Mixed Zone: Huck kämpft gegen Arslan, dänischer Radsport-Funktionär gedopt

WBO-Weltmeister Marco Huck muss seinen Titel im deutschen Box-Duell gegen Firat Arslan verteidigen. Der dänische Radsport-Funktionär Sören Svenningsen wurde nach einem Seniorenrennen positiv auf drei Substanzen getestet. Handball-Meister THW Kiel feiert den Gruppensieg bei der Club-WM.

Boxer Huck: Titelverteidigung im November Zur Großansicht
dapd

Boxer Huck: Titelverteidigung im November

Hamburg - Im westfälischen Halle kommt es am 3. November zum deutschen Boxduell um die WBO-Weltmeisterschaft im Cruisergewicht. Titelverteidiger Marco Huck trifft auf den ehemaligen WBA-Champion Firat Arslan. Huck lobte seinen 41 Jahre alten Herausforderer: "Er ist eine echte Kampfmaschine. Da muss ich konditionell topfit sein." Verteidigt Huck seinen Gürtel zum zehnten Mal, wird er vom Weltverband zum "Super-Champion" befördert.

Bei einer Dopingkontrolle nach einem Seniorenrennen ist ein dänischer Radsport-Funktionär positiv getestet worden. Sören Svenningsen, Vorstandsmitglied des Radsport-Verbandes DCU, wurden gleich drei verbotene Substanzen nachgewiesen. Zwei Glucocorticoide und Testosteron fanden die Kontrolleure in der Probe. Der dänische Verband reagierte umgehend und entließ den 47-Jährigen. "Ich war zutiefst schockiert, als ich die Nachricht von der positiven Dopingprobe erhalten habe", sagte DCU-Präsident Tom Lund.

Handball-Meister THW Kiel hat sich bei der Club-WM in Katar den Gruppensieg gesichert. Gegen Asienmeister Mudhar Club aus Saudi Arabien feierte der Titelverteidiger einen ungefährdeten 42:31-Erfolg. Am Freitag treffen die Kieler, die in der vergangenen Saison das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League gewannen, im Halbfinale auf den spanischen Pokalsieger Atletico Madrid oder Afrika-Meister El Zamalek aus Ägypten.

Mehr als 1,3 Millionen Euro Prämien erhalten die deutschen Olympiateilnehmer für ihre Erfolge bei den Sommerspielen in London. Diese Summe verabschiedete der Gutachterausschuss der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Honoriert werden Platzierungen unter den besten Acht. Für eine Goldmedaille erhält ein deutscher Sportler 15.000 Euro, Silber wird mit 10.000, Bronze mit 7500 Euro honoriert. Die Zahlungen entsprechen in etwa jener Summe, die vier Jahre zuvor in Peking zusammengekommen war.

Basketball-Bundesligist Ulm muss in der kommenden Saison auf den US-Amerikaner Tommy Mason-Griffin verzichten. Der 22-Jährige wird wegen eines Knorpelschadens im rechten Knie operiert und fällt für die im Oktober beginnende Spielzeit komplett aus.

kem/sid/dpa

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Box-Legenden: Historische Kämpfe

Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Epo/HGH
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)
Anabolika
Anabolika sind künstlich hergestellte Verwandte des männlichen Sexualhormons Testosteron. Diese Steroid- oder Wachstumshormone haben sowohl eine den Muskelaufbau fördernde (anabole) als auch eine vermännlichende (androgene) Wirkung. Anabolika können als Tabletten als auch injiziert werden. In Deutschland sind sie rezeptflichtig, werden aber nur selten zur Therapie beispielsweise von Schwächezuständen eingesetzt.

Illegal werden Anabolika parallel zu entsprechendem Training eingenommen, um den Aufbau von Muskelmasse zu fördern – also als Dopingmittel missbraucht. Bekannte Anabolika-Präparate sind unter anderen Nandrolon, Metandienon und Stanozolol.
Stimulanzien
Als Stimulanzien (lat. stimulare = "anregen") werden Substanzen bezeichnet, die anregend auf den Organismus wirken. Sie stimulieren die Aktivität des Zentralnervensystems. Als Aufputschmittel werden sie kurz vor oder während des Wettkampfs eingenommen. Sie steigern die motorische Aktivität, erhöhen die Risikobereitschaft und vertreiben die Müdigkeit, aber auch das Gespür für die natürliche Leistungsgrenze. Bekannteste Stimulanzien sind Amphetamine, Kokain, Ephedrin und Koffein (nur in hohen Mengen verboten).

Viele Stimulanzien können bei regelmäßigem Konsum abhängig machen. Bei Überdosierung drohen je nach Substanz Bluthochdruck, Herzrasen, Schweißausbrüche und Übelkeit. Nach mehreren Todesfällen im Sport, die auf die Einnahme von Stimulanzien zurückzuführen waren, wurden sie 1967 auf die Dopingliste gesetzt.
Narkotika
Betäubungs- und Schmerzmittel wie Morphine werden eingesetzt, um bei Höchstleistungen auftretende Schmerzen zu unterdrücken - beispielsweise bei einem Marathon. Die Medikamente machen abhängig, weitere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Kreislauflähmungen. Von Radsportlern werde berichtet, dass diese auf den letzten Kilometern gerne Alkohol trinken, sagt Patrick Diel vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln. "Das dämpft den Schmerz, liefert Energie und hebt die Stimmung."

Ebenso wie Amphetamine seien auch die meisten Narkotika leicht nachweisbar und würden deshalb eher selten im Spitzensport verwendet. Zudem handle es sich auch hierbei um eine "Wettkampf-Droge", die direkt beim jeweiligen Sportereignis eingenommen werden müsse. Entsprechend hoch sei die Gefahr der Entdeckung. (mit dpa)
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THW Kiel: Die Bayern des Handballs