Hamburg - Vizemeister Miami Heat hat dank einer starken Leistung von Dwyane Wade das Halbfinale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA erreicht. Beim 105:93-Auswärtssieg gegen die Indiana Pacers kam der 30 Jahre alte Guard auf 41 Punkte und zehn Rebounds. Das Team aus Florida gewann die Best-of-seven-Serie damit 4:2.
"Dwyane war spektakulär, von Anfang bis zum Ende", sagte Teamkollege LeBron James. Der wertvollste Spieler (MVP) der regulären Saison warf bei Miamis drittem Sieg in Folge 28 Punkte. Wade kam allein im zweiten Viertel auf 20 Punkte und drehte Indianas schnelle 28:21-Führung nahezu im Alleingang.
Wade sagte: "In der regulären Saison hatte wir ohne Frage einige gute Partien. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals drei so starke Spiele in Serie gemacht haben wie jetzt." Die Entscheidung fiel nach der Pause, als die Gäste aus Miami innerhalb von vier Minuten aus einem 66:66 ein 79:69 machten.
Bei Indiana war Power Forward David West mit 24 Punkten bester Werfer, auch die vier anderen Starter George Hill (18 Punkte), Danny Granger (25), Roy Hibbert (12) und Paul George (11) trafen zweistellig.
Im Conference-Finale des Ostens treffen die Heat auf den Gewinner des Playoff-Duells zwischen den Philadelphia 76ers und den Boston Celtics, in dem es nach sechs Begegnungen 3:3 steht. Die entscheidende Partie wird am Samstag ausgetragen (Beginn um 20 Uhr Ortszeit/2 Uhr MESZ). Die Celtics haben Heimrecht.
Jung gegen Alt im Finale der Western Conference
Die Teilnehmer des West-Finales stehen bereits fest. In San Antonio Spurs und Oklahoma City Thunder treffen die beiden Teams aufeinander, die nach Ende der Regular Season die Plätze eins und zwei belegt hatten.
Die Best-of-seven-Serie startet mit zwei Heimspielen für die Spurs (Sonntag und Dienstag). Dann werden die Thunder zweimal Gastgeber sein (Donnerstag und Samstag). Ein eventuell nötiges fünftes Spiel würde in San Antonio ausgetragen werden, Spiel sechs in Oklahoma City. In der notfalls entscheidenden siebten Partie hätte wiederum San Antonio Heimrecht.
Einen klaren Favoriten in der West-Serie gibt es nicht. Beide Teams hatten in den ersten Runden der Playoffs keine Probleme mit ihren Gegnern. Die Spurs schalteten die Utah Jazz und die Los Angeles Clippers jeweils 4:0 aus. Oklahoma besiegte Titelverteidiger Dallas 4:0 und dann die Los Angeles Lakers 4:1.
Für die Thunder spricht die Dynamik ihrer beiden Top-Stars Kevin Durant (Small Forward) und Russell Westbrook (Pointguard). Die beiden Youngster, jeweils 23 Jahre alt, sind in bestechender Form. Ihnen gehört die Zukunft, sie werden noch viele Jahre in der NBA spielen.
Die Spurs hingegen können sich auf ihre Routine verlassen. Tony Parker (Pointguard, 30 Jahre alt), Manu Ginobili (Shooting Guard, 34) und Tim Duncan (Power Forward, manche halten den 36-Jährigen auch für einen Center) spielen seit Jahren auf höchstem Niveau zusammen.
Viermal waren die Spurs bereits Meister: 1999, 2003, 2005 und 2007. Duncan war bei allen vier Triumphen dabei, Parker und Ginobili waren es bei den letzten drei.
ach/leh/sid
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