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Goldjubel "Oben ohne": Halbnackter Hindernisläufer verliert EM-Titel

Disqualifizierter Hindernisläufer Mekhissi-Benabbad: Strip auf der Zielgeraden Fotos
AFP

Hindernisläufer Mahiedine Mekhissi-Benabbad riss sich bei der EM auf dem Weg zu Gold das Trikot vom Leib - und wurde später disqualifiziert. Auch die Konkurrenz kritisiert den Jubel des Franzosen.

Hamburg - "Ich war glücklich, meinen Titel verteidigt zu haben", sagte Mahiedine Mekhissi-Benabbad. Zudem durfte sich der 29 Jahre alte Hindernisläufer über EM-Gold über 3000 Meter Hindernis freuen. Doch diese Freude sollte schnell Enttäuschung weichen und Ärger. Ärger über sich selbst.

Denn Mekhissi-Benabbad wurde am Donnerstagabend in Zürich bei der EM nachträglich disqualifiziert, weil er sich bereits auf der Zielgeraden das Trikot vom Leib gerissen hatte und mit nacktem Oberkörper jubelnd ins Ziel gelaufen war.

Die Kampfrichter hatten es zunächst bei einer Verwarnung belassen. Später wurde diese jedoch in eine Disqualifikation umgewandelt. Der französische Verband legte gegen die Entscheidung Einspruch ein, doch dieser wurde abgelehnt.

"Als ich mein Trikot ausgezogen habe, war das natürlich vor Freude darüber, dass ich gewonnen habe", hatte Mekhissi-Benabbad im Anschluss an das Rennen und vor seiner Disqualifikation gesagt.

Der zweimalige Olympia-Zweite Mekhissi-Benabbad hatte sich ursprünglich in 8:25,30 Minuten vor seinem Landsmann Yann Kowal (8:26,66 Minuten) und dem Polen Krystian Zalewski (8:27,11) durchgesetzt und vermeintlich seinen dritten EM-Titel in Serie geholt. Im Gefühl des sicheren Sieges entledigte er sich 50 Meter vor dem Ziel dann seines Trikots.

Eine Geste, die auch bei der Konkurrenz nicht eben gut ankam. "Dass er hier vor dem Ziel sein Trikot auszieht, finde ich ein bisschen albern. Er hat sich ja schon in der Vergangenheit nach Siegen nicht glorreich verhalten. Jeder kann feiern, aber Gesten, die die Gegner verhöhnen, finde ich nicht gut", sagte Steffen Uliczka der Seite leichtathletik.de. Der deutsche Meister landete am Ende in 8:32,99 Minuten auf Platz sieben.

Neuer Dritter ist der Spanier Angel Mullera, dessen Verband auch Protest eingelegt hatte. "Ich möchte Gerechtigkeit für sein Verhalten", hatte Mullera den Einspruch begründet.

luk/sid

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insgesamt 252 Beiträge
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1. Kampfrichter sind hier die wahren Amateure
stranzjoseffrauss 15.08.2014
Ein grosser Sportler wurde hier um seine Medaille betrogen. Ein weiteres Beispiel des lachhaften Verhalten der Offiziellen, denn so wurden die deutsche Weitspringerin und der deutsche Zehnkämpfer am Mittwoch Opfer von Fehlmessungen.
2.
thomas.b 15.08.2014
Ich verstehe das Problem nicht. Oder soll nur das Ergebnis gefälliger ausfallen?
3. Überschrift
majorfabs 15.08.2014
"Halbnackter Hindernisläufer verliert EM-Titel" Eine ein wenig respektvollere Überschrift hätte lauten können: "Mahiedine Mekhissi-Benabbad verliert EM-Titel" So ganz unbekannt ist der Mann nämlich nicht. Möglicherweise ja in ihrer Sportredaktion...
4.
Sundown 15.08.2014
---Zitat--- Neuer Dritter ist der Spanier Ángel Mullera, dessen Verband auch Protest eingelegt hatte. "Ich möchte Gerechtigkeit für sein Verhalten", hatte Mullera den Einspruch begründet. ---Zitatende--- LOL Das heißt eher: "Wir haben eine Möglichkeit gesehen, hier abseits der sportlichen Leistung einen Podiumsplatz zu bekommen". Ich kenne die Regeln nicht - mag sein, dass die Sanktion regelkonform ist. Und mag auch sein, dass das Ausziehen des Trikots albern, vielleicht sogar despektierlich ist. Aber den sportlichen Sieger zu disqualifizieren, weil er sich nicht an die Etikette gehalten hat - ich weiß nicht, ob da die Prioritäten richtig liegen.
5. völlig korrekte Entscheidung
philopapos, 15.08.2014
Die Regeln schreiben vor, dass die Startnummer des Sportlers "jederzeit" sichtbar zu sein hat. Ohne Trikot keine Ziffern! Regeln einzuhalten fällt nicht jedem leicht, zumal, wenn man sie für Unsinn hält (was sie nicht ist). Ich vermute aber, dass Mekhissi-Benabbad besonders im Fokus stand, immerhin ist er ein bekannter Prügler im Stadion und schubst bei Misserfolgen gerne kleine Mädchen um. Ein "sauberer" Sportsmann. Insofern ist die Disqualifikation keine "Farce", wie uns SPON weismachen will.
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Leichtathletik-EM: Die deutschen Medaillenhoffnungen

