Los Angeles Rams im Super Bowl Die Saints hatten keinen Schutzengel

Für die New England Patriots und Quarterback Tom Brady ist der Super Bowl schon fast Normalität. Diesmal geht es gegen die Los Angeles Rams - deren Finaleinzug gegen die New Orleans Saints war äußerst umstritten.

Jared Goff im Duell mit den New Orleans Saints
AFP

Jared Goff im Duell mit den New Orleans Saints


Jetzt kommt es also zum schon im Vorfeld beschworenen Kampf der Generationen: Beim Super Bowl am 4. Februar stehen die New England Patriots mit ihrem 41 Jahre alten Quarterback Tom Brady den Los Angeles Rams mit deren Vormann Jared Goff, 24 Jahre jung, gegenüber.

Goff hat im Halbfinale schon Erfahrung darin gesammelt, Oldies aus dem Wettbewerb zu befördern - schließlich stand beim Gegner der Rams, den New Orleans Saints, der 40-jährige Drew Brees auf dem Platz. Allerdings war der 26:23 (10:13, 23:23)-Sieg nach Verlängerung von Los Angeles, den Greg Zuerlein durch ein Field Goal aus 57 Yards klarmachte, äußerst umstritten.

1:45 Minuten waren noch auf der Uhr, es stand 20:20. Brees warf den Ball kurz vor der Endzone zu Saints-Receiver Tommylee Lewis, der von Nickell Robey-Coleman rustikal weggerammt wurde, bevor er zupacken konnte. Ein klarer Regelverstoß, doch keiner der Referees warf eine Flagge, dadurch war es eine Tatsachenentscheidung und ein Videobeweis nicht möglich.

Videobeweis konnte nicht angewendet werden

"Da werden wir wahrscheinlich nie drüber hinwegkommen", sagte Saints-Trainer Sean Payton und erzählte, dass der Schiedsrichterboss den Fehler bereits zugegeben habe. Viele Fans und Beobachter im Stadion und an den Bildschirmen waren fassungslos bis wütend angesichts dieser Fehlentscheidung. Eigentlich hätte es ein First Down für New Orleans geben müssen.

So jedoch sind die Rams weiter, die ein 0:13 drehten und mit Trainer-Jungstar Sean McVay bei der 53. Auflage den jüngsten Headcoach der Super-Bowl-Geschichte stellen. Für die Franchise geht es um den vierten Triumph. Beim bislang letzten wurde 2000 in Atlanta gespielt, so wie in zwei Wochen. Ein gutes Omen.

Zum neunten Mal in der Ära Brady im Finale

Doch das gibt es auch für Brady. Erstmals Champion wurde "Tom Terrific" 2002 durch einen Sieg über die Rams. Außerdem holte er 2004, 2005, 2015 und 2017 den Meisterring. Im vergangenen Jahr war das Team von Erfolgstrainer Bill Belichick, der in Kansas City bei Minusgraden nach einem Touchdown von Running Back Rex Burkhead jubeln durfte, an den Philadelphia Eagles (33:41) gescheitert.

Zum dritten Mal nacheinander und zum neunten Mal in der Ära Brady spielen die Patriots in der Football-Profiliga NFL um den großen Preis. Durch ein 37:31 nach Verlängerung über die Kansas City Chiefs hat es das Team aus Foxborough ins Endspiel geschafft.

"Alles hat gegen uns gesprochen", sagte Brady. Schon nach dem Viertelfinale hatte der 41-Jährige erklärt, dass seinem Team doch niemand etwas zutraue. Als Dauersieger ist New England bei vielen NFL-Fans anderer Vereine unbeliebt. Viel lieber hätten viele Kansas mit dem jungen Spielmacher Patrick Mahomes, 23 Jahre, im Finale gesehen, aber daraus wurde nichts. Den ersten Kampf der Generationen entschied Brady für sich.

aha/sid



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Laemat 21.01.2019
1.
die Übertragung auf Pro7 besteht zu 90% aus Werbung und "doof gequatsche", ist denn dass bei den Amis auch so? Das Pro7 Format nervte mich jedenfalls ziemlich. Unabhängig davon besteht das Spiel nur aus Pausen kann das sein? Fehlt eigentlich nur dass die wandernden Muskelberge zwischen durch noch einen Teller Nudeln reinhauen damit sie wieder ein paar Meter laufen können ;)
bigmitt 21.01.2019
2. Unfassbar, wie .....
.....die Refs diese Pass Interference Nicht gesehen haben wollen. Der Side Judge steht 10 yards entfernt und hat freien Blick auf das Geschehen. Bin gespannt wie die offizielle Erklärung der NFL ausfällt, denn für das gibt Es keine Eeklärung. Um meinen Nachbarn zu zitieren : " Stevie Wonder would have seen that one".
Leser161 21.01.2019
3. Spannend, aber zeigt Regelgrenzen auf
Wirklich sehr spannend. Allerdings zeigte m.E. gerade das zweite Spiel die Grenzen des Regelwerks auf. Mehrere haarscharfe Entscheidungen, die auch anhand des Videomaterials eigentlich nicht definitiv geklärt werden konnten (Berührt oder nicht berührt?). Von Grauzonenentscheidungen (Wieviel Kontakt ist eine Pass Interference) gar nicht zu reden. Gerade in einem Spiel wo so viel von solchen Entscheidungen abhängt begibt man sich dann doch irgendwann zu nahe an Zufälligkeit heran. @1: Ich vermute mal sie sind ein Hobbyprovokateur. Falls nicht, stoppen Sie doch einfach mal mit.
Ralf1234 21.01.2019
4.
Ich bin ein Football Novize und schaue mir das zum ersten Mal bewusst an. Habe mich auch schon mit dem Regelwerk auseinandergesetzt (so schwer ist es eigentlich nicht). Also für mich war dass eine Pass-Interference , und kein Incomplete Pass. So viel konnte sogar ich als Rookie sagen, da der Receiver, ehe der Ball bei ihm angekommen war, bereits abgeräumt wurde. Aber wie gesagt, ich bin Neuling
M. Vikings 21.01.2019
5. Umstritten?
Umstritten war da nichts. Die Saints sind um die Super Bowl Teilnahme betrogen worden. NFL-Schiedsrichter-Boss Al Riveron hat die Fehler in einem Telefonat direkt nach dem Spiel, in einem Telefonat mit Coach Payton, direkt eingestanden. Riveron: „Wir haben Mist gebaut" Coach Payton: "Er hat gesagt, dass es nicht nur eine Interference war sondern auch helmet-to-helmet.“ Nur einer der beidene fälligen calls, hätte das Spiel, 1:45 vor Ende mit nur noch einem time-out, zu Gunsten der Saints entschieden. Eine Regeländerung ist dringend erforderlich, so darf ein derart wichtiges Spiel am Ende nicht entschieden werden. Das stellt den Videobeweis insegesamt in Frage. Man fragt sich natürlich auch warum der Referee so entschieden hat. Zwei fällige Strafen in einem Spielzug, die die ganze Welt sofort sehen und hören konnte, und der Referee steht direkt daneben und wirft keine Flagge. Was für ein Betrug gegenüber der Mannschaft und den Fans. Zumindest gestern hat mir das die Freude am Football komplett verdorben, obwohl ich kein Anhänger der Saints bin.
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