Mixed Zone Alba gewinnt Playoff-Krimi, DTB-Team unterliegt Spanien

Knapper Sieg für Alba: Die Berliner Basketballer setzten sich im Halbfinal-Duell der BBL-Playoffs mit einem Punkt Unterschied gegen Frankfurt durch. Das deutsche Tennis-Team steht beim World Team Cup vor dem Aus. Außerdem: Der THW Kiel gewann die Club-WM.

Alba-Profi Taylor (l.): Im Zweikampf mit Frankfurts Robertson
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Alba-Profi Taylor (l.): Im Zweikampf mit Frankfurts Robertson


Hamburg - Fast über die gesamte Spielzeit lagen die Basketball-Bundesligisten von Alba Berlin im ersten Playoff-Halbfinalspiel bei den Skyliners Frankfurt in Führung. Absetzen konnten sich die Gäste aber bis zuletzt nicht. Der achtmalige Titelträger gewann knapp 81:80 (39:37) und ging in der "Best-of-five"-Serie 1:0 in Führung. "Wir haben immer gekämpft. Das war wichtig", sagte Berlins Center Yassin Idbihi. Im Schlussabschnitt rettete Alba den knappen Vorsprung in den Schlusssekunden mit einem Offensivrebound über die Zeit. Die zweite Partie findet am Samstag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Berlin statt.

Nach dem Auftaktsieg von Florian Mayer sah noch alles gut aus. Doch nach zwei Niederlagen gegen Spanien droht die deutsche Tennis-Mannschaft von Trainer Patrik Kühnen das Finale beim World Team Cup zu verpassen. Im zweiten Einzel musste sich zunächst Philipp Kohlschreiber 4:6, 6:2, 3:6 gegen Daniel Gimeno-Traver geschlagen geben, danach verlor das Doppel Philipp Petzschner und Christopher Kas 6:7 (7:9), 3:6 gegen Marcel Granollers/Marc Lopez. Deutschland muss nun am Donnerstag und Freitag gegen Russland gewinnen, um das Finale am Samstag noch erreichen zu können. Außerdem muss dazu Spanien gegen Serbien verlieren. Für das entscheidende Duell gegen Russland benannte Kühnen Petzschner anstelle von Kohlschreiber als zweiten Einzelspieler. In der Roten Gruppe feierten Titelverteidiger Argentinien und die USA ihre zweiten Siege und spielen damit am Donnerstag und Freitag den Finalteilnehmer aus dieser Staffel aus. Die USA bezwangen Kasachstan 2:1, Argentinien besiegte Schweden ebenfalls 2:1.

Die Europäische Handball-Föderation (EHF) hat gegen THW Kiel und dessen Trainer Alfred Gislason ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Gislason hatte das dänische Schiedsrichterduo Martin Gjeding und Mads Hansen für das Kieler Viertelfinal-Aus gegen den FC Barcelona verantwortlich gemacht. Er äußerte die Vermutung, die EHF habe nach der Qualifikation des HSV Hamburg und der Rhein-Neckar Löwen kein Interesse an einer dritten deutschen Mannschaft in der Vorschlussrunde. "Derartige Vorwürfe schaden dem Handball", sagte EHF-Spielleiter Markus Glaser.

Sportlich durfte sich der THW am Mittwoch als erste deutsche Mannschaft über den Gewinn der Club-WM freuen: Im Finale des Super Globe in Doha (Katar) setzte sich der Pokalsieger dank einer erheblichen Steigerung in der zweiten Hälfte 28:25 (10:14) gegen Titelverteidiger Ciudad Real durch. Vor 3200 Zuschauern in der ausverkauften Gharaffa-Halle zählten Torwart Thierry Omeyer sowie Marcus Ahlm mit sieben Treffern zu den Besten. Der THW erhält eine Siegprämie von 400.000 Dollar.

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf hat den Vertrag mit Piotr Przybecki verlängert. Der 38-jährige Rückraumspieler hat nach Angaben des Vereins einen neuen Einjahresvertrag unterschrieben. Der Pole war 2009 nach Hannover gekommen und hatte zuvor in Essen, Kiel und Nordhorn gespielt. Bereits in der Vorwoche hatte der Club den Vertrag mit dem ebenfalls 38 Jahre alten Torwart Nenad Puljezevic um ein weiteres Jahr verlängert.

Hanns Michael Hölz ist als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (Nada) bestätigt worden. Zudem wurden Wilfried Kindermann und Michael Ilgner als weitere Mitglieder des Aufsichtsrates bestätigt. Ihre Amtszeit läuft bis zum 31. Dezember 2012. Zusätzlich nahm die Agentur die Vorsitzenden der konstituierten Nada-Kommissionen als Mitglieder ohne Stimmrecht in den Aufsichtsrat auf.

Die Volleyballerinnen des Schweriner SC haben das Final-Hinspiel gegen den Dresdner SC 3:2 (25:20, 20:25, 25:14, 21:25, 16:14) gewonnen. Damit können sie im Rückspiel am kommenden Samstag (17.30 Uhr) in Dresden die neunte Deutsche Meisterschaft seit der Wiedervereinigung feiern. "Wir haben zu viele Fehler gemacht und es deshalb spannend gemacht", sagte SSC-Trainer Tore Aleksandersen nach dem Spiel vor 2000 Zuschauern in der Schweriner Arena. Seinen letzten Meistertitel feierte Schwerin vor zwei Jahren.

klu/dpa/sid

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