Leichtathletik: Fraser-Pryce läuft Weltjahresbestzeit über 100 Meter

Shelly-Ann Fraser-Pryce ist beim Diamond-League-Meeting in London eine neue Weltjahresbestzeit über 100 Meter gelaufen. Usain Bolt gewann auch mit der Staffel. Und Speerwerferin Christina Obergföll feierte bereits ihren fünften Sieg bei der Meeting-Serie.

  Fraser-Pryce: 10,77 Sekunden über 100 Meter  Zur Großansicht
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Fraser-Pryce: 10,77 Sekunden über 100 Meter

Hamburg - Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce hat am zweiten Tag des Diamond-League-Meetings der Leichtathleten in London eine Weltjahresbestzeit über 100 Meter aufgestellt. Die Jamaikanerin kam am Samstag im Halbfinale nach 10,77 Sekunden ins Ziel.

Im Finale landete Fraser-Pryce in 10,95 Sekunden allerdings nur auf Platz fünf, den Sieg sicherte sich die Nigerianerin Blessing Okagbare mit Afrikarekord von 10,79 Sekunden. Bereits im Vorlauf hatte Okagbare die kontinentale Bestmarke ihrer Landsfrau Glory Alozie (10,90) auf 10,86 gedrückt.

Gute zwei Wochen vor der WM in Moskau (10. bis 18. August) blieben sechs Läuferinnen in den Vorläufen und fünf im Endlauf unter elf Sekunden. Ex-Europameisterin Verena Sailer verpasste trotz guter 11,15 Sekunden den Endlauf knapp.

Zuletzt waren mehrere jamaikanischen Leichtathleten mit positiven Dopingproben aufgefallen, unter anderem Sprinter Asafa Powell und Sprinterin Sherone Simpson.

Superstar und Weltrekordler Usain Bolt führte einen Tag nach seinem Sprintsieg in 9,85 Sekunden den "Racers Track Club" seines Landes als Schlussläufer zum souveränen Staffelsieg über 4 x 100 Meter in 37,75 Sekunden.

Stabhochspringer Lavillenie scheitert an Weltrekordhöhe

Speerwerferin Christina Obergföll feierte bereits ihren fünften Sieg bei der Meeting-Serie. Die Olympia-Zweite setzte sich mit 65,61 Metern erneut gegen ihre russische Rivalin Maria Abakumowa (64,48) durch. Damit sind ihr die 40.000 US-Dollar für den Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Linda Stahl wurde mit 60,45 Metern Fünfte.

Ein Glanzstück lieferte im Olympiastadion Stabhochspringer Renaud Lavillenie ab: Ein Jahr nach seinem Gold-Triumph überflog der Franzose 6,02 Meter. Auch ihm gelang damit eine Weltjahresbestleistung. Nur sechs Athleten sind jemals höher gesprungen. Der Weltrekord des Ukrainers Sergej Bubka von 1994 liegt bei 6,14 Meter. Björn Otto, der Silbermedaillen-Gewinner der Sommerspiele 2012, wurde deutlich abgeschlagen mit 5,77 Zweiter vor Raphael Holzdeppe mit 5,70. Lavillenie versuchte sich noch vergebens dreimal an der Weltrekordhöhe von 6,16.

Eine internationale Saisonbestmarke setzte die Neuseeländerin Valerie Adams. Die zweifache Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin stieß die Kugel auf 20,90 Meter hinaus. Hallen-Europameisterin Christina Schwanitz wurde mit deutlichem Abstand und 19,74 Metern Zweite.

Das Publikum feierte neben Bolt vor allem Mo Farah: Der Langstreckenläufer und Lokalmatador war im vergangenen Jahr als Doppel-Olympiasieger der Held der Briten. Über 3000 Meter rannte er am Samstag in 7:36,85 Minuten zu einem ungefährdeten Sieg.

luk/dpa/sid

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