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Tödlicher Unfall: Wrestler stirbt im Ring - und die Show geht weiter

Wrestler Aguayo Ramirez: Tragischer Tod während eines Showkampfes Zur Großansicht
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Wrestler Aguayo Ramirez: Tragischer Tod während eines Showkampfes

Der Wrestler Pedro Aguayo Ramirez ist bei einem Kampf in Mexiko ums Leben gekommen. Er blieb nach einem Sprungtritt bewusstlos liegen. Seine Kontrahenten und das Publikum dachten, das gehöre zur Show.

Hamburg - Wrestling ist brutale Show, harte Tritte, Schläge und Stürze gehören dazu. Die Kämpfer sind darauf trainiert, nach dem Fight stehen sie in der Regel wieder auf. Doch im mexikanischen Tijuana ist einer der bekanntesten Wrestler des Landes nun an den Folgen eines Sprungkicks gestorben. Pedro Aguayo Ramirez, 35, auch bekannt als Hijo del Perro Aguayo, fiel bei einem Kampf der mexikanischen Wrestling-Liga AAA nach einem Tritt seines Kontrahenten Oscar Gutierrez (Kampfname Rey Mysterio Jr.) bewusstlos in die Seile.

Die anderen Wrestler dachten offenbar, das gehöre zur Show - und kämpften noch etwa zwei Minuten weiter. Als sie Aguayo Ramirez, Sohn von Wrestling-Legende Perro Aguayo, anstupsten, um ihn zum Weitermachen zu animieren, fiel dessen lebloser Körper kopfüber auf den Boden. Auch seine Betreuer und das Publikum hatten nichts bemerkt.

Perro Aguayo wurde sofort in eine Klinik gebracht, doch dort konnten die Ärzte nur noch seinen Tod durch Genickbruch feststellen. "Ich habe keine Worte für diese schreckliche Nachricht. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie", sagte Joaquin Roldan, Direktor des Wrestling-Verbands. Die Polizei hat eine Untersuchung wegen möglichen Totschlags eingeleitet.

Der Veranstalter des Showkampfes, eine Firma namens The Crash, hat sich bislang nicht zu dem tragischen Vorfall geäußert. Die Box- und Wrestling-Vereinigung Tijuanas nannte den Tod einen unglücklich Unfall, der in einer Risikosportart wie Wrestling eben vorkomme.

Mexiko ist für seine große und schillernde Wrestling-Szene bekannt. Aguayo Ramirez war über 20 Jahre ein Teil davon gewesen, er gewann etliche nationale und internationale Titel.

psk/AP

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insgesamt 43 Beiträge
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1.
Danares 22.03.2015
Auch wenn jemand zu Tode geschlagen wurde nennt sich das Delikt "Totschlag"
2. Korrekturlesen...
johannes.alaska 22.03.2015
Todschlag - ich bitte Sie! Liest bei Ihnen niemand Korrektur?!?
3. Habs mir angeschauen.
SilverTi 22.03.2015
Der Wrestler starb nicht, weil er kopfüber irgendwo runter fiel, sondern weil einer der Gegner ihm durch einen Fußtritt das Genick gebrochen hat.
4. Seltsame Beschreibung des Kampfes
Peter Eckes 22.03.2015
Also irgendwie sieht das alles ganz anders aus wenn man sich den Kampf ansieht. Es sieht eher so aus als ob den Wrestlern sofort klar war das sich Aguayo verletzt hat. Es hat sich auch sofort jemand von außerhalb des Ringes um ihn gekümmert. Man dachte wohl es wäre nichts schlimmes, deshalb hat sein Tag-Team-Partner dann den Kampf gegen das gegnerische Team halbherzig fortgesetzt, wohl auch um die Zuschauer von Aguayo abzulenken. Nachdem dann klar wurde das es was ernsteres ist hat man den Kampf dann eingestellt. Zusammengefasst hat niemand gedacht das das zur Show gehört, Aguayo lag nicht auf einem Podest neben dem Ring, sondern hing in den Seilen. Er wurde nicht angestubst und er ist auch nicht kopfüber aus dem Ring gefallen. Wer auch immer diesen Text geschrieben hat, hat den Kampf offensichtlich nicht gesehen.
5. da frag ich mich,
wilam 22.03.2015
wie beim Wresteln die Sieger ermittelt werden. Die Choreographie ist so offensichtlich und detailliert, dass eigentlich keine Abweichung möglich ist. Ein Unfall ist dann das Salz in der Suppe. Dazu sollte sich die Veranstalter bekennen.
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