Mixed Zone: Kohlschreiber ausgeschieden, Eklat bei UCI-Ehrung

Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber hat das Viertelfinale beim ATP-Turnier in Rotterdam verpasst. Die Weltmeister-Ehrung des deutschen Teamsprint-Trios durch die UCI hat für großen Ärger gesorgt. Und: Skispringer Martin Schmitt gehört nicht zum Aufgebot bei der Skiflug-WM.

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Tennis-Profi Kohlschreiber: Beim Turnier in Rotterdam ausgeschieden

Hamburg - Das deutsche Teamsprint-Trio René Enders, Maximilian Levy und Stefan Nimke, ist offiziell vom Rad-Weltverband UCI als Weltmeister 2011 ausgezeichnet worden. Die Ehrung vor Eröffnung des vorolympischen Bahn-Weltcups in London sorgte aber für großen Ärger. Den drei Sprintern wurden Trikots mit der Aufschrift "Junior" überreicht. Deutschland hatte im Januar nachträglich den Titel zuerkannt bekommen, weil Frankreichs Anfahrer Gregory Bauge gegen Meldeauflagen für Doping-Kontrollen verstoßen hatte und rückwirkend als Weltmeister disqualifiziert worden war.

Bundestrainer Detlef Uibel war sauer: "Das war einfach nur peinlich. Alle Mannschaftsmitglieder empfanden die Atmosphäre als unwürdig. Wir fragen uns, was sich die UCI dabei gedacht hat. Schließlich hatten wir die Entscheidung nicht eingeklagt, sondern die Franzosen wurden durch die UCI disqualifiziert", so Uibel. Ob es sich bei dem Schriftzug um einen Fehler handelte oder Absicht war, wurde nicht bekannt.

Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber hat beim ATP-Turnier in Rotterdam den Einzug ins Viertelfinale verpasst. Im Achtelfinale verlor der 27-Jährige gegen den Italiener Andreas Seppi in 70 Minuten 4:6, 2:6. Bereits in der ersten Runde waren Matthias Bachinger und Philipp Petzschner ausgeschieden. Damit sind beim mit 1,2 Millionen Euro dotierten Hartplatz-Turnier keine deutschen Spieler mehr dabei.

Der ehemalige Nationalspieler Frank von Behren hat dem Deutschen Handballbund (DHB) ein mangelndes Krisenmanagement vorgeworfen. "Der Handball in Deutschland gibt nach den sportlichen Enttäuschungen der Nationalmannschaft und durch das aktuelle Missmanagement ein erbärmliches Bild ab", schrieb der 35-Jährige in seinem Blog auf "eurosport.com". "Zukunftsfähig ist der DHB in der bestehenden Form nicht". Zuvor hatte schon Nationaltorhüter Silvio Heinevetter Änderungen im Verband - und auch den Rücktritt von DHB-Präsident Ulrich Strombach gefordert.

Skispringer Martin Schmitt gehört nicht zum deutschen Aufgebot bei der Skiflug-WM im norwegischen Vikersund (23. bis 26. Februar). Das bestätigte Bundestrainer Werner Schuster. "Martin ist nicht voll belastbar, daher macht ein Start keinen Sinn", sagte der Österreicher vor dem Weltcup-Wochenende in Oberstdorf. Der 34 Jahre alte Routinier leidet seit mehreren Wochen an den Folgen einer Knieverletzung. Schmitt hatte seinen letzten Weltcup am 1. Januar beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen bestritten. Wegen schwacher Leistungen musste er vorzeitig von der Vierschanzentournee abreisen, nachdem er zweimal in Folge den zweiten Durchgang verpasst hatte. In Oberstdorf wieder dabei ist Michael Neumayer. Der Routinier kehrt nach überstandener Grippe ins deutsche Team zurück.

Die diesjährige Schwimm-Europameisterschaft ist vom europäischen Schwimmverband Len ins ungarische Debrecen verlegt worden. Ursprünglich hatten die Wettkämpfe im belgischen Antwerpen stattfinden sollen. Der Termin vom 21. bis 27. Mai bleibt bestehen. Grund für die Verlegung waren finanzielle Probleme der Veranstalter in Antwerpen, denen zuletzt ein Sponsor abgesprungen war. "Wir sind nicht glücklich über solche Entscheidungen. Ich habe das Gefühl, dass manche Ausrichter überfordert sind", sagte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff.

Bei der Team-Europameisterschaft in Amsterdam haben sich beide deutschen Badminton-Nationalmannschaften für das Viertelfinale qualifiziert. Die Frauen besiegten in ihrem zweiten Gruppenspiel Weißrussland 4:1 und beendeten die Gruppenphase als Erster. Im Viertelfinale am Freitag trifft das Team auf Frankreich. Auch die Männer zogen mit dem 5:0 gegen Irland als Gruppensieger in die Runde der besten Acht ein. Nächster Gegner ist ebenfalls am Freitag Gastgeber Niederlande.

sek/dpa/sid

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Hallenhandball-Olympiasieger der Männer
Jahr Team
2012 Frankreich (22:21 gegen Schweden)
2008 Frankreich (28:23 gegen Island)
2004 Kroatien (26:24 gegen Deutschland)
2000 Russland (28:26 gegen Schweden)
1996 Kroatien (27:26 gegen Schweden)
1992 GUS (22:20 gegen Schweden)
1988 UdSSR (32:25 gegen Südkorea)
1984 Jugoslawien (18:17 gegen Deutschland)
1980 DDR (23:22 gegen die UdSSR)
1976 UdSSR (19:15 gegen Rumänien)
1972 Jugoslawien (21:16 gegen die CSSR)

Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.