Meldonium-Doping 14 Athleten profitieren von Wada-Lockerung

Nach der wissenschaftlichen Fehleinschätzung der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) haben Russland und Georgien reagiert und die Suspendierung von 14 Athleten aufgehoben.

Meldonium bleibt verboten
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Meldonium bleibt verboten


Nach positiven Dopingtests mit Meldonium sind die vorläufig verhängten Sperren von 14 Athleten aus Russland und Georgien wieder aufgehoben worden. Das betrifft sechs georgische Ringer sowie acht russische Sportler - darunter Leichtathleten, Bahnrad-, Bob- und Skeletonfahrer.

Das Olympische Komitee Russlands hob die Sperren wieder auf; zwei Tage zuvor hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada die Regularien gelockert. "In ihrem Blut wurde weniger als ein Mikrogramm Meldonium gefunden", sagte der Vizepräsident der georgischen Anti-Doping-Agentur, Temuri Ukleba.

Bei einem solchen Wert hätten Athleten künftig nichts zu befürchten. Bei Ausschlägen zwischen 1 und 15 Mikrogramm pro Milliliter wären weitere Untersuchungen fällig. Eine sehr geringe Konzentration könnte dafür sprechen, dass die Substanz schon im Vorjahr eingenommen wurde, als Meldonium noch gar nicht verboten war. Das Herzmedikament steht seit 1. Januar auf der WADA-Verbotsliste.

Die prominentesten Athleten aus dem Kreis der suspendierten Sportler sind Tennisstar Marija Scharapowa und der fünffache Eisschnelllauf-Weltmeister Pawel Kulischnikow. Die beiden Russen bleiben vorübergehend suspendiert - wie allen anderen steht ihnen aber das Recht auf Anhörung zu.



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