Golf-Masters 13 Schläge, fünf ins Wasser - historisches Debakel für García

Mit 13 Schlägen an einem Loch hat Sergio García bei den Masters in Augusta einen historischen Negativrekord aufgestellt. Der Titelverteidiger versenkte dabei fünf Bälle am Stück im Wasser.


"Ich dachte, der Ball würde stoppen, aber unglücklicherweise tat er das nicht", so fassungslos äußerte sich Titelverteidiger Sergio García nach seinem Patzer an Loch 15 beim Golf-Masters in Augusta. Der Spanier brauchte 13 Schläge und versenkte dabei gleich fünf aufeinanderfolgende Versuche im Wasser. Niemals zuvor hat ein Spieler bei einem Masters mehr Anläufe für ein Loch gebraucht.

"Ihr habt es gesehen. Ich denke, ich muss es nicht beschreiben", sagte García, der vor dem Loch zwei über Par gelegen hatte. Im vergangenen Jahr hatte der 38-Jährige das Turnier noch gewonnen und erst kürzlich seine Tochter Azalea genannt - nach dem 13. Loch, wo ihm seine Leistung im Vorjahr den Weg zum Triumph geebnet hatte. Für das 15. Loch wären fünf Schläge vorgesehen gewesen, in der Schlussrunde im vergangenen Jahr hatte er drei gebraucht.

Schon beim nächsten Loch korrigierte García seinen Patzer und blieb mit einem Birdie einen Schlag unter Soll. Dennoch war das Gesamtergebnis von 81 die schlechteste Eröffnungsrunde eines Titelverteidigers in der Masters-Geschichte. Der Spanier liegt derzeit auf dem vorletzten Platz, gleichauf mit dem hauptberuflichen Feuerwehrmann Matt Parziale und vor Amateurgolfer Harry Ellis.

Sergio García
AFP

Sergio García

Führend in der Gesamtwertung ist der US-Amerikaner Jordan Spieth mit einem Gesamtergebnis von 66 Schlägen. Seine Landsleute Toni Finau und Matt Kuchar liegen mit jeweils 68 Schlägen dahinter. Tiger Woods spielt bislang ein solides Turnier und rangiert mit 73 Schlägen auf Platz 29.

tip



insgesamt 8 Beiträge
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c124048 06.04.2018
1.
Ja.... Da hat wohl wer "Tin Cup" mit Kevin Costner gesehen... Absolut gleiche Ausgangslage. Der Kollege hat wohl gedacht:"Was im Kino klappt, geht auch im echten Leben". Nö. Da erinnert sich nächste Woche niemand mehr dran
gammoncrack 06.04.2018
2. Ja, die Ähnlichkeit zu den Schlägen von Kevin Costner war da,
aber dessen waren einfach zu kurz, während der arme Garcia jeden Ball 2-3 m neben die Fahne auf das Grün schlug und der Ball jedesmal erst langsam und dann immer schneller von dort ins Wasser rollte. Costner hatte auch nicht gedroppt obwohl er gekonnt hätte, während Garcia das schon gemacht hat. Bereits beim dritten Mal habe ich auf das Datum geschaut, aber es war nicht der 1. April. Und man wird sich daran noch jahrelang erinnern. Ich wette, dass bei den kommenden Masters an Loch 15 das Dilemma dieses so sympatischen Spielers angesprochen wird. Nur dass dann auch Garcia darüber lachen kann. Hoffentlich.
NoInfinity 06.04.2018
3.
Bei "Tin Cup" ging es auch darum, dass er nach mehr als 12 Schläge auf einem Loch disqualifiziert wäre.
janfred 06.04.2018
4. verhext
So was in der Art hat jeder Golfer mal irgendwann erlebt. Allerdings nicht unbedingt bei einem Tunier. Und im Besonderen nicht in Augusta. Schadenfreude werden sie aber bei kaum einem Golfer finden, weil jeder weiss, es könnte ihm selber genauso ergehen. Man wird aber jede Menge Tips parat haben, was man nach der Runde mit dem Schläger machen kann oder sollte. 100 Tips wie man einen Schläger entsorgt, denn sowas liegt ja nur am Schläger.
darthmax 06.04.2018
5. Der Filmmitschnitt
wird noch berühmt sein, wenn niemand mehr weiss, wer Sergio war.
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