-Star wird Europameister und Jugendweltrekordler :)
elisenstein 13.08.2018
3. 4 × 100 m Staffel der Frauen
zur Kritik am ZDF von wegen: flotter Vierer. Man muss nicht ständig seiner Fantasie freien Lauf lassen. Schlecht ist nur, wer schlecht denkt. Einfach mal so entgegennehmen, wie es gesagt bzw. geschrieben wurde. Und nicht nach dem Motto: Mami der hat ein schmutziges Lied gepfiffen. wenn man lange genug sucht, findet man immer etwas zu mäkeln. Die Mädels waren super.
kodu 13.08.2018
4. Ich habe mich allgemein sehr...
... darüber gefreut, daß sich die TV-Kommentatoren (meist) erfolgreich bemühten, ALLE Leistungen unserer Sportler, also auch die, die nicht zu Medaillen führten, angemessen zu würdigen. Auch haben sie es meistens vermieden, die früher typische Erwartungshaltung zu kultivieren, die dann konsequent in Enttäuschungen mündete. (I.d.Z.: Sogar Claus Luven hat offensichtlich gewisse journalistische Fähigkeiten) Alle, die sich den Strapazen eines Traininings im Hochleistungssport unterziehen gebührt Anerkennung. Ganz besonders gefreut, habe ich mich allerdings über die unbändige ehrliche Freude, die die Neuköllnerin Lisa-Marie Kwayie angesichts der lautstarken Unterstützung im heimischen Olympiastadion zeigte...So soll es sein.
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