Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Schach-Kandidatenturnier: Aronjan gewinnt mit Schwarz

Lewon Aronjan Zur Großansicht
imago

Lewon Aronjan

Dieser Sieg könnte wichtig werden: Lewon Aronjan hat mit den schwarzen Figuren seinen ersten Sieg beim Kandidatenturnier zur Schach-WM gefeiert. Sein Gegner Vesselin Topalow steht vor dem Aus.

Am dritten Tag der Qualifikationsveranstaltung zur Schach-WM in Moskau hat Lewon Aronjan als erster Spieler des Turniers mit den schwarzen Figuren eine Partie gewonnen. Im Normalfall streben Spieler mit Weiß einen Sieg an, mit Schwarz gilt schon ein Remis als gutes Resultat. Aronjan schlug Vesselin Topalow und schließt damit zu den in der Tabelle führenden Viswanathan Anand und Sergej Karjakin auf. Alle drei haben zwei Punkte aus drei Partien geholt.

Ex-Weltmeister Topalow, der bereits zwei Partien verloren hat und mit einem halben Punkt am Ende der Tabelle rangiert, beging gegen Aronjan einen Fehler in der Eröffnung und konnte den Verlust von zwei Bauern bis zum Ende nicht mehr ausgleichen.

Die anderen drei Partien endeten remis. Fabiano Caruana kam wie am Vortag gegen Anish Giri auch gegen Viswanathan Anand in Zeitnot. Der junge Amerikaner rettete gegen den Altmeister aber immerhin noch ein Remis mit Schwarz. Caruana, der als Favorit für den Turniersieg gilt, hat jetzt alle drei Partien remis gespielt. Als nächstes darf er mit den weißen Figuren gegen Topalow antreten.

Fotostrecke

7  Bilder
Schach-Kandidatenturnier: Der dritte Tag in der Blitzanalyse

Die zweite Niederlage des Turniers kann auch zu einem so frühen Zeitpunkt des Turniers vorentscheidend sein, weil man gezwungen ist, risikoreicher zu spielen. Hikaru Nakamura konnte sie anders als Topalow gerade noch so verhindern. Gegen Peter Swidler hatte der Amerikaner mit Weiß eine riskante Variante versucht, war aber damit gescheitert. Durch einen verlorenen Bauern stand er vor dem Verlust der Partie, die er am Ende nach der längsten Begegnung des bisherigen Turniers ins Remis retten konnte.

In der vierten Partie des Tags trennten sich Sergey Karjakin und Anish Giri schnell nach Dauerschach remis.

Das Kandidatenturnier, bei dem der Herausforderer für Weltmeister Magnus Carlsen gesucht wird, legt am Montag einen Ruhetag ein, bevor es am Dienstag weitergeht.

Kandidatenturnier zur Schach-WM

rae

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Schach-Glossar
  • Corbis
    Schach ist ein strategisches Brettspiel, bei dem zwei Spieler abwechselnd ihre Figuren auf dem Spielbrett bewegen. Weiß beginnt immer, es besteht Zugpflicht. Mit jeder Figur kann eine des Gegners geschlagen werden.

  • Jeder Spieler hat 16 Figuren, die nur nach bestimmten Regeln gezogen werden dürfen. Der König kann horizontal, vertikal oder diagonal auf das angrenzende Feld ziehen. Die Dame kann horizontal, vertikal oder diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen. Der Läufer kann diagonal beliebig weit ziehen, darf dabei jedoch keine anderen Figuren überspringen.

  • Der Springer zieht in beliebiger Richtung über zwei Felder: Erst vertikal oder horizontal, dann diagonal; oder erst diagonal und dann vertikal oder horizontal. Das erste Feld darf dabei besetzt sein. Der Turm kann horizontal und vertikal beliebig weit ziehen, darf aber keine anderen Figuren überspringen. Die acht Bauern dürfen immer einen Schritt nach vorne ziehen, wenn das Feld leer ist. Sie schlagen vorwärts diagonal.

Es gewinnt der Spieler, der den gegnerischen König schachmatt setzt. Das bedeutet, der König wird in jedem Fall geschlagen, egal, wie der bedrohte Spieler eine seiner Figuren zieht. Eine weitere Möglichkeit zum Spielgewinn ist die Aufgabe des Gegners. Dies ist während des Spiels jederzeit möglich.


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: