Mixed Zone Longo-Verfahren eingestellt, Tsonga besiegt Fish

Die ehemalige Rad-Weltmeisterin Jeannie Longo ist von allen Doping-Vorwürfen freigesprochen worden. Jo-Wilfried Tsonga hat beim ATP-Finale sein zweites Match gewonnen. Außerdem: Der Deutschen Eishockey-Bund muss weiter nach einem neuen Sportdirektor suchen.

Weltmeisterin Longo: Von allen Vorwürfen freigesprochen
dapd

Weltmeisterin Longo: Von allen Vorwürfen freigesprochen


Hamburg - Das Doping-Verfahren gegen die 13-fache Rad-Weltmeisterin Jeannie Longo ist eingestellt worden. Der nationale Rad-Verband FFC sprach die 53-Jährige vom Vorwurf frei, gegen die Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen zu haben. "Jeannie Longo wird nicht länger verfolgt", teilte die FFC mit. Die Olympiasiegerin von Atlanta war beschuldigt worden, dreimal gegen die Kontrollmeldepflicht der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD verstoßen zu haben.

Der Franzose Jo-Wilfried Tsonga hat sein zweites Spiel beim ATP-Finale der Tennisprofis in London gewonnen. Er bezwang Mardy Fish aus den USA in 1:30 Stunden 7:6 (7:4), 6:1. Beide hatten ihr Erstrunden-Match in der Gruppe B gegen Roger Federer bzw. Rafael Nadal verloren.

Nationalspieler Michael Kraus vom deutschen Handball-Meister HSV Hamburg bleibt das Verletzungspech treu. Der 28-Jährige zog sich im Training einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu und fällt damit für das Spiel am Mittwoch beim TBV Lemgo aus. Kraus war in dieser Saison wegen eines Innenbandrisses erst zu zwei Einsätzen gekommen. Wie lange der Spielmacher nicht zur Verfügung steht, steht noch nicht genau fest. Mannschaftsarzt Oliver Dierk rechnet mit einer Pause von drei bis vier Wochen.

Bernd Truntschka möchte doch nicht Sportdirektor des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) werden. "Mir ist schon seit einigen Wochen klar, dass für mich dieser Job nicht in Frage kommt", sagte der 46-Jährige nun in einem Interview auf der Internetseite des Zweitligisten Landshut Cannibals. Der ehemalige Nationalspieler galt bislang als einziger Kandidat für die Nachfolge des entmachteten Franz Reindl.

"Ein von der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vorgeschlagener Sportdirektor liegt offensichtlich nicht im Interesse des DEB", sagte Truntschka. "Denn dieser hätte dann zwar die Ligen hinter sich und könnte auch tatsächlich Veränderungen vornehmen, welche aber nicht gewünscht sind." Der bisherige Sportdirektor Reindl war im Frühjahr entmachtet worden und ist seit Juni nur noch DEB-Generalsekretär.

Michael Stich hat klargestellt, dass er zu keinem Zeitpunkt Ambitionen auf das Präsidentenamt beim Deutschen Tennis-Bund (DTB) gehabt hat. "Ich bin vom mehreren Landespräsidenten angesprochen worden. Aber wenn ich es gewollt hätte, dann wäre ich doch angetreten", sagte Stich dem "Hamburger Abendblatt". Den Neuanfang beim DTG begleitet der Wimbledonsieger von 1991 mit einer gehörigen Portion Skepsis. So wundert er sich über die Vorgehensweise des neuen Präsidenten Karl-Georg Altenburg: "Über sein Konzept habe ich, wie die meisten Mitglieder auch, nichts gewusst."

lin/dpa/sid

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