Leipziger Allerlei Stasi-Kontakte, Provisionsbetrug und Vetternwirtschaft

Chronologie der Leipziger Skandal-Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2012


8. Oktober:

Dirk Thärichen lässt sein Amt als Geschäftsführer der "Leipzig 2012 GmbH" ruhen. Er sieht sich mit Stasi-Vorwürfen konfrontiert. Außerdem steht der Verdacht unsauberer Geschäftspraktiken als Geschäftsführer der ersten Bewerbergesellschaft "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH" im Raum.


16. Oktober: Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) ordnet eine Überprüfung der in Auflösung befindlichen "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH" an.


18. Oktober: Der Aufsichtsrat der "Leipzig 2012 GmbH" kündigt Thärichen wegen Unregelmäßigkeiten bei der Geschäftsführung fristlos.


28. Oktober: Sachsens Landessportbund-Präsident Hermann Winkler lässt sein Mandat im Aufsichtsrat der "Leipzig 2012 GmbH" ruhen. Der Generalsekretär der sächsischen CDU will mit diesem Schritt den Landtagswahlkampf 2004 aus dem Gremium heraushalten und die Olympia-Bewerbung damit entpolitisieren.


30. Oktober: Milbradt trennt sich von Olympia-Staatssekretär Wolfram Köhler. Mit der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand reagiert er auf anhaltende Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen Köhler in dessen Zeit als Oberbürgermeister von Riesa.


3. November: Tiefensee verzichtet auf die Spitzenkandidatur für die SPD bei der Landtagswahl 2004 in Sachsen.


7. November: Leipzigs Olympia-Beauftragter Burkhard Jung tritt zurück, als Berichte über dubiose Provisionszahlungen der "Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH" an die Beratungsfirma Sport Consulting International (SCI) veröffentlicht werden. Unter der Verantwortung von Jung sollen Steuergelder der Stadt als Provisionen an SCI geflossen sein. Die Unterlagen dazu liegen jetzt bei der Leipziger Staatsanwaltschaft.


8. November: Die deutschen Sportführer fordern am Rande der NOK-Mitgliederversammlung in Leipzig einen "reinen Tisch" bei der Olympia-Bewerbung. Tiefensee sagt eine "schonungslose Aufklärung" zu.



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