Sexskandal im College-Basketball Verband erkennt Louisville Cardinals Meisterschaft ab

Die College-Basketballer der Louisville Cardinals verlieren ihren Meistertitel aus dem Jahr 2013. Das hat der zuständige Verband entschieden. Grund ist ein Sexskandal rund um das Team.

Spieler der Louisville Cardinals
Getty Images

Spieler der Louisville Cardinals


Die National Collegiate Athletic Association (NCCA) hat den Louisville Cardinals die Meisterschaft aus dem Jahr 2013 aberkannt. 122 Siege des Teams wurden für ungültig erklärt. Zudem müssen die Cardinals die Umsätze aus dem Zeitraum 2012 bis 2015, etwa 600.000 Dollar, abgeben.

Grund für die Maßnahmen ist ein Sexskandal rund um das College-Basketball-Team. Die NCAA hatte Ermittlungen aufgenommen, nachdem Escort-Dame Katina Powell 2015 in einem Buch Anschuldigungen gegen den Klub öffentlich gemacht hatte. Laut Powell habe der frühere Cardinals-Angestellte Andre McGee sie und andere Tänzerin dafür engagiert, um für potenzielle Nachwuchstalente zu tanzen und Sex mit ihnen zu haben.

Greg Postel, Interimspräsident der Cardinals, sagte, die NCAA liege mit dieser Entscheidung "einfach falsch". Die Universität habe das Fehlverhalten des ehemaligen Mitarbeiters von Anfang an zugegeben und anschließend selbst Maßnahmen ergriffen. Diese gingen dem Verband jedoch nicht weit genug.

Die Rekrutierungspraktiken der Universität stehen schon länger in der Kritik. Im September vergangenen Jahres hatten die Cardinals ihren Erfolgscoach Rick Pitino entlassen. Damals ging es um unerlaubte Geldzahlungen, mit denen junge Talente zu den Cardinals gelockt werden sollten.

tip



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