Leichtathletik-WM: Bolt locker, deutsche Kugelstoßer stark

Superstar Usain Bolt hat sich ohne Probleme für den Zwischenlauf über 100 Meter qualifiziert. Auch die anderen Titelkandidaten kamen weiter. Bei den Kugelstoßern kämpfen zwei deutsche Athleten am Samstagabend um Gold.

Hamburg - Jamaikas dreimaliger Olympiasieger und Weltrekordler Usain Bolt gewann am Samstag in 10,20 Sekunden souverän seinen Vorlauf und erreichte damit die Zwischenläufe (ab 18.50 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Bolts großer Herausforderer, der US-amerikanische Titelverteidiger Tyson Gay, kam in 10,16 Sekunden bei leichtem Gegenwind auf die schnellste Zeit aller zwölf Vorläufe.

Weltrekordler Bolt: Bislang keine Probleme in Berlin Zur Großansicht
dpa

Weltrekordler Bolt: Bislang keine Probleme in Berlin

Gay führt die Weltrangliste 2009 in 9,77 Sekunden vor Bolt (9,79) an. Nur als Dritter in 10,38 Sekunden zog Bolts Landsmann Asafa Powell in den Zwischenlauf ein.

Als einziger der drei deutschen Sprinter kam Martin Keller weiter. Der 22-Jährige war in 10,35 Sekunden so schnell wie noch nie in dieser Saison und kam über die Zeitschnellsten-Regel in die Runde der letzten 40 Sprinter.

Für Tobias Unger (10,42 Sekunden) und Stefan Schwab (10,50) ist die Konkurrenz bereits beendet. Beide blieben deutlich hinter ihren Saisonbestzeiten zurück. Am Sonntag um 21.35 Uhr steht das Finale der acht besten Läufer über 100 Meter an.

Sehr gut lief es hingegen für die deutschen Kugelstoßer. Mit Ralf Bartels und Peter Sack stehen zwei DLV-Athleten im Finale (ab 20.15 Uhr). Europameister Bartels stieß in der Qualifikation 20,41 Meter und erfüllte damit die Finalnorm von 20,30 Metern. Sack schaffte es mit 20,20 Metern unter die besten zwölf der Ausscheidung.

Junioren-Europameister David Storl schied dagegen mit 19,19 Metern als 28. der Qualifikation aus. "Ich hatte gehofft, dass wir es alle drei schaffen", sagte der 31-jährige Bartels, "aber jetzt muss ich für mich sagen: Geschafft ist geschafft. Die Quali-Leistung war okay, damit kann ich zufrieden sein."

Bartels' Leipziger Teamkollege Peter Sack zeigte sich "glücklich" ob seiner Finalteilnahme. Bis Mittwoch war wegen einer Fingerverletzung und Schmerzen an der Achillessehne noch fraglich, ob er überhaupt an den Start gehen kann. "Aber jetzt fühle ich mich gut und habe sogar das Gefühl, heute Abend noch zulegen zu können", so der 30-jährige Sack.

Qualifikations-Bester war der Olympiasieger und WM-Favorit Tomasz Majewski. Der Pole stieß die Kugel als einziger der 36 Starter über 21 Meter (21,19). "Majewski wird hier nur sehr schwer zu schlagen sein", gestand Sack.

ach/dpa/sid

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