Leichtathletik-WM in London Usain Bolt stürzt bei seinem letzten Rennen

Verletzung statt Medaille: Beim letzten Rennen seiner großen Karriere kam Usain Bolt nicht ins Ziel. Nutznießer in London war Überraschungsweltmeister Großbritannien.

Getty Images

Usain Bolts einmalige Sportkarriere ist mit einem Sturz im Finale über 4 x 100 Meter dramatisch zu Ende gegangen. Der schnellste Sprinter der Welt strauchelte bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London als Schlussläufer von Jamaikas Staffelquartett 50 Meter vor dem Ziel. Seine Teamkollegen Omar McLeod, Julian Forte, Yohan Blake mussten den 30-Jährigen trösten. Den Sieg sicherte sich überraschend Großbritannien vor den USA und Japan.

Zu WM-Beginn hatte Bolt Bronze über 100 Meter geholt. Insgesamt hat der Jamaikaner elf WM-Titel, acht olympische Goldmedaillen gesammelt und fünf Weltrekorde aufgestellt.

Bolt war in London mit Rückstand auf die letzte Teilstrecke gegangen, schrie nach wenigen Schritten vor Schmerzen auf und ging offenbar am Oberschenkel verletzt zu Boden. Nach langen Minuten humpelte er auf seine Teamkollegen gestützt und unter dem tosenden Applaus von 60.000 Zuschauern aus dem Innenraum.

mfu/dpa/sid



insgesamt 13 Beiträge
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sylkeheimlich 12.08.2017
1.
Am meisten hat es mich gefreut, dass Großbritannien gewonnen hat. Das tolle Publikum hat das verdient. Immer volles Stadion, immer gute Stimmung. Prima. Schade natürlich für Bolt, aber er ist trotzdem ein großer Sportler. Ich hoffe, dass er nicht wie Armstrong irgendwann noch des Dopings überführt wird.
steingärtner 12.08.2017
2. Komisch
Das war das erste, was mir einfiel als ich es gesehen habe. Ist nur so ein Gefühl, aber welches Bein war es denn eigentlich ? Eine schmerzende Stelle hat er sich ja nicht gehalten.
rudlith 12.08.2017
3. Ja, ja
kaum sind die Dopingkontrollen etwas strenger, und schon fallen die Heroen vergangener Tage, werden die Weiten geringer und die Zeiten langsamer. Gabe es in Londonüberhaupt einen einzigen Weltrekord? Ob die politisch Korrekten es hören wollen oder nicht: Russland sei dank !
knitty 13.08.2017
4. letzte show
Ich denke, er hatte nach seinem 3. Platz schon vor der abschließenden Staffel gewusst, dass ihm ein weiteres Debakel droht. So hat er die letzte Show inszeniert und ist mit einer Portion Mitleid von 60.000 Zuschauern vor der versammelten Sportpresse "ehrenhaft" abgetreten. Ohne Medaille wären wohl einige Portionen Häme an seine Adresse gegangen.
braindead0815 13.08.2017
5. die flucht vor dem fluch
doping oder wie beende ich meine karriere am besten ? nicht zu gierig und trotzdem star zu sein ? nicht 3x sieger zum abschluß, dafür darf er alles behalten ?
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