Leichtathletik-WM Pferdeschwanz kostet Weißrussin Weitsprung-Gold

Das nennt man wohl einen "bad hair day": Nastassia Mirontschik-Iwanowa sprang im Finale der Leichtathletik-WM 6,90 Meter - Goldmedaille und 60.000 Euro Preisgeld! Dann der Schock: Der Pferdeschwanz der Weißrussin hatte einen kleinen Abdruck im Sand hinterlassen. Weg war der Titel.

REUTERS

Hamburg - Die Leichtathletik-WM im südkoreanischen Daegu hat einen neuen Aufreger - er passierte zwar bereits vor einer Woche, doch jetzt sorgt er für Schlagzeilen: Es lief das Finale der Weitspringerinnen am vergangenen Sonntag. Nastassia Mirontschik-Iwanowa hatte noch Chancen auf eine WM-Medaille. Die weißrussische Weitspringerin lief zu ihrem dritten Versuch an, traf den Absprungbalken perfekt und landete in der Sandgrube.

Es war der beste Sprung in der Laufbahn der 22-Jährigen. Wie die italienische Sportzeitung "Gazetta dello Sport" jetzt berichtete, ergab eine Fotoauswertung zunächst eine Weite von 6,90 Meter. Chapeau! Dies hätte den Sieg und eine Weltmeister-Prämie von 60.000 Dollar bedeutet.

Und nun das: Misslicherweise hinterließ der Pferdeschwanz der Sportlerin einen kleinen Abdruck im Sand der Grube. Und dieser war laut Reglement für die Weitenmessung gültig - weg war der Sieg. So gewann die US-Amerikanerin Brittney Reese mit 6,82 Metern, Mirontschik-Iwanowa wurde am Ende mit 6,74 Meter Vierte. Ihre Prämie: 15.000 Dollar.

luk/dpa



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wolltsnursagen 03.09.2011
1. Tja...
mit ner Burka wär das nicht passiert. Hahaha. Typischer Fall von "Shit-Happens". Demnächst, Leichtathletiken nurnoch mit Haarnetz.
kjartan75 03.09.2011
2. Titellos glücklich!
Autsch, das ist wirklich richtig bitter. Aber ob die Weitspringerinnen jetzt immer mit Haarnetz springen?
Forumkommentatorin 03.09.2011
3. .
Das ist gemein; hätt ich nicht gemacht. Wegen so'nem Scheißpferdeschwanz. Hat doch jeder gesehen, dass sie weitergesprungen ist.
ibinalausbub 03.09.2011
4. Titel (nicht)
vollkommen absurd!
scsimodo 03.09.2011
5. ...
Mal ganz naiv gefragt: Sollte einer Top-Athletin diese Gefahr nicht bekannt sein? Da gibt es sicher tausend Regeln zu beachten und eine davon ist der "Abdruck", den die Athletin hinterlässt und der für die Weitenmessung gültig ist. So einen Pferdeschwanz kann man sich sicher hinter dem Kopf irgendwie verknoten. Warum also hat sie das nicht gemacht? So gesehen ist es wohl ihre eigene "Dummheit" oder Unwissen, die ihr den Titel und 45.000€ gekostet hat. Aber offensichtlich sind die Regeln so und nicht anders.
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