Leichtathletik-EM in Zürich Hürdenläuferin Roleder holt Bronze

Cindy Roleder hat für die nächste deutsche Medaille bei der Leichtathletik-EM in Zürich gesorgt. Die Hürdenläuferin holte Bronze. Sprinterin Verena Sailer verpasste das 100-Meter-Finale, Chaotisch verlief der Weitsprung-Wettkampf für Melanie Bauschke.

Bronze-Gewinnerin Roleder: 12,82 Sekunden
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Bronze-Gewinnerin Roleder: 12,82 Sekunden


Hamburg - Die Deutsche Cindy Roleder hat bei der Leichtathletik-EM in Zürich überraschend Bronze über 100 Meter Hürden gewonnen. Gold ging an Tiffany Porter aus Großbritannien in 12,76 Sekunden, Silber an die Französin Cindy Billaud in 12,79. Roleder benötigte 12,82 Sekunden. Die deutsche Meisterin Nadine Hildebrand wurde in 13,01 Sekunden nur Sechste.

Der britische Doppel-Olympiasieger Mo Farah gewann zum zweiten Mal nach 2010 den EM-Titel über 10.000 Meter. In 28:08,11 Minuten setzte sich der 31-Jährige im Letzigrund-Stadion gegen seinen Landsmann Andy Vernon durch, der nach 28:08,66 Minuten ins Ziel kam. Dritter wurde der Türke Ali Kaya in 28:08,72 Minuten.

Lucas Jakubczyk hat eine Medaille über 100 Meter verpasst. Der Sprinter wurde im Finale in 10,25 Sekunden Fünfter. Neuer Europameister ist der Brite James Dasaolu in 10,06 Sekunden. Titelverteidiger Christophe Lemaitre aus Frankreich musste sich in 10,13 Sekunden mit Platz zwei zufriedengeben. Dritter wurde Harry Aikines-Aryeetey aus Großbritannien in 10,22 Sekunden. Der deutsche 100-Meter-Rekordhalter Julian Reus und der Wolfsburger Sven Knipphals waren im Halbfinale ausgeschieden.

Europameisterin über 100 Meter bei den Frauen ist Dafne Schippers aus den Niederlanden. Die 22-Jährige setzte sich in 11,12 Sekunden durch. Zweite wurde Myriam Soumaré aus Frankreich in 11,16 Sekunden, Dritte die Britin Ashleigh Nelson (11,22 Sekunden). Die deutsche Sprinterin Verena Sailer, Europameisterin von 2010, hatte nur um vier Tausendstelsekunden das Finale verpasst

Die deutsche Dreisprung-Meisterin Kristin Gierisch und die DM-Zweite Jenny Elbe haben das Finale erreicht. Gierisch blieb zwar mit 13,91 Metern ebenso unter den für die Endkampf-Qualifikation geforderten 14,20 Metern wie Elbe (13,83 Meter), als Fünfte bzw. Siebte gehörten sie aber zu den besten Zwölf, die am Samstag (16.40 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) um die Medaillen springen dürfen.

Der deutsche 400-Meter-Meister Kamghe Gaba hat ebenfalls den Endlauf erreicht. Der 30-Jährige wurde im ersten Halbfinale in 46,01 Sekunden Zweiter hinter dem Briten Conrad Williams (45,85). Gaba ist der einzige deutsche Starter über die Stadionrunde. Die Medaillen werden am Freitag vergeben.

Die deutsche 400-Meter-Meisterin Esther Cremer hat den Sprung in den Endlauf hingegen klar verpasst. Die 26-Jährige kam in 52,83 Sekunden nur auf Platz sechs ihres Halbfinals und blieb dabei deutlich über ihrer Vorlaufzeit (51,98 Sekunden). Halbfinalschnellste war die Ukrainerin Olga Semljak in 51,24 Sekunden.

Mit persönlichen Bestzeiten sind die Deutschen Varg Königsmark und Felix Franz ins Finale über 400 Meter Hürden gerannt. Königsmark benötigte im ersten Halbfinal-Lauf 49,12 Sekunden und musste sich nur dem Russen Denis Kudrjawtsew (49,09) knapp geschlagen geben. Der deutsche Meister Franz überzeugte im dritten und schnellsten aller Rennen als Dritter in 48,96 Sekunden. Das Finale ist am Freitag.

Hammwerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler aus Frankfurt hat sich locker für das Finale am Freitag (20.40 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) qualifiziert. Die 30-Jährige übertraf bereits im ersten Versuch mit 70,49 Metern die geforderte Qualifikationsweite (69,50) deutlich. Allerdings musste Heidler ihren Wurf wiederholen, nachdem es im ersten Anlauf Probleme mit der Weitenmessung gegeben hatte.

Zehnkämpfer Kai Kazmirek hat eine ersehnte Medaille klar verpasst. Der 23-Jährige landete mit 8458 Punkten nur auf dem sechsten Platz. Arthur Abele feierte als Fünfter (8477) ein starkes Comeback. Rico Freimuth - zur Halbzeit nur Achter - wurde mit 8308 Punkten Siebter. Erstmals Europameister wurde der Weißrusse Andrej Krautschanka mit der Jahresweltbestleistung von 8616 Zählern. Silber erkämpfte der Franzose Kevin Mayer (8521) vor dem Russen Ilja Schkurenjow (8498).

Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo hat die Bronzemedaille denkbar knapp verpasst. Die 20-Jährige wurde mit 6,65 Metern Vierte. Bronze sicherte sich die Russin Darja Klischina mit der gleichen Weite nur dank des besseren zweitbesten Sprungs. Die Französin Eloyse Lesueur verteidigte ihren EM-Titel mit der Siegweite von 6,85 Metern. Silber gewann Ivana Spanovic aus Serbien (6,81).

Chaotisch verlief es bei Melanie Bauschke: Der erste Sprung der Deutschen war zunächst mit 6,79 Metern gewertet worden, was zu Bronze gereicht hätte. Kurz vor Schluss des Wettbewerbs wurde der Versuch aber auf 6,55 Meter korrigiert, was letztlich Platz sechs für Bauschke bedeutete.

bka/sid/dpa



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