Leichtathletik-WM Zehnkampf-Trio peilt Podestplatz an

Auftakt zur Leichtathletik-WM in Moskau: Am ersten Tag der Wettkämpfe haben besonders die deutschen Zehnkämpfer hervorragende Leistungen gezeigt. Gleich drei Athleten können nach den ersten fünf Disziplinen auf eine historische Medaille hoffen. Ein Mann ist aber wohl erneut unbezwingbar.

Zehnkämpfer Schrader: Platz drei nach dem ersten Tag
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Zehnkämpfer Schrader: Platz drei nach dem ersten Tag


Hamburg - 16 Jahre nach Frank Busemann greifen mit Europameister Pascal Behrenbruch und Michael Schrader wieder deutsche Zehnkämpfer nach einer Medaille bei einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft. Die beiden Athleten streben nach einem starken ersten Tag bei den Titelkämpfen in Moskau einem Ergebnis von mehr als 8500 Punkten entgegen und peilen sogar Silber an. Olympiasieger und Weltrekordler Ashton Eaton aus den USA liegt trotz einer durchwachsenen Vorstellung mit 4502 Punkten auf Gold-Kurs. Neben Behrenbruch und Schrader darf auch Rico Freimuth noch von einer Medaille träumen.

Der Olympia-Zehnte Behrenbruch liegt nach fünf Disziplinen mit 4258 Punkten zwar nur auf dem zwischenzeitlichen siebten Rang, gilt aber am zweiten Tag traditionell als stark. Schrader ist mit 4427 Zählern momentan sogar Dritter, Freimuth (4296) übernachtet auf Rang sechs. Neben dem deutschen Zehnkampf-Trio machen sich noch mindestens fünf weitere Athleten Hoffnungen auf einen Platz auf dem Podest. Busemann hatte 1997 in Athen Bronze gewonnen.

Wichtige Accounts zur WM 2013 in Moskau
Behrenbruch bewies in Moskau am ersten Tag Nervenstärke und kämpfte sich auch nach einem zwischenzeitlichen Tief weiter nach vorne. Mäßigen 15,86 Meter im Kugelstoßen ließ er im Hochsprung 1,99 Meter folgen - diese Höhe schaffte der Modell-Athlet noch nicht einmal bei seinem EM-Triumph 2012 in Helsinki.

"Früher war es für mich hart, weit hinten zu liegen. Aber damit kann ich jetzt umgehen, weil ich weiß, dass ich aufholen kann", sagte Behrenbruch, nachdem er zunächst auf Rang 20 gelegen hatte. Im Kampf um eine Medaille könnte der Olympia-Zehnte wie Schrader vom Ausfall Trey Hardees profitieren. Der Titelverteidiger aus den USA blieb im Hochsprung - offenbar verletzungsbedingt - ohne gültigen Versuch und beendete den Wettkampf.

Neben Behrenbruch präsentierten sich auch Schrader und Freimuth in ausgezeichneter Verfassung. Beide glänzten besonders im Hochsprung, wo sie mit jeweils übersprungenen 1,99 Meter persönliche Bestleistungen erzielten. Schrader verbesserte zudem seine Bestleistung über 400 Meter um fast eine halbe Sekunde auf 47,66 Sekunden. "Am Sonntag will ich mich weiter steigern und gleich über die Hürden angreifen", sagte Schrader, der in den vergangenen Jahren immer wieder von langwierigen Fußverletzungen zurückgeworfen wurde.

Vor den Titelkämpfen hatten die Mehrkämpfer betont, dass sie 16 Jahre nach Busemann endlich wieder eine WM-Medaille holen wollen. Behrenbruch meinte sogar: "Wir sind super stark. Ich bin mir sicher, dass ein Deutscher eine Medaille holt."

tpr/sid



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insgesamt 2 Beiträge
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kissi1 10.08.2013
1. Wenn man das so liest, klingt es erstmal komisch
Zwei Jahresbestleistungen, damit liegt der Medaillenkandidat auf Platz 20(!). Zum Glück wird noch erklärt, dass er seine Stärken am zweiten Tag hat. Im ersten Moment dachte ich, da hat sich einer vertippt.
janfred 10.08.2013
2. Bericht zusammengeschustert...
Die Leistung von Behrenbruch als Highlight in der Überschrift - allerdings auf Platz 20. Die Leistungen der anderen beiden DLV Athleten besser, bzw der momentane 2. Platz von Michael Schrader so mal nebenbei erwähnt. Ja, er kann zufieden sein sein mit der Platzierung hinter dem Weltmeister, vielleicht freut er sich sogar ein wenig... Sportnachrichten habe ich schon besser präsentiert bekommen.
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