Homophobe Äußerungen Nike kündigt Boxstar Pacquiao

Noch vor wenigen Tagen war er einer der beliebtesten Persönlichkeiten der Philippinen - dann äußerte er sich herablassend über Homosexuelle. Seine anschließende Entschuldigung half ihm nicht.

Boxstar Manny Pacquiao: "Es tut mir leid"
AP/dpa

Boxstar Manny Pacquiao: "Es tut mir leid"


Nike hat den Vertrag mit Manny Pacquiao, einem der erfolgreichsten Boxer der Welt, wegen seiner schwulenfeindlichen Äußerungen gekündigt. Pacquiao hatte am Montag im philippinischen Fernsehen gesagt, homosexuelle Paare seien "schlimmer als Tiere". Einen Tag später entschuldigte er sich via Twitter.

Der US-Sportsender ESPN zitierte aus einem Statement Nikes, der Sportartikelhersteller betrachte Pacquiaos Äußerungen als absolut widerwärtig. "Wir haben keine Beziehung mehr zu Manny Pacquiao."

"Nike wendet sich entschieden gegen jede Form der Diskriminierung und hat eine lange Tradition, die Rechte von Schwulen und Lesben zu unterstützen", erklärte das Unternehmen. Die eigene Internetseite des Sportlers auf der Nike-Homepage war am Mittwoch nicht mehr erreichbar.

Pacquiao ist einer der international berühmtesten Sportler von den Philippinen und Kongressabgeordneter. Bei den Wahlen im Mai strebt er einen Sitz im Senat des Staates an. Bereits im Mai 2010 hatte er die Kongresswahlen in seiner Heimatprovinz Sarangani gewonnen und war damit ins Parlament eingezogen.

Er war in sieben Gewichtsklassen Weltmeister. Im vergangenen Jahr verlor er den "Kampf des Jahrhunderts" gegen Floyd Mayweather klar nach Punkten. Daraufhin kündigte Pacquiao seinen Rücktritt vom Boxen an. Er wolle nur noch einen Kampf bestreiten und sich anschließend stärker in der Politik engagieren.

kry/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.