Leichtathletik-WM Allyson Felix überholt Usain Bolt

Sechzehn Medaillen insgesamt, davon elfmal Gold: Die US-Amerikanerin Allyson Felix hat mit dem Staffeltitel in London Usain Bolt als erfolgreichsten Athleten der WM-Historie überholt.

Allyson Felix
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Allyson Felix


Ohne Chance auf einen der vorderen Plätze waren die deutschen Frauen bei der Staffel über 4 x 400 Meter. Ruth Sophia Spelmeyer, Laura Müller, Nadine Gonska und Hannah Mergenthaler erreichten nach einem beherzten Rennen Platz sechs (3:27,45 Minuten), Gold gewann die USA in 3:19,02 Minuten vor Großbritannien (3:25,00) und Polen (3:25,41). Als Mitglied der Gold-Staffel zog Felix mit nun elf Titeln und fünf weiteren Medaillen am Jamaikaner Usain Bolt vorbei, der ebenfalls elfmal WM-Gold, aber nur drei weitere Medaillen gewonnen hat.

Dritter Titel für Semenya über 800 Meter

Caster Semenya
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Caster Semenya

Topfavoritin Caster Semenya (Südafrika) hat sich nach 2009 und 2011 ihren dritten WM-Titel über 800 Meter gesichert. Die zweimalige Olympiasiegerin setzte sich nach 1:55,16 Minuten in persönlicher Bestzeit gegen die Olympiazweite Francine Niyonsaba aus Burundi (1:55,92) durch, Bronze gewann die US-Amerikanerin Ajee Wilson (1:56,65).

Semenya hatte in London schon Bronze über 1500 Meter gewonnen. Die deutsche Meisterin Christina Hering war im Halbfinale ausgeschieden.

Perkovic gewinnt, Müller Sechste

Nadine Müller
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Nadine Müller

Nadine Müller hat ihre dritte WM-Medaille klar verpasst. Die 31-Jährige wurde mit 64,13 Metern Sechste im Diskuswerfen. Sandra Perkovic erkämpfte ihren zweiten Titel nach 2013 in Moskau. Die zweimalige Olympiasiegerin aus Kroatien gewann mit 70,31 Metern vor der Australierin Dani Stevens (69,64) und der Französin Mélina Robert-Michon (66,21). Julia Harting, vor einem Jahr EM-Zweite in Amsterdam, verpasste als Neunte den Endkampf.

Fünfter Platz für Przybylko bei Barshim-Gold

Mutaz Essa Barshim
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Mutaz Essa Barshim

Mateusz Przybylko hat im Hochsprung als Fünfter seine erste internationale Medaille verpasst. Der 25-Jährige kam mit 2,29 Metern nicht an seine Saisonbestleistung von 2,35 Metern heran. Mutaz Essa Barshim aus Katar feierte sein erstes WM-Gold.

Der Olympia-Zweite überwand 2,35 Meter und scheiterte knapp an 2,40. Silber gewann der unter neutraler Flagge startende Russe Danil Lysenko mit 2,32 Metern vor dem Syrier Majd Eddin Ghazal (2,29). Eike Onnen kam mit nur 2,20 Metern auf Rang zehn.

mfu/sid/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
rjb26 13.08.2017
1. können
Sie bitte noch angeben wo.it die Dame gedopt war und welcher amerikanische Privatarzt das mit welcher Krankheitsdiagnose legalisiert hat.danke
M.Wissmann 13.08.2017
2.
Können Sportler, die sich im Wettkampf verletzen und somit keine Plazierung erlangen, überhaupt auf Doping kontrolliert werden?
widower+2 13.08.2017
3. Unfair
Es ist natürlich ein eher tragisches Schicksal, hyperandrogen zu sein. Aber wenn gleich drei der ersten vier über 800 Meter der Frauen hyperandrogen sind, kann das nicht so weiter gehen. Das ist dann der Kampf eines klapprigen Damenrads gegen hypermoderne E-Bikes. Wer will da als Mädchen ohne naturgegebenes Testestorondoping noch Leichtathletik betreiben?
Americanet 14.08.2017
4.
Zitat von rjb26Sie bitte noch angeben wo.it die Dame gedopt war und welcher amerikanische Privatarzt das mit welcher Krankheitsdiagnose legalisiert hat.danke
Oh, da ist aber jemand immer noch angefressen, dass die Russen nicht mitmachen durften, was? Allyson Felix' Dopingtests sind lückenlos nachvollziehbar und der US-Leichtathletikverband hat sich nicht mit dem Sportministerium zusammengetan, um zu betrügen, weil Sporterfolge wichtig für die zarte nationale Seele sind, die sonst nicht viel Freude hat. Erkennen Sie den Unterschied?
Ostwestfale 14.08.2017
5. @Kommrntar4
Allyson Felix ist eine Ausnahmeerscheinung.Ich sehe sie sehr gerne laufen.Das ändert aber nichts daran,dass der Anti-Doping-Kampf in den USA eine Farce ist.So hat es in der Geschichte der USADA noch nicht eine unangekündigte Trainingskontrolle gegeben und nur die sind wirklich effektiv. Auch stellt die US-Anti-Dopingagentur grotesk viele Ausnahmegenehmigungen für Sportler aus,die aus medizinischen Gründen Dopingmittel nehmen dürfen.Etwa jede Dritte Ausnahmegenehmigung weltweit gilt für einen US-Sportler Da steckt System dahinter.Die kollektive Dominanz der USA in dopingverdächtigen Sportarten wie Schwimmen oder Leichtathletik hat Gründe.Einer davon ist das laxe Anti-Dopingsystem.
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