Hamburg - Die Chinesin Yi Siling hat die erste von insgesamt 302 Goldmedaillen bei den Olympischen Sommerspielen in London gewonnen. Die Sportschützin siegte im Luftgewehrschießen über zehn Meter mit 502,9 Ringen. Silber sicherte sich Sylwia Bogacka (Polen) mit 502,2 Ringen vor Bronzemedaillen-Gewinnerin Yu Dan aus China (501,5).
"Ich bin sehr glücklich", sagte Yi: "Ich war während der ersten und der letzten Runde sehr nervös. Ich glaube, das wird einige Veränderung in mein Leben bringen."
Das Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Beate Gauß und Jessica Mager scheiterten bereits in der Qualifikation. Gauß belegte mit 392 Ringen nur den 32. Rang. Mager (394 Ringe) landete auf Platz 20.
Nicht am Start war die siebenmalige Weltmeisterin und Weltranglistenzweite Sonja Pfeilschifter. Die 41-Jährige, die bei ihren bisherigen vier Olympia-Auftritten im Luftgewehr ohne Medaille geblieben war, hatte den Deutschen Schützenbund (DSB) wegen ihrer Nichtnominierung scharf kritisiert. Sie wird nur im Sportgewehr-Dreistellungskampf antreten.
Bei den Männern siegte anschließend der Südkoreaner Jin Jong-oh. Der Weltrekordhalter setzte sich mit der Luftpistole mit 688,2 Ringen deutlich vor dem Italiener Luca Tesconi (685,8) und dem Serben Andrija Zlatic (685,2) durch. Vor vier Jahren in Peking hatte der 32 Jahre alte Jin Gold mit der Freien Pistole und Silber mit der Luftpistole gewonnen.
Florian Schmidt hatte auch bei seiner zweiten Olympia-Teilnahme deutlich das Finale der besten Acht verpasst. Der 26-Jährige aus kam in den Royal Artillery Barracks auf 575 Ringe und belegte damit den 25. Platz.
bka/leh/sid
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