Mixed Zone: Boy stürzt bei Turn-EM, Frauen holen Medaillen

Mehrkampf-Sieger Philipp Boy patzte bei der Turn-EM am Boden. Dafür gewannen Oksana Chusovitina und Kim Bui Silber und Bronze für den DTB. Andreas Klöden hat bei der Baskenland-Rundfahrt triumphiert. Außerdem: In Italien droht ein weiterer Doping-Prozess.

Turnerin Bui: Bronze am Stufenbarren Zur Großansicht
DPA

Turnerin Bui: Bronze am Stufenbarren

Hamburg - Nach Gold im Mehrkampf hat Philipp Boy bei den Turn-Europameisterschaften in Berlin eine weitere Medaille verpasst. Im Boden-Wettbewerb stürzte der 23-Jährige und belegte deshalb mit 14,275 Punkten nur den achten Platz. Der Sieg ging an den Rumänen Flavius Koczi (15,500 Punkte) vor Alexander Shatilov aus Israel (15,400) und Anton Golozuzkow aus Russland (15,325). Auch in den weiteren Gerätefinalen verpassten die deutschen Starter Thomas Taranu (Siebter an den Ringen) und Sebastian Krimmer (Fünfter auf dem Pauschenpferd) einen Platz auf dem Podium.

Für die deutschen Frauen lief es besser. Oksana Chusovitina holte am Sprung mit 14,537 Punkten Silber. Besser war nur Sandra Izbasa (14,675) aus Rumänien. Dritte wurde die Schweizerin Ariella Kaeslin (14,475), Elisabeth Seitz kam mit 14,187 Punkten auf Rang fünf. Für Chusovitina war es die dritte Sprung-Medaille nach Gold 2008 und Silber 2007. Am Stufenbarren gewann Kim Bui Bronze. Die 22-Jährige kam auf 14,675 Punkte. Gold ging an die Britin Elizabeth Tweddle (15,100), Silber gewann Tatiana Nabieva (15,075). Wie am Sprung wurde Seitz Fünfte mit 14,175 Punkten.

Radprofi Andreas Klöden hat die Baskenland-Rundfahrt gewonnen. Der 35-Jährige wurde im abschließenden Zeitfahren über 24 Kilometer hinter Tony Martin Zweiter. In der Gesamtwertung hatte Klöden nach sechs Etappen 47 Sekunden Vorsprung auf seinen RadioShack-Teamkollegen Christopher Horner aus den USA und den Niederländer Robert Gesink (Rabobank). Für Klöden war es nach 2000 der zweite Erfolg bei der Rundfahrt.

Nach dem VfL Oldenburg steht auch der Thüringer HC im Playoff-Halbfinale der Handball-Bundesliga der Frauen. Im Viertelfinal-Rückspiel bezwang der THC die Oldenburger 38:28 (20:18). Das Hinspiel war 25:25 unentschieden ausgegangen. Am Sonntag können nach ihren Hinspiel-Erfolgen auch der HC Leipzig gegen den VfL Sindelfingen und der FHC Frankfurt/Oder beim Buxtehuder SV in die Runde der besten Vier einziehen.

Rund 30 Radprofis, Managern und Medizinern droht in Italien nach Doping-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mantua ein Prozess. Nach italienischen Medienberichten werden auch Alessandro Ballan und Damiano Cunego verdächtigt. Ballan wurde 2008 Weltmeister, Cunego gewann 2004 den Giro d'Italia. Trotz des Verdachts will Ballan am Sonntag am Klassiker Paris-Roubaix teilnehmen. Ihm wird Eigenblutdoping vorgeworfen. Zu den Verdächtigten soll laut der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" auch Lampre-Teamchef Giuseppe Saronni zählen. Die Anschuldigungen sollen am Montag an die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft des italienischen Olympia-Komitees Coni weitergegeben werden.

