Golf Der Sprung an die Spitze war für Kaymer "einer der bittersten Momente"

Erfolg macht nicht immer glücklich: Martin Kaymer wurde im Februar 2011 Weltranglistenführender, doch der deutsche Golfer fühlte sich danach "leer".

Martin Kaymer
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Martin Kaymer


Für Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer war der Sprung auf Platz eins der Weltrangliste "auch einer der bittersten Momente" seiner Karriere. Im Ranking am 28. Februar 2011 hatte der 33-Jährige den Engländer Lee Westwood als Nummer eins abgelöst und als zweiter Deutscher nach Bernhard Langer (1986) den Golf-Thron bestiegen.

"Ich saß allein in einem Café in Scottsdale und habe mir im Internet die Weltrangliste angeschaut", sagte Kaymer dem Portal Sportbuzzer: "Immer wieder hab ich auf Aktualisieren gedrückt. Als ich mich dann endlich ganz oben auf der Liste sah, als ich wusste, ich bin der beste Golfspieler der Welt, da habe ich mich so leer gefühlt. Ich saß da ganz allein in diesem Café mit diesem Erfolg, das war auch traurig irgendwie."

Kaymer berichtet auch über einen Zusammenbruch. "Ich hatte vor ein paar Jahren mal einen Tag, an dem mich meine Füße plötzlich nicht mehr getragen haben, da hatte ich einen richtigen Zusammenbruch. Ich bin aus dem Flugzeug gestiegen, mir war total komisch, ich war total überfordert. Ich habe mich gegen das Flugzeug gelehnt und konnte nicht mehr gehen. Das war so ein kleiner Wake-up-Call, dass es nicht so weitergehen kann", sagte Kaymer.

Kaymer spielt ab Donnerstag bei der 118. US Open in Southampton/New York. Zum Favoritenkreis gehört er nicht. 2014 hatte er bei dem Turnier seinen zweiten Major-Triumph gefeiert, seitdem wartet er auf den nächsten Toursieg. In der Weltrangliste wird er nur noch auf Position 118 geführt.

bka/sid

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