Berlin Kenianer Kipchoge läuft Marathon-Weltrekord

Kenianische Athleten dominieren weiter den Marathon: Eliud Kipchoge hat sich in Berlin in einer neuen Rekordzeit den Sieg gesichert. Der Erfolg bringt dem 33-Jährigen viel Geld ein.

imago/ Andreas Gora

Der Kenianer Eliud Kipchoge hat beim Berlin-Marathon einen Weltrekord aufgestellt. Der 33-Jährige kam in 2:01:39 Stunden ins Ziel und blieb damit gleich 1:17 Minuten unter der bisherigen Bestzeit seines Landsmanns Dennis Kimetto, der ebenfalls in Berlin 2014 in einer Zeit von 2:02:57 ins Ziel gelaufen war.

Kipchoge ist damit der erste Läufer der Geschichte, der die klassischen 42,195 Kilometer unter 2:02 Stunden bewältigt hat. Zweiter wurde Kipchoges Landsmann Amos Kipruto in 2:06:23 Stunden.

Die letzten 17 Kilometer war Kipchoge auf sich allein gestellt. "Das war hart. Aber wir hatten einen genauen Plan, dem habe ich vertraut", sagte der Kenianer im ARD-Interview, "ich konnte auch gar nicht anders, als es durchzuziehen. Ich bin unendlich dankbar, den Weltrekord im dritten Anlauf in Berlin endlich geschafft zu haben."

Der 33-Jährige Kipchoge ist seit Jahren im Marathon das Maß der Dinge. 2016 gewann er bei den Olympischen Spielen in Rio Gold, im April dieses Jahres sicherte er sich zum dritten Mal den Sieg beim London-Marathon.

Für den Sieg in Berlin kassiert Kipchoge 120.000 Euro. 50.000 Euro für die neue Bestmarke, 40.000 für den Sieg und 30.000 als Zeitbonus, weil er unter 2:04 Stunden blieb.

Die Weltrekord-Entwicklung im Marathon der Männer:

30.05.1969 Antwerpen: Derek Clayton (Australien) 2:08:33
06.12.1981 Fukuoka: Rob de Castella (Australien) 2:08:18
21.10.1984 Chicago: Steve Jones (Großbritannien) 2:08:05
20.04.1985 Rotterdam: Carlos Lopes (Portugal) 2:07:12
17.04.1988 Rotterdam: Belayneh Dinsamo (Äthiopien) 2:06:50
20.09.1998 Berlin: Ronaldo da Costa (Brasilien) 2:06:05
24.10.1999 Chicago: Khalid Khannouchi (USA) 2:05:42
14.04.2002 London: Khalid Khannouchi (USA) 2:05:38
28.09.2003 Berlin: Paul Tergat (Kenia) 2:04:55
30.09.2007 Berlin: Haile Gebreselassie (Äthiopien) 2:04:26
28.09.2008 Berlin: Haile Gebreselassie (Äthiopien) 2:03:59
25.09.2011 Berlin: Patrick Makau (Kenia) 2:03:38
29.09.2013 Berlin: Wilson Kipsang (Kenia) 2:03:23
28.09.2014 Berlin: Dennis Kimetto (Kenia) 2:02:57
16.09.2018 Berlin: Eliud Kipchoge (Kenia) 2:01:39

Anmerkung der Redaktion: Die Organisatoren des Marathons von Berlin haben Kipchoges Laufzeit nachträglich korrigiert.

bam/sid/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
Ein_denkender_Querulant 16.09.2018
1. Sehr gut formuliert!
Aha, für den Sieg gibt es 120.000,-€ und für den Sieg dann 50.000,-€. Es ist sehr gut, das SPON uns mit unverständlich formulierten Artikeln dazu anregt, selber mehr zu denken. Das ist eine gute Entwicklung, die Demenzen entgegen wirkt. Wir wäre es mit weiteren deutschen Worten, um den Sachverhalt eindeutig zu beschreiben. " Kipchoge bekommt für seine Leistung insgesamt 120.000 Euro Preisgeld. 50.000 Euro für die neue Bestmarke, 40.000 für den Sieg und 30.000 als Zeitbonus. "
Herr Bayer 16.09.2018
2. Wie sieht es mit Dopingkontrollen aus
Wurde er auch in den letzten Monaten getestet?
_gimli_ 16.09.2018
3.
https://www.deutschlandfunk.de/doping-kenia-kaempft-gegen-den-missbrauch.890.de.html?dram:article_id=426781
steingärtner 16.09.2018
4. Nur zur Info
War denn Herr Seppelt an der Strecke ?
LuBu 16.09.2018
5. 40.000 Euro Siegprämie
Zitat von Ein_denkender_QuerulantAha, für den Sieg gibt es 120.000,-€ und für den Sieg dann 50.000,-€. Es ist sehr gut, das SPON uns mit unverständlich formulierten Artikeln dazu anregt, selber mehr zu denken. Das ist eine gute Entwicklung, die Demenzen entgegen wirkt. Wir wäre es mit weiteren deutschen Worten, um den Sachverhalt eindeutig zu beschreiben. " Kipchoge bekommt für seine Leistung insgesamt 120.000 Euro Preisgeld. 50.000 Euro für die neue Bestmarke, 40.000 für den Sieg und 30.000 als Zeitbonus. "
Das scheint dann bei Ihnen angesichts der Siegprämie i.H.v. 40.000 Euro ja nur eher mäßig funktioniert zu haben. Im Zweifelsfalls: mehr denken, weniger querulieren :-).
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