Polen wird Gastgeber der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2013 sein. Das entschied der Internationale Volleyball-Verband FIVB. Polen richtet bereits das Weltliga-Finalturnier der Männer 2011 und die Hallen-WM 2014 aus. Die diesjährigen Beachvolleyball-Titelkämpfe sind vom 13. bis 19. Juni in Rom.

max/dpa/sid

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Mixed Zone
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite
Fotostrecke
Bitte lächeln!: Der letzte Schrei

Dopingsubstanzen und ihre Wirkung
Epo/HGH
Die Ausdauerleistung ist wesentlich davon abhängig, wie gut der Körper Sauerstoff aufnehmen kann. Das Hormon Erythropoetin (Epo) stimuliert die Produktion roter Blutkörperchen. Die erhöhte Anzahl der im Organismus zirkulierenden Erythrozyten verbessert die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und steigert damit Ausdauerleistungsfähigkeit.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verbietet den Gebrauch von Epo seit langem. Seit 1983 ist es möglich, Epo synthetisch herzustellen. Entwickelt wurde es für Patienten mit schweren Nierenleiden, die an Blutarmut leiden.

Das Wachstumshormon HGH wird bei Kleinwüchsigkeit eingesetzt. HGH lässt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Knochen wachsen, das führt zu langen Gliedmaßen, einem verformten Kopf und Riesenhänden. Zudem verändert sich die Struktur der Organe. (mit dpa)
Anabolika
Anabolika sind künstlich hergestellte Verwandte des männlichen Sexualhormons Testosteron. Diese Steroid- oder Wachstumshormone haben sowohl eine den Muskelaufbau fördernde (anabole) als auch eine vermännlichende (androgene) Wirkung. Anabolika können als Tabletten als auch injiziert werden. In Deutschland sind sie rezeptflichtig, werden aber nur selten zur Therapie beispielsweise von Schwächezuständen eingesetzt.

Illegal werden Anabolika parallel zu entsprechendem Training eingenommen, um den Aufbau von Muskelmasse zu fördern – also als Dopingmittel missbraucht. Bekannte Anabolika-Präparate sind unter anderen Nandrolon, Metandienon und Stanozolol.
Stimulanzien
Als Stimulanzien (lat. stimulare = "anregen") werden Substanzen bezeichnet, die anregend auf den Organismus wirken. Sie stimulieren die Aktivität des Zentralnervensystems. Als Aufputschmittel werden sie kurz vor oder während des Wettkampfs eingenommen. Sie steigern die motorische Aktivität, erhöhen die Risikobereitschaft und vertreiben die Müdigkeit, aber auch das Gespür für die natürliche Leistungsgrenze. Bekannteste Stimulanzien sind Amphetamine, Kokain, Ephedrin und Koffein (nur in hohen Mengen verboten).

Viele Stimulanzien können bei regelmäßigem Konsum abhängig machen. Bei Überdosierung drohen je nach Substanz Bluthochdruck, Herzrasen, Schweißausbrüche und Übelkeit. Nach mehreren Todesfällen im Sport, die auf die Einnahme von Stimulanzien zurückzuführen waren, wurden sie 1967 auf die Dopingliste gesetzt.
Narkotika
Betäubungs- und Schmerzmittel wie Morphine werden eingesetzt, um bei Höchstleistungen auftretende Schmerzen zu unterdrücken - beispielsweise bei einem Marathon. Die Medikamente machen abhängig, weitere Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen und Kreislauflähmungen. Von Radsportlern werde berichtet, dass diese auf den letzten Kilometern gerne Alkohol trinken, sagt Patrick Diel vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln. "Das dämpft den Schmerz, liefert Energie und hebt die Stimmung."

Ebenso wie Amphetamine seien auch die meisten Narkotika leicht nachweisbar und würden deshalb eher selten im Spitzensport verwendet. Zudem handle es sich auch hierbei um eine "Wettkampf-Droge", die direkt beim jeweiligen Sportereignis eingenommen werden müsse. Entsprechend hoch sei die Gefahr der Entdeckung. (mit dpa)
Meister der Handball Bundesliga der Frauen*
Jahr Meister Vizemeister
2012 Thüringer HC Buxtehuder SV
2011 Thüringer HC Buxtehuder SV
2010 HC Leipzig Bayer Leverkusen
2009 HC Leipzig Bayer Leverkusen
2008 1. FC Nürnberg HC Leipzig
2007 1. FC Nürnberg Bayer Leverkusen
2006 HC Leipzig Bayer Leverkusen
2005 1. FC Nürnberg DJK/MJC Trier
2004 FHC Frankfurt/Oder 1. FC Nürnberg
2003 DJK/MJC Trier Buxtehuder SV
2002 HC Leipzig TV Lützellinden
2001 TV Lützellinden HC Leipzig
2000 TV Lützellinden HC Leipzig
*seit 2000