Das deutsche EM-Team
Männer:

Laufdisziplinen: Julian Reus, Lucas Jakubczyk, Sven Knipphals (100 Meter); Robin Erewa, Aleixo Platini Menga, Julian Reus (200 Meter); Kamghe Gaba (400 Meter); Dennis Krüger (800 Meter); Timo Benitz, Homiyu Tesfaye, Florian Orth (800 Meter); Arne Gabius, Richard Ringer (1500 Meter); Arne Gabius (10.000 Meter); Matthias Bühler, Gregor Traber, Erik Balnuweit (110 Meter Hürden); Felix Franz, Varg Königsmark (400 Meter Hürden); Steffen Uliczka, Martin Grau (3000 Meter Hindernis); Julian Reus, Lucas Jakubczyk, Sven Knipphals, Alexander Kosenkow, Christian Blum, Patrick Domogala (4x100 Meter); Kamghe Gaba, Thomas Schneider, Miguel Rigau, David Gollnow, Jonas Plass (4x400 Meter); André Pollmächer (Marathon); Christopher Linke, Hagen Pohle, Nils-Christopher Gloger (20 Kilometer Gehen); Carl Dohmann (50 Kilometer Gehen)

Weitsprung: Christian Reif, Sebastian Bayer, Julian Howard

Stabhochsprung: Tobias Scherbarth, Karsten Dilla

Kugelstoß: David Storl

Diskuswurf: Robert Harting, Martin Wierig, Daniel Jasinski

Speerwurf: Thomas Röhler, Andreas Hofmann

Zehnkampf: Kai Kazmirek, Rico Freimuth, Arthur Abele
Frauen

Laufdisziplinen: Verena Sailer, Tatjana Pinto, Rebekka Haase (100 Meter); Esther Cremer (400 Meter); Diana Sujew (1500 Meter); Maren Kock (5000 Meter); Sabrina Mockenhaupt (10.000 Meter); Nadine Hildebrand, Cindy Roleder, Fransziska Hofmann (100 Meter Hürden); Christiane Klopsch (400 Meter Hürden); Antje Möldner-Schmidt, Gesa Felicitas Krause, Jana Sussmann (3000 Meter Hindernis); Verena Sailer, Tatjana Pinto, Nadine Gonska, Inna Weit (4x100 Meter); Esther Cremer, Ruth Sophia Spelmeyer, Lena Schmidt, Lara Hoffmann, Janin Lindenberg (4x400 Meter); Sabrina Mockenhaupt, Katharina Heinig, Mona Stockhecke (Marathon)

Hochsprung: Marie-Laurence Jungfleisch

Weitsprunng: Malaika Mihambo, Sosthene Moguenara, Melanie Bauschke

Dreisprung: Kristin Gierisch, Katja Demut, Jenny Elbe

Stabhochsprung: Lisa Ryzih, Carolin Hingst, Katharina Bauer

Kugelstoß: Christina Schwanitz, Lena Urbaniak

Hammerwurf: Betty Heidler, Kathrin Klaas, Carolin Paesler

Diskuswurf: Shanice Craft, Julia Fischer, Anna Rüh

Speerwurf: Linda Stahl, Katharina Molitor, Christin Hussong

Siebenkampf: Lilli Schwarzkopf, Claudia Rath, Carolin Schäfer

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