Major-Turnier Kaymer ohne Chance bei der US Open

Titeltraum zerplatzt: Nach einer schwachen dritten Runde wird Martin Kaymer nichts mehr mit dem Ausgang der US Open zu tun haben. Noch schlimmer lief es für seinen Landsmann Marcel Siem - er leistete sich fünf Bogeys in Folge. Weiter in Führung liegt der überragend spielende Nordire Rory McIlroy.

Golfprofi Kaymer: Weit hinter der Spitze zurück
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Golfprofi Kaymer: Weit hinter der Spitze zurück


Hamburg - Die deutschen Golfprofis Martin Kaymer und Marcel Siem haben nach drei Runden bei der 111. US Open den Kampf um einen Spitzenplatz verloren. Nach einem leichten Zwischenhoch zuvor beim zweiten Major-Turnier des Jahres fiel der Weltranglisten-Dritte Kaymer mit 217 Schlägen (74+70+73) im Congressional Country Club in Bethesda (US-Bundesstaat Maryland) vom 33. Rang mit drei über Par weiter zurück.

Mit einem Birdie am ersten Loch hatte der 26-Jährige noch verheißungsvoll begonnen. Aber wieder fehlte dem Major-Sieger der US-PGA-Championship das Händchen bei den Annäherungsschlägen um die Grüns und bei den Putts. Mit fünf Bogeys bis zum Loch 11, insgesamt nur drei Birdies und selbst dem Eagle an der 15 konnte sich Kaymer trotz des Schlussspurts nicht entscheidend verbessern. "Ich habe schlecht gespielt, dafür war das Ergebnis sensationell", sagte der Deutsche.

Siem gelang noch weniger auf dem Par 72-Kurs. Mit Mühe und Not hatte sich der 30-Jährige am Freitag nach einer 66er-Runde in den Cut gerettet. Aber nach einem Einbruch auf den zweiten neun Löchern mit einer fatalen Bogeyserie vom 11. bis zum 15. Grün war der Traum von einer Top-Acht-Platzierung mit 219 Schlägen (79+66+74) geplatzt.

"Besser kann ich kaum spielen"

Als das deutsche Duo die dritte Runde absolviert hatte, war Spitzenreiter Rory McIlroy zusammen mit dem Südkoreaner Yong-Eun Yang gerade erst gestartet. Der 22-jährige Nordire ging mit einem Vorsprung von sechs Schlägen in den dritten Durchgang. Und bauten diesen sogar noch aus. Durch eine 68er Runde (65+66+68) liegt er nun acht Schläge vor Yang (68+69+70) und neun vor Robert Garrigus, Jason Day und Lee Westwood. 14 Schläge unter Par nach drei Runden - das hatte vor McIlroy noch kein Golfer in Bethesda geschafft.

"Er spielt wie Tiger Woods in seinen besten Zeiten, und das in seinem jungen Alter", sagte Day. "Eine neue Generation ist auf dem Weg nach oben und Rory führt sie an." In der Schlussrunde muss McIlroy nun noch seine Nerven im Griff haben. Im April hatte er beim US Masters in Augusta ebenfalls vor dem letzten Durchgang geführt, war dann aber eingebrochen und letztlich nur 15. geworden. Damals war sein Vorsprung allerdings nur halb so groß.

In den ersten drei Runden - 54 Löcher - in Bethesda spielte der Nordire 15 Birdies und einen Eagle, ebenso beeindruckend: Auf dem 6925 Meter langen Kurs leistete er sich nur einen Bogey und einen Doppel-Bogey. "Ich habe nur wenig falsch gemacht, besser kann ich kaum spielen", sagte der 22-Jährige.

ham/sid/dpa



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