Marathon Weltrekordler Kipsang gewinnt in London

Der Kenianer Wilson Kipsang hat den herausragend besetzten London-Marathon gewonnen, Zweiter wurde ein Landsmann. In Rotterdam liefen gleich drei Kenianer auf das Podium. Den Marathon in Wien gewann ein Äthiopier - und bei den Frauen eine Deutsche.

Kenianer Kipsang, Biwott: Sieger und Zweitplatzierter beim London-Marathon
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Kenianer Kipsang, Biwott: Sieger und Zweitplatzierter beim London-Marathon


Hamburg - Weltrekordhalter Wilson Kipsang hat den 34. London-Marathon gewonnen. Der Kenianer siegte in einem Weltklassefeld nach einer massiven Tempoverschärfung auf den letzten Kilometern in der Streckenrekordzeit von 2:04:27 Stunden.

Bei seinem mit Spannung erwarteten Debüt über 42,195 km wurde Lokalmatador Mo Farah Achter. Der Doppel-Olympiasieger von London über 5000 und 10.000 Meter verpasste in 2:08:19 Stunden den britischen Rekord um 66 Sekunden. "Es war ganz schön hart, aber eine wertvolle Erfahrung", sagte Farah nach dem Rennen: "Das Leben geht weiter, und ich werde zurückkommen."

Damit verlor Farah auch klar das Fernduell mit Äthiopiens Läuferstar Kenenisa Bekele, der am vergangenen Sonntag in Paris bei seinem ersten Marathon als Sieger in 2:05:03 Stunden geglänzt hatte.

Zweiter in London wurde Stanley Biwott (Kenia) in 2:04:55 Stunden, den dritten Platz belegte der Äthiopier Tsegaye Kebede (2:06:30 Stunden). Der frühere Weltrekordhalter Haile Gebrselassie, der in Vorbereitung auf den Hamburg-Marathon am 4. Mai als Tempomacher antrat, stieg bereits nach weniger als der Hälfte der Strecke aus.

Bei den Damen siegte die zweimalige Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat aus Kenia in 2:20:21 Stunden vor ihrer Landsfrau Florence Kiplagat (2:20:34 Stunden). Tirunesh Dibaba (Äthiopien), dreimalige Olympiasiegerin auf der Bahn, belegte bei ihrem Marathon-Debüt den dritten Platz.

Anna Hahner gewinnt Wien-Marathon

Noch deutlicher als in London war die Dominanz der Kenianer beim Marathon in Rotterdam. Favorit Eliud Kipchoge siegte in exakt 2:05:00 Stunden vor Bernard Koech (2:06:07) und Bernard Kipyego (2:07:57). Der frühere 5000-Meter-Weltmeister Kipchoge verpasste bei dem traditionsreichen Rennen allerdings den anvisierten Streckenrekord von 2:04:27.

Beim Marathon in Wien hat die deutsche Lauf-Hoffnung Anna Hahner den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere gefeiert. Die 24-Jährige gewann in einer Zeit von 2:29:00 Stunden vor der lange Zeit führenden Caroline Chepkwony (2:29:18). Hahner überholte die Kenianerin erst 300 Meter vor dem Ziel und feierte ihren Sieg anschließend, indem sie Tanzbewegungen wie beim Wiener Walzer machte.

"Ich war total erleichtert hinter der Ziellinie", sagte Hahner: "Als ich Caroline überholt hatte, dachte ich nur: Halte durch. Hoffentlich hängt sie sich nicht mehr an mich dran."

Bei den Männern siegte der Äthiopier Getu Feleke mit dem Streckenrekord von 2:05:41 Stunden. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Alfred Kering (2:08:28) und Philip Sanga (2:08:58) aus Kenia.

tim/sid/dpa